Oberliga

„Mr. Curslack“ geht: Schalitz verlässt den SVCN!

Nach sieben Jahren ist am Saisonende Schluss: Marvin Schalitz (li.) wird den SV Curslack-Neuengamme verlassen. Foto: Bode

„Als 2014 ein 18-jähriger Jungspund am Gramkowweg aufschlug, mochte man nicht dran glauben, dass er sieben Jahre später über 170 Spiele in der Oberliga Hamburg für den SV Curslack-Neuengamme absolviert hat. Doch der zwei Meter große Marvin Schalitz wurde eine Ikone der Blau-Weißen.“ Eine Gallionsfigur, die zur neuen Saison ein neues Dress überstreifen und sich einer neuen Herausforderung stellen wird. Denn: Der heute 24-Jährige wird seinen Kontrakt am Deich nicht verlängern!

Torsten Henke (Mi.) holte Schalitz (li.) einst als 18-jährigen Jungspund aus Oststeinbek an den Deich. Foto: Bode

„Ich habe Marvin als 17-Jährigen das erste Mal im Spiel Nettelnburg gegen Oststeinbek (A-Jugend) gesehen und schon nach ein paar Minuten war mir klar, den müssen wir unbedingt nach Curslack holen!“ Torsten Henke, langjähriger Curslack-Coach, sah auf Anhieb, „welch großes Potenzial“ bei Schalitz vorhanden ist – und das in mehrerlei Hinsicht: „Seine körperliche Präsenz, ein gutes Zweikampfverhalten, technisch stark und eine gute Spieleröffnung.“ Ein paar Monate später war der Wechsel des Defensivrecken an den Gramkowweg perfekt und die Ära sollte ihren Lauf nehmen. 


„Sofort konntest du dir bei uns einen Stammplatz erkämpfen und wurdest in Curslack zur festen Größe. Neben deinen überragenden sportlichen Fähigkeiten bist du als Mensch ein absoluter Typ. Jemand, der auf dem Platz mal ein Zeichen setzt! Klar, gehörst du sicherlich nicht zu den ‚einfachsten Spielertypen‘, die ich trainiert habe – davon hatte ich ja bekanntlich ein paar mehr“, scherzt Henke, „aber insgesamt sind wir sehr gut miteinander zurecht gekommen und hatten eine tolle und erfolgreiche gemeinsame Zeit!“, verabschiedet die SVCN-Trainer-Ikone das Abwehr-Ass in einem Statement des Vereins – und wünscht Schalitz „für deinen weiteren Weg alles Gute“.

"Er war ein Stück weit Mr. Curslack"

In über 170 Spielen für den SVCN durfte Schalitz (li.) 20 Tore für die "Gramkowwegler" bejubeln. Foto: Bode

Auch der jetzige Liga-Manager Oliver Schubert richtet einige Worte an den 24-Jährigen: „Lieber Marvin, vielen Dank für deinen Einsatz im Trikot des SVCN. So manche Schlachten haben wir zusammen geschlagen und du hast den Verein über den Deich hinaus mit bekannt gemacht. Nun ist die Zeit gekommen, Danke und auf Wiedersehen zu sagen! Bleib so, wie du bist – Du wirst immer ein ‚hässlicher Curslacker‘ bleiben!“ Und ein Spieler, der im ganzen Club bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Auch bei Hartmut Helmke, dem Vorstandsvorsitzenden der „Gramkowwegler“. Denn: „Marvin hat sich voll und ganz mit dem Verein identifiziert und war ein Stück weit ‚Mr. Curslack‘. Er hat in jedem Spiel für unseren Verein und für seine Mannschaft alles gegeben und hat unseren Verein immer toll repräsentiert. Vielen Dank für die schöne gemeinsame Zeit, Marvin, und wir werden bestimmt auch in Zukunft noch das eine oder andere Getränk zusammen einnehmen.“

"Als Typ ist er eine Bombe"

Lange habe er ihn als gegnerischer Trainer geärgert, so Christian Woike. „Leider konnte er aufgrund von Verletzungen zuletzt nicht in gewohnter Stärke auftreten“, bedauert der aktuelle Coach der „Deichkicker“, dass Schalitz zuletzt nicht mehr zur ersten Garde gehörte. „Ich hoffe, er schafft es, wieder zu alter Leistung zurückzukehren“, drückt er ihm die Daumen – und beteuert: „Als Typ ist er eine Bombe. Ich wünsche ihm alles Gute und viele Gesundheit.“

"Aller Abschied fällt schwer - dieser leider im besonderen Maße"

Zur kommenden Saison wird sich Schalitz einer neuen sportlichen Herausforderung stellen. Foto: Bode

Letzteres wird Schalitz brauchen, um wieder voll durchstarten zu können – wo auch immer das in der neuen Saison sein wird. Fakt ist, so der Abwehrhüne selbst: „Jeder weiß, wie groß meine Liebe zu Curslack und dem Dorfleben ist und war. Sieben Jahre meines Lebens habe ich hier, in meiner zweiten Heimat, verbracht. Egal, ob beim Spielen auf dem Platz, als Stadionsprecher der Zweiten an der Seite, beim Bier danach im ‚Blauen Eck‘ oder beim Analysieren nach dem Spiel im Vereinsheim – ich habe mich immer unfassbar wohl gefühlt und war überall herzlichst willkommen.“ Er sei „unglaublich dankbar für diese Zeit, die gemeinsamen Erinnerungen, die umkämpften Spiele, den vielen Zuspruch – auch in schweren Zeiten – und die tatkräftige Unterstützung von allen ehrenamtlichen Helfern!“ Aller Abschied falle schwer. „Und dieser leider im besonderen Maße. Ich hoffe, dass wir die Saison noch versöhnlich zu Ende bringen und, sofern es Corona erlaubt, den Abschied bei Bier und Wurst gemeinsam feiern können!“

Die abschließenden Worte des Vereins: „Marvin, alle werden dich vermissen – bleib wie du bist: ein hässlicher Curslacker!“

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