Oberliga

Mit einem überaus torgefährlichen Innenverteidiger: HEBC macht das halbe Dutzend voll!

In der letzten Saison noch Kontrahenten - nun vereint: Robin Schmidt (vo.) wechselt vom TuS Osdorf zu Johann Buttler und dessen HEBC. Foto: noveski.com

Mit Torwart Lucas Lamm (Ahrensburger TSV), Christopher Grünewald (TuS Osdorf), Semir Demirovic (TSV Sasel), Nikola Kosanic (ASV Hamburg) und Magnus Hartwig (SC Victoria Hamburg) hat der HEBC bis dato fünf Neuzugänge für die Saison 2023/24 an Land gezogen. Mit einer weiteren und (zumindest vorerst) letzten Verpflichtung haben die Mannen vom Reinmüller nun das halbe Dutzend voll gemacht. Robin Schmidt wechselt vom Blomkamp zu den Kocadal-Kickern und soll die Lila-Weißen in der Defensive noch flexibler und unberechenbarer machen!

Robin Schmidt (Mi.) - hier im Duell mit Fabian Lemke - ist immer mit vollem Einsatz bei der Sache. Foto: noveski.com

Aber nicht nur das. Mit sage und schreibe sieben Saisonbuden war der Abwehrmann der treffsicherste Osdorfer in der vergangenen Saison – und damit auch einer der torgefährlichsten Innenverteidiger in der Liga. Bereits im Hinspiel, als der HEBC beim Oberliga-Absteiger nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus kam, sei ihm Robin Schmidt sehr positiv aufgefallen, sagt Özden Kocadal. „Er ist ein Spieler der Marke ‚unangenehm‘, sehr clever und extrem kopfballstark. Seine Zahlen sprechen ja auch für sich. Und es ist immer gut, wenn man die Tore auf mehrere Schultern verteilen kann“, deutet der HEBC-Coach die Treffsicherheit des 32-jährigen Routiniers an.

"Er ist menschlich eine glatte Eins"

Schmidt bringt jede Menge Erfahrung und Cleverness, aber auch Torgefahr für einen Defensivmann mit an den Reinmüller - und sei "menschlich eine glatte Eins". Foto: noveski.com

Schmidt sei ein Mann, „den du nicht gerne als Gegenspieler haben möchtest. Seine Körpergrößen-Nachteile macht er durch seine Erfahrung und Cleverness wett. Er stellt sich sehr gut in den Zweikämpfen an und ist menschlich eine glatte Eins“, so Kocadal über seinen neuen „flexiblen Innenverteidiger“, der die geballte Erfahrung von 212 Oberliga-Einsätzen für Flensburg 08 und Osdorf mitbringt. „Wir haben sehr viel gesprochen und sofort gemerkt, dass wir auf einer Wellenlänge sind. Da er in unmittelbarer Nähe zum Platz wohnt, schätze ich ihn so ein, dass er mit uns auch mal auf ein, zwei Bierchen mehr auf der Terrasse sitzen bleibt. Das ist bei uns immer sehr gern gesehen“, so Kocadal mit einem Augenzwinkern.

„Ich glaube, er wird sich sehr gut in die Mannschaft einfügen und auch, wenn die Konkurrenz in der Innenverteidigung bei uns sehr groß ist, glaube ich, dass wir sehr viel von Robin haben werden und freue mich mega über diesen Transfer.“

"Hatten nicht so große Probleme wie im letzten Jahr"

HEBC-Coach Özden Kocadal freut sich über seine Neuzugänge und sieht sich und sein Team für die neue Saison gut gewappnet. Foto: noveski.com

Womit die Aktivitäten der Eimsbütteler auf dem Spielermarkt erst einmal beendet sind. „Generell ist es so, dass wir natürlich extrem glücklich und zufrieden mit und über unsere Neuzugänge sind. Wir glauben auch, dass wir uns punktuell verstärkt haben.“ Obwohl die Anzahl der Neuen „nicht wirklich dafür spricht, dass das punktuelle Transfers“ seien, „weil man da eher von ein, zwei Verstärkungen sprechen würde“, habe man damit auch auf die Abgänge von insgesamt acht Akteuren reagiert. „Das waren allesamt sehr harmonische Abschiede“, wollte man den Kader bewusst etwas verschlanken. „Wir hatten beim Training ab und an 27 Spieler auf einer Hälfte“, musste man diesbezüglich handeln.

„Wir sind sehr zufrieden – und dieses Jahr war es auch nicht so, dass wir derart große Probleme wie im letzten Jahr hatten. Wahrscheinlich auch aufgrund dessen, dass wir eine ordentliche Saison gespielt haben, jetzt schon seit ein paar Jahren ganz gut performen und man mittlerweile weiß, was man bei HEBC bekommt. Deswegen hat sich das ein bisschen leichter gestaltet“, hängt die positive Entwicklung nicht zuletzt mit seinem Namen zusammen.

"Alle haben das Zeug, eine ernsthafte Konkurrenz darzustellen"

„Bei allen Spielern sind wir überzeugt davon, dass sie ‚Material‘ für die erste Elf sind – sonst hätten wir sie nicht geholt“, betont Kocadal. Man habe bewusst „darauf geachtet, dass wir nicht unbedingt auf Spieler zugehen, die noch Zeit brauchen, um bei uns Fuß zu fassen, sondern sind schon sehr auf Qualität gegangen. Und genau davon sind wir bei den einzelnen Transfers sehr überzeugt und glauben, dass alle das Zeug dazu haben, eine wirklich ernsthafte Konkurrenz darzustellen. Diese Jungs bringen uns weiter“, ist der 38-Jährige vollauf überzeugt von der Qualität seiner Neuen, unter denen durchaus Spieler sind, wo „nicht unbedingt zu erwarten war, dass die Jungs sagen: ‚Ich bin bereit, für HEBC zu spielen.‘ Denn das sind richtig gute Jungs, die von guten Vereinen kommen und eine gute Vita haben.“

"HEBC ist ein anderes Pflaster"

Ist der neunte Tabellenplatz zu toppen? Özden Kocadal und sein HEBC haben sich mit sechs qualitativ guten Neuzugängen gerüstet für einen neuen Anlauf. Foto: noveski.com

Doch auch der HEBC hat sich mittlerweile mit jahrelang guter und kontinuierlich erfolgreicher Arbeit einen echten Namen gemacht. „Ich bin gespannt, wie sich die Jungs bei uns einfinden, wie wir sie integriert bekommen – und wie sie letztendlich auch bei uns funktionieren. Denn HEBC ist doch schon ein anderes Pflaster. Sie müssen sich daran gewöhnen, dass wir nur zweimal die Woche trainieren – und auch an unseren Spielstil und an den Platz. Ich bin auch sehr gespannt auf die Entwicklung. Denn im Endeffekt haben sie große Konkurrenz, weil sie zu einem sportlich eher besseren Verein wechseln, aber auf der anderen Seite natürlich auch eine gewisse Qualität mitbringen“, kann Kocadal den Trainingsauftakt an diesem Mittwochabend kaum erwarten.