Landesliga Hansa

„Mit ‚Dela‘ kam alles ins Rollen“: Türkyie rüstet weiter auf und will „eine wichtige Rolle spielen“

Roberto D'Urso (li., hier im Süderelbe-Spiel gegen Meiendorf) wechselt zur neuen Saison zum FC Türkiye. Foto: Both

Es passierte im Winter. Der FC Türkiye hatte in der Landesliga Hansa eine bis dahin für den Club eher unbefriedigende Rolle gespielt und steckte mitten drin im Tabellenkeller und dem ungeliebten Abstiegskampf. Dann rüsteten die Wilhelmsburger nach. Sascha de la Cuesta, der von Concordia an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrte, war der erste Transfer. Es folgten Tolga Odabas und Isaac Akyere. Bis zur aktuellen Corona-Unterbrechung schaffte es Türkiye mit den drei Verstärkungen, sich auf den zwölften Platz vorzuschieben – und Klaus Klock und seine Mitstreiter konnten in den letzten Tagen und Wochen zumindest doch etwas beruhigter für die kommende Spielzeit planen.

Von der weiß zwar noch keiner, wann sie wirklich beginnt – respektive: wann die aktuelle Serie endet – doch „Klocki“ ist bereits voller Vorfreude auf das nächste Spieljahr. Weil dem FCT „die Transfers für die kommende Saison gelungen sind, die Türkiye-like sind. In den letzten zwei Jahren haben wir vom Vorstand das ein bisschen zu sehr aus der Hand gegeben“, sagt der Ex-Profi, der für klangvolle Clubs wie Alemannia Aachen und Union Solingen auflief. Angefangen habe, so Klock beim Blick auf die Kicker, die in der neuen Saison zum FCT stoßen werden, eigentlich alles mit dem de la Cuesta-Transfer.

13 Spieler aus dem aktuellen Kader bleiben an Bord

Torhüter Frederic Böse verschlägt's von Hamm United zu den Wilhelmsburgern. Foto: Bode

„Mit ‚Dela‘ kam alles ins Rollen“, befindet Klock, der für die neue Saison bislang bekanntlich schon Rückkehrer Martin Sobczyk und Marcel Rodrigues vom FC Süderelbe zu Türkiye lotste. Nun bedient sich der Hansa-Landesligist noch zwei weitere Male beim Club vom Kiesbarg, wo es zu Streitigkeiten gekommen ist, in deren Folge die gesamte Mannschaft ankündigte, den FCS zu verlassen. Vitor Cadilhe Branco und Roberto D'Urso zieht es bei diesem Unterfangen nun ebenso nach Wilhelmsburg wie vor ihnen schon „Sobby“ und „Cello“. Und noch einen weiteren gestandenen Spieler aus der Oberliga konnte Klock davon überzeugen, in der kommenden Spielzeit für Türkiye zu spielen: Von Hamm United wechselt Keeper Frederic Böse nach Wilhelmsburg.

Und auch im eigenen Kader ist Klock bereits recht weit, was die Zahl derer angeht, die auch in der nächsten Serie im FCT-Dress auflaufen werden. „Mit den Nezuzgängen sind wir im Prinzip durch. Mir tun Vereine wie der FC Süderelbe zwar leid, wo viele Spieler gehen – aber wir sind eben Türkiye und nicht der FCS und wir gucken auf uns. Aufgrund der Corona-Krise konnte ich bislang noch nicht mit allen Spielern aus dem derzeitigen Kader in Kontakt treten, aber ich hoffe, dass uns das in absehbarer Zeit schnell gelingen wird und wir uns mit den Spielern zusammensetzen können“, sagt Klock und nennt dann die Namen derer, mit denen er bereits Übereinkunft über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit getroffen hat.

Großkopf steht eine weitere Saison an der Linie

Jörn Großkopf bleibt auch in der nächsten Spielzeit Trainer des Hansa-Landesligisten. Foto: Bode

Als da wären: Mustafa Okur, Sahin Taflan, Kevin Uwe Son, Cem Müller, Serdar Aydin, Hasan Karaca, Inan Türkad, Faruk Müller sowie die beiden A-Jugendlichen Aaron Ansong und Leon Sasha Fischer. Auch die erst im Winter verpflichteten de la Cuesta, Odabas und Akyere bleiben natürlich. Macht mit den fünf Neuverpflichtungen insgesamt 18 Spieler. „Ich habe mir jetzt schon mal den Spaß gemacht und eine Startelf auf den Zettel geschrieben, die man aus diesem Kader bilden könnte. Das ist schon eine richtig starke Truppe“, sagt Klock und erklärt: „Wir sind mega glücklich über die Transfers und die Zusagen. Ich glaube, dass ist eine Mannschaft, mit der wir in der neuen Saison eine wichtige Rolle in der Landesliga Hansa spielen werden. Auch von den Jungs habe ich schon Aussagen gehört, dass sie richtig Bock haben. Wir wollen zu einem Team werden und eine gute Saison spielen, so dass die Leute wieder gerne nach Wilhelmsburg kommen.“

Eine große Aufgabe wird dabei Jörn Großkopf zuteil. Der Fußball-Lehrer wird auch in der nächsten Saison als verantwortlicher Coach beim FC Türkiye auf der Bank sitzen und die sportlichen Geschicke auf dem Rasen von der Seitenlinie aus leiten, wie uns Klock mitteilt. „Darüber waren wir uns schon früh einig, nachdem wir die ersten Gespräche geführt hatten. Danach ist dann bis zum finalen Abschluss noch ein bisschen Zeit ins Land gegangen. Aber jetzt können wir sicher sagen: Jörn wird auch in der neuen Saison unser Trainer sein“, so Klock, der dem Coach allerdings angesichts des Kaders, über den Großkopf in der kommenden Spielzeit verfügen wird, schon mal klare Vorgaben mit auf den Weg gibt: „In der ersten Saison hatte Jörn noch ein wenig Schonfrist, weil der Kader neu war. Jetzt haben wir einen starken Kader zusammen und der Trainer und die Mannschaft müssen liefern.“ 

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