Landesliga 02

Kosovas Königstransfer und „Unterschiedsspieler“ – Bambur kommt!

Beim LOTTO-Pokal-Aus des Klub Kosova beim SV Wilhelmsburg war Benjamin Bambur bereits als Zuschauer anwesend. Foto: noveski.com

Im Jahr 2009 zog er ihn aus der damaligen A-Jugend von Concordia Hamburg hoch. Es war der Beginn einer steilen Karriere, die Benjamin Bambur in den Folgejahren aufs Parkett legte. Sein einstiger „Mentor“ Daniel Sager erinnert sich noch und sagt: „Ich kenne ihn ja schon ewig. Seit der gemeinsamen Zeit haben wir den Kontakt gehalten. Mal mehr, mal weniger – wie das im Fußball nun mal so ist.“

Bereits in den vergangenen beiden Jahren saßen Sager und Bambur an einem Tisch. Ziel: Sein Ex-Coach wollte den Torjäger wieder für sich gewinnen und zum Klub Kosova lotsen. „Wir sind da aber nicht zueinandergekommen, weil er immer noch die Ambition hatte, Oberliga zu spielen“, verrät Sager. Doch nun kommt tatsächlich das zusammen, was zusammen gehört: Benjamin Bambur schließt sich nach vielen Jahren in Hamburgs höchster Spielklasse dem Klub Kosova an! „Das Ding ist fix!“, strahlt Sager – und betont in Bezug auf Bamburs Oberliga-Absichten: „Sicherlich hat er immer noch die Ambition, aber er sieht bei uns eine ganz gute Zukunft, dass er eventuell mit uns – da gehört natürlich auch eine Portion Glück dazu – in naher Zukunft Oberliga spielen kann“, ist der Ehrgeiz beim Landesligisten groß.

"... dann wird er auf jeden Fall ein Unterschiedsspieler sein"

Zuletzt ging Bambur (re.) für Oberligist BU auf Torejagd. Foto: noveski.com

„Es ist ja so, dass wir uns gegenseitig schätzen und er bei mir natürlich auch einen gewissen Rückhalt bekommt, um wieder reinzukommen und Spielpraxis zu kriegen“, spricht Sager auf die zuletzt vielen verletzungsbedingten Probleme des Top-Stürmers an. „Seine fußballerische Qualität steht ja außer Frage!“ Zwölf Jahre ist es nun her, als Sager den jungen Benjamin Bambur aus der A-Jugend in den Herren-Fußball begleitete. „Seitdem hat er jede Menge Erfahrungen gesammelt, in der Oberliga und sogar zwei Jahre lang mit Vicky in der Regionalliga gespielt. Die gesammelte Erfahrung soll er bei uns einbringen und die Mannschaft auch ein Stück weit führen.“

Allerdings weiß Sager auch, dass man Bambur „ein bisschen Zeit geben“ müsse. „Man kann nicht gleich von ihm erwarten, dass er die Spiele im Alleingang entscheidet. Aber mit ein bisschen mehr Fitness und Spielpraxis wird er auf jeden Fall ein Unterschiedsspieler sein.“

"Wäre verfrüht, jetzt schon Riesensprünge zu erwarten"

Auch beim SV Curslack-Neuengamme ließ Bambur Tore sprechen. Foto: Bode

Einer, der die Qualität im Kader noch einmal deutlich in Höhe treibt. „Größtenteils sind wir zusammengeblieben“, berichtet der Kosova-Coach von 15 Zusagen aus der Mannschaft. Sieben Akteure sind dazu gestoßen – unter anderem Dorian Balla, der aus Meiendorf an die alte Wirkungsstätte zurückgekehrt ist. Man sei zwar „nicht mehr aktiv auf der Suche“, so Sager, aber zu einem „gelernten und zentralen Sechser“ würde er nicht Nein sagen. „Der einzige Nachteil ist bei uns die Vorbereitung, die nicht optimal verlief. Deshalb wäre es etwas verfrüht, schon jetzt Riesensprünge zu erwarten. Ich baue da so ein bisschen auf die Pause nach den ersten beiden Spielen“, sah Sager das Pokalaus beim SV Wilhelmsburg schon ein wenig kommen. Nichtsdestotrotz wolle man auch zu Beginn schon „das Maximale rausholen“.

"Nicht vom Offensiv-Fußball abweichen, aber eine bessere Balance schaffen"

Bei Cordi startete Bambur einst so richtig durch - auch unter Daniel Sager, der ihn einst in den Herrenbereich hochzog. Foto: Bode

Und wenn dann auch noch ein Benjamin Bambur die nötige Wettkampfhärte hat, ist mit dem Klub zu rechnen. „Wenn man oben mitspielen will, dann muss natürlich ein Rad in das andere greifen – und man braucht auch ein bisschen Glück. Die Qualität ist ohne Frage da.“ Bleibt ein Manko: „Wir haben in den letzten Jahren immer viele Tore geschossen, aber auch sehr viele bekommen. Wir wollen nicht vom Offensiv-Fußball abweichen, aber eine bessere Balance schaffen – damit wir dann auch die Tore, die wir vorne schießen, mit einem Sieg vergolden. Darauf liegt das Hauptaugenmerk.“ Und wenn man auch noch das notwendige Matchglück habe, sei „vielleicht auch etwas drin“, mutmaßt Sager.

"Wir haben Ruhe in den Verein einkehren lassen"

Viel entscheidender ist aber – und das muss man dem Verein, vor allem aber Sager selbst hoch anrechnen: „Wir haben Ruhe in den Verein einkehren lassen. Heute hört man weder Positives noch Negatives über uns.“ Diesen Weg wolle man auch weiter gehen und „in Ruhe arbeiten, ohne uns einen riesen Druck aufzuerlegen“, soll der Spaß an der Slomanstraße weiter im Mittelpunkt stehen.

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