Oberliga

Jan Ramelow wird der neue Dompteur am Parkweg!

Jan Ramelow wird neuer Cheftrainer beim TSV Sasel. Foto: Bode

Es war eine ziemlich große Überraschung, als der TSV Sasel am Tag nach der 2:3-Pleite beim HEBC das Aus von Cheftrainer Marco Stier bekannt gab. Der 39-Jährige bat die Verantwortlichen des amtierenden Hamburger Meisters um die sofortige Vertragsauflösung, da er „gesundheitlich und psychisch seit geraumer Zeit angeschlagen“ sei. „Mein Körper hat mir unmissverständlich zu verstehen gegeben, die Reißleine zu ziehen“, erklärte Stier, der den Trainerjob sogar gänzlich an den Nagel hängen wird. Der Verein nahm den Entschluss „mit großem Bedauern zur Kenntnis“ und gab das Ruder in die Hände von Carsten Reuter (Co-Trainer) und Holger Sander (Torwart-Trainer). Zur kommenden Saison wird jedoch ein Mann das Amt am Parkweg bekleiden, der den Niendorfer TSV II einst zur Landesliga-Meisterschaft geführt hat und aktuell die Geschicke beim Hansa-Landesligisten Rahlstedter SC leitet: Jan Ramelow! In einer Pressemitteilung vom Parkweg - verfasst von Immo Hoppe - heißt es im Wortlaut:

Nur drei Wochen nach dem überraschenden Abgang von Marco Stier hat der TSV Sasel die wichtigste Personalie für die kommende Oberliga-Saison unter Dach und Fach gebracht. Jan Ramelow übernimmt ab dem 01. Juli das Zepter am Parkweg! Der 31-Jährige stellt sich am Abend der Mannschaft persönlich vor.

"Der Anspruch muss sein, zu den Top Fünf zu gehören"

Aktuell ist Ramelow (re.) beim Landesligisten Rahlstedter SC tätig. Den TSV Sasel will er wieder unter die Top Fünf führen. Foto: noveski.com

Eigentlich sahen Jan Ramelows sportliche Planungen vor, die Entwicklung beim Landesligisten Rahlstedter SC zwei Jahre lang voranzutreiben. Der intensive Austausch mit Ligamanager Rainer Hagge löste beim B-Lizenzinhaber nun aber den innigen Wunsch aus, den nächsten Schritt zu machen. „Beide Seiten haben den Eindruck vermittelt, dass es passt. Der TSV Sasel hat sich stetig weiterentwickelt, ist in Hamburg zu einem Aushängeschild gereift – auch wenn es diese Saison nicht widerspiegelt. Aber da spielen viele Parameter eine Rolle, denn die Mannschaft verfügt über eine viel höhere Qualität“, verdeutlicht Ramelow. „Der Anspruch muss es sein, in der Oberliga zu den Top Fünf zu gehören. Und darauf werde ich alles ausrichten.“

Bevor sein Herz für den TSV Sasel schlägt, hat seine Tätigkeit an der Scharbeutzer Straße oberste Priorität. „Ich hatte hier ein tolles Jahr und werde bis zum letzten Tag mit 100-prozentigem Engagement meinen Job durchziehen.“ Zudem steht persönlich noch ein großer Tag an. Im Mai wird Jan Ramelow zum zweiten Mal Papa!