Kreisliga 3

Heuert Himmelmann bei der TSG Bergedorf an?

Achteinhalb Jahre hütete Robin Himmelmann das Gehäuse des FC St. Pauli. Nach der Vertragsauflösung machte ihm Kreisligist TSG Bergedorf ein süffisantes Angebot. Foto: KBS-Picture.de

In achteinhalb Jahren absolvierte er 184 Pflichtspiele für den FC St. Pauli, stand für die Profis der Kiezkicker 16490 Minuten auf dem Platz, hielt 50 Mal die Null und insgesamt acht Derbypunkte gegen den HSV fest. Hinzu kommen 23 Einsätze für die U23 der Braun-Weißen in der Regionalliga Nord. Doch nun ist das Kapitel zwischen dem Verein und seinem langjährigen Stammkeeper Robin Himmelmann beendet. Der ursprünglich noch bis zum 30. Juni 2021 datierte Vertrag des 31-Jährigen war am Mittwoch nach Vereinsdarstellung „einvernehmlich“ aufgelöst worden. Viele Fans gingen auf die Barrikaden und machten den Club für den unrühmlichen Abgang ihres ausgebooteten Torstehers verantwortlich.

Auch im Derby gegen den HSV erwies sich Himmelmann (li.) stets als sicherer St. Pauli-Rückhalt. Foto: KBS-Picture.de

Während sich Himmelmann stets loyal zeigte und auch öffentlich mit voller Hingabe seine Liebe und Unterstützung zum Verein klarmachte, muss er sich nun auf die Suche nach einer neuen sportlichen Heimat begeben. Kommt da etwa ein Hamburger Kreisligist ins Spiel? Die TSG Bergedorf, mit sieben Punkten aus vier Spielen in die Saison der Kreisliga 3 gestartet und damit nur drei Punkte weniger auf dem Konto als St. Pauli nach 15 Begegnungen der Zweiten Liga, machte dem Bundesliga-erfahrenen Schlussmann über „Instagram“ erste –mit einem Augenzwinkern gemeinte – Avancen.

"Behalte das Angebot im Hinterkopf"

Doch die wohl auch für die Offiziellen der TSG Bergedorf überraschende Antwort von Himmelmann ließ nicht lange auf sich warten: „Hey, vielen Dank. Ich behalte das Angebot im Hinterkopf“, entgegnete der ehemalige St. Paulianer – und schloss seine Reaktion mit einem „glückseligen“ Emoji und Grußbekundungen in Richtung der TSG, die einen Screenshot davon in ihrer „Instagram-Story“ hochluden, ab. Bahnt sich da etwa ein Sensations-Transfer an? Wohl eher nicht. Aber ein Versuch der Bergedorfer war es in jedem Fall wert. Und die prompte Antwort von Robin Himmelmann zeigt nur, welch integrer Sportsmann er ist. Einer, der sich – trotz der für ihn schweren Situation – auch für keinen Spaß zu schade ist. Hut ab!

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