Corona-Lockdown

Hamburger Sportbund fordert Perspektive für Comeback des Vereinssports

Symbolbild: Bode

„Der Hamburger Vereinssport braucht eine konkrete Öffnungsperspektive, um Sporttreiben im Verein wieder möglich zu machen!“ Eine Forderung und zugleich auch Erwartungshaltung, die der Hamburger Sportbund auf seiner Homepage eindringlich formuliert. Weiter heißt es dort im Original-Wortlaut:

Symbolbild: Bode

„Nach dem Beschluss der Sportministerkonferenz vom 22.01.2021, die einen stufenweisen Einstieg in den Vereinssport und eine Privilegierung des Kinder- und Jugendsports gefordert hat, ist es auch in Hamburg an der Zeit, zumindest eine strukturierte Perspektive zur Öffnung des Sports aufzuzeigen. Hierfür sollten die Beratungen der Ministerpräsident*innen mit der Bundeskanzlerin die nötigen Voraussetzungen schaffen“, so HSB-Vorstand, Ralph Lehnert.


Die stufenweise Öffnung soll in vier Schritten vollzogen werden, die zeitlich von der Infektionslage in der Stadt abhängig sind. Sie beginnt mit dem Kinder- und Jugendsport im Freien und endet mit dem Sporttreiben für alle in offenen und geschlossenen Sportanlagen.

"Es bedarf nach nun 117 Tagen Lockdown konkreter Lösungen und Perspektiven"

Symbolbild: Bode

Neben Lockerungen für den Sportbetrieb bedarf es weiterer - direkter und zeitnaher - finanzieller Förderung der wirtschaftlich besonders bedrohten Vereine, einer Einwirkung auf Bundesebene zur Erweiterung der bestehenden Bundesprogramme für einen Sportvereins-Zugang und der Unterstützung von Maßnahmen und Kampagnen zur Mitgliederwerbung nach einem Neustart des Sportbetriebes.

Die Probleme und Gefahren der Pandemie sind ausreichend beschrieben. Aber es bedarf nach nun 117 Tagen Lockdown des Vereinssports konkreter Lösungen und Perspektiven, die es erlauben, die kritische Pandemielage nicht aus den Augen zu verlieren und doch Hamburgs Bürger*innen die Möglichkeit zu eröffnen, in ihren Vereinen Sport zu treiben.

"Sporttreiben in Gruppen sollte im Freien möglich gemacht werden"

Kinder und Jugendliche brauchen angeleitete Angebote vor Ort, Kontakt zu Gleichaltrigen und sozialen Austausch, also das was Vereinssport gemeinhin auszeichnet. Daher sollten im ersten Schritt für diese das Sporttreiben in Gruppen im Freien möglich gemacht werden. Für Familien oder zwei Personen aus unterschiedlichen Hausständen sollten Vereine aber auch vereinseigene Räume zum Sportreiben öffnen dürfen.

Für Nachwuchskaderathleten*innen sollten Trainingsmöglichkeiten an Landesstützpunkten in Anlehnung an Regelungen in anderen Bundesländern ermöglicht werden.

"Nicht mehr vermittelbar und kein gutes Zeichen an die Vereine!"

Symbolbild: Bode

„Die Verantwortlichen in Vereinen und Verbänden wissen sehr genau, dass man vorsichtig agieren muss. Aber Angebote auf Sportplätzen und öffentlichen Flächen im Freien sollten nun möglich gemacht werden. Die Bilder von sehr stark besuchten Bewegungsinseln bei gleichzeitigem de facto Sportverbot im Verein sind nicht mehr vermittelbar und kein gutes Zeichen an die Vereine der Stadt, da sie im letzten Jahr bewiesen haben, dass sie Hygienekonzepte umsetzen können und sich an Regeln halten“, so Lehnert.

Er ergänzt weiter: „Wir haben Öffnungsschritte und Szenarien mit dem Landessportamt und mit Vereinen und Verbänden eingehend diskutiert. Der Hamburger Sport hat die schwierigen Entscheidungen bislang solidarisch mitgetragen. Wir sind jetzt aber darauf angewiesen, dass man sich nicht im Lockdown einmauert, sondern Perspektiven aufzeigt. Hierfür bedarf es abgestufter Schritte wie sie die Sportministerkonferenz selbst vorgelegt hat.“

Quelle: www.hamburger-sportbund.de

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