Holsten-Pokal
4. Spieltag


TuS Germania Schnelsen II

7

:

6


VfL Pinneberg II

Anpfiff

Mi - 01.10. 19:00 Uhr

Spielstätte

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Zuschauer

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Schiedsrichter

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Germania II nutzt „die große Bühne“ und knockt Pinneberg II aus!

Foto: KBS-Picture.de!

Während Dersimspor im Oddset-Pokal die Sensation schaffte und Dassendorf aus dem Rennen warf, vollbrachte die „Zweite“ des TuS Germania Schnelsen im Holsten-Pokal fast zur selben Zeit ein ähnliches Kunststück und kickte den zwei Klassen höher spielenden VfL Pinneberg II aus dem Wettbewerb! In einem echten Krimi behielten die Stegemann-Kicker mit 7:6 nach Elfmeterschießen die Oberhand und beendeten den Pokal-Traum des Landesligisten! „Ich habe den Jungs schon vor dem Spiel gesagt, dass sie diese Bühne nutzen können, um zu zeigen, dass sie mehr als ‚nur‘ Kreisliga-Niveau haben“, zeigte sich Stegemann nach der Partie hocherfreut über den Auftritt seiner Jungs.

Zum Spiel: Nach 20 Zeigerumdrehungen ebnete Pinnebergs Liga-Leihgabe Sascha Bernhardt – nach Vorlage von Torsten Jung – eigentlich den Weg zum Weiterkommen. Auch in der Folge hatten die Gäste zunächst deutlich mehr vom Spiel, konnten ihre Führung in den ersten 45 Minuten aber nicht ausbauen, trotz bester Chancen von Bernhardt und Mike Kolbe noch vor dem 1:0 sowie Steve Carstensen danach. Im Gegenteil: Nach der Pause egalisierten die Germanen in Person von Bojan Savic, der toll von Nico Bader in Szene gesetzt wurde! Die Partie kippte so langsam. Schnelsen mit mehr Mut und guten Chancen durch Bader und Tom Lipski, die Patrick Jobmann stark vereitelte. Die Begegnung ging in die Verlängerung.

Turbulente Verlängerung

Und da erwischte der Kreisligist den besseren Start: Erneut war es der äußerst agile Bader, der Massi Omar bediente und der vollstreckte eiskalt zur 2:1-Führung! Es sollte noch dicker kommen für die Klemme-Eleven: Suriya Chakraborty sah wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte (101.) – Pinneberg nunmehr zu zehnt! Und dennoch kämpfte man sich ins Geschehen zurück: Marcel Gompf gelang aus dem Gewühl heraus das 2:2 (105.)! Das Elfmeterschießen musste die Entscheidunge bringen.

„Hatten das Glück auf unserer Seite“

Nachdem Ihab Abou-Khalil, Tom Lipski, Bojan Savic und Marcel Stolte auf Schnelsener und Torsten Jung, Sascha Bernhardt, Christian Kulicke sowie Jannik Swennosen auf Pinneberger Seite eiskalt vom Punkt blieben, scheiterte Marcel Gompf, der sein Team mit dem Tor in der Verlängerung erst in den „Shootout“ rettete, am TuS-Keeper Jean-Pierre Stegemann, Sohn von Trainer Michael! Und so hatte Doppel-Vorbereiter Nico Bader die Überraschung auf dem Fuß, zeigte keine Nerven und schoss sein Team in die nächste Runde! „Obwohl wir einige Stammspieler ersetzen mussten, haben wir am Ende verdient gewonnen. In der ersten Halbzeit war Pinneberg besser, danach hatten wir einige Tormöglichkeiten. Elfmeterschießen ist dann immer eine Lotterie, in der wir das Glück auf unserer Seite hatten“, bilanzierte Stegemann, dessen Sohnemann in der Jugend noch als Feldspieler auf dem Platz stand und sich nun den Ruf eines Elferkillers verdiente.

„Die Welt geht nicht unter“

Heiko Klemme zeigte sich nach Spielschluss trotz der herben Enttäuschung als äußerst fairer Verlierer: „Wir haben ein Pokalspiel verloren gegen eine Mannschaft, die ohne Furcht pausenlos angerannt ist. Dadurch auch ein verdienter Sieg! Leider haben wir es verpasst, unsere Großchancen zu nutzen. Natürlich ist es sehr schade, aber die Welt geht nicht unter. Jetzt können wir uns voll und ganz auf die Liga konzentrieren.“

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