Landesliga Hammonia
29. Spieltag


Niendorfer TSV II

2

:

5


Hamburger SV III

Anpfiff

Fr - 03.05. 19:15 Uhr

Spielstätte

Sachsenweg 2 (Kunstrasen)

Zuschauer

52

Schiedsrichter

Lasse Arne Hintze

Landesliga Hammonia

Erst der Derbysieg, dann die „meisterliche“ Kür vor dem Final-Derby!

Der HSV III setzte seine Siegesserie auch nach der bereits errungenen Meisterschaft beim Niendorfer TSV II (5:2) fort. Archivfoto: noveski.com

Durch den eigenen 7:1-Kantersieg gegen den SSV Rantzau und den überaus überraschenden 0:3-Ausrutscher von Kontrahent Eintracht Norderstedt II gegen Kummerfeld hat der Hamburger SV III in der vergangenen Woche die Hammonia-Meisterschaft unter Dach und Fach gebracht. Dementsprechend gebührend, aber auch ziemlich spontan wurde die sofortige Rückkehr ins Hamburger Oberhaus gefeiert. Im ersten Spiel als bereits feststehender Meister ging es für die „Dritte“ der Rothosen am Tag des großen Profi-Derbys zur „Zweiten“ des Niendorfer TSV. Und während der HSV dank eines späten Treffers von Robert Glatzel den verdienten 1:0-Derbysieg gegen die Kiezkicker feierte, machte auch der frischgebackene Hammonia-Meister da weiter, wo man zuletzt aufhörte…

Mit starken Paraden verhinderte HSV III-Torwart Patrick Tiedje in der ersten Halbzeit einen höheren Rückstand. Archivfoto: noveski.com

In der Zweiten Liga hat der HSV dem FC St. Pauli die vorzeitigen Meister-Feierlichkeiten vermiest. Ehe es in gut zwei Wochen im Pokalfinale zwischen den Drittvertretungen beider Teams zum direkten Duell kommt (19. Mai, 15 Uhr, Stadion Hoheluft), wollten die Rothosen am Sachsenweg in der Woche nach der errungenen Meisterschaft ihren Lauf fortsetzen. Aber: „In den ersten 25 Minuten liegen wir 0:1 zurück, konnten uns aber bei Patrick Tiedje bedanken, dass es nicht 0:4 stand! Da hatten wir echt Dusel“, gab „Meistermacher“ Stefan Gehrke unumwunden zu – und lobte seinen jungen Torhüter, der einen höheren Rückstand des Oberliga-Rückkehrers verhinderte. Lediglich gegen einen Strafstoß von Moustapha Toure war Tiedje machtlos (15.).

"Ein sehr munteres Spielchen ohne Abwehrreihen"

Dass der HSV III nicht ohne Grund ganz oben steht, verdeutlichten die folgenden Minuten bis zur Pause. Denn: „Wir haben fast im Stile einer Spitzenmannschaft die ersten beiden Chancen direkt verwertet und ich sage mal, ‚leicht glücklich’ zur Halbzeit geführt“, stellten Lasse Lüttgen (39.) und Edward Pfister (42.) das Geschehen komplett auf den Kopf. In einem „sehr munteren Spielchen, in dem beide Mannschaften gefühlt ohne Abwehrreihen gespielt haben“, wie Gehrke befand, hätten seine Rothosen unmittelbar nach der Pause die Führung ausbauen können. Was Sebastian Schmalbach zunächst jedoch noch nicht gelang, bügelte der Top-Torjäger kurz darauf mit dem Treffer zum 3:1 wieder aus (51.). Nur wenig später legte Timon Engelmann nach (55.), ehe Schmalbach mit seinem 29. Saisontreffer gar das 5:1 besorgte (67.)!

"Das war ein hartes Stück Arbeit"

Erzielte mal wieder einen Doppelpack: Mit seinen Saisontoren 28 und 29 trug Sebastian Schmalbach maßgeblich zum Auswärtssieg seiner Rothosen bei. Archivfoto: noveski.com

„Danach hatten wir noch ein, zwei dicke Dinger, die man machen kann, muss oder zumindest besser ausspielen kann“, sprach Gehrke unter anderem auf eine Dreifachchance von Kevin Herbermann, Dominik Jordan und Marcel Perz an. Stattdessen hielt danach „wieder der Schlendrian“ beim Champion Einzug. „Alle wollten Tore machen – und dadurch kam Niendorf nochmal auf“, und auch zu Chancen – inklusive eines Pfostentreffers. Mehr als das 2:5 durch Mamadouba Soumah (72.) sprang für die Madejski-Mannen aber nicht mehr heraus. „Am Ende war das nicht ganz unverdient. Aber Niendorf hat eine sehr, sehr gute Leistung abgeliefert“, konstatierte Gehrke, dessen Schützlinge den Sieg noch bei Pizza und dem einen oder anderen Kaltgetränk feierten, „bis uns der Platzwart vor die Tür gesetzt hat“, scherzte er.

„Das war ein hartes Stück Arbeit und jetzt bereiten wir uns mit jeweils drei Einheiten auf Paloma II und auf das Pokalfinale gegen St. Pauli III vor“, hat man noch ein weiteres großes Ziel vor Augen.