Landesliga Hammonia

Erfahrung für die Innenverteidigung: BU holt langjährigen Osdorfer!

BU-Coach Michael Koss (li.) begrüßt seinen Winter-Neuzugang Tim Jobmann. Foto: BU

Er hat über 150 Einsätze in der höchsten Hamburger Spielklasse vorzuweisen, beim TuS Osdorf eine jahrelange Ära mitgeprägt, als Innenverteidiger in jeder der sieben Oberliga-Spielzeiten mindestens einmal getroffen – und nach dem Absturz der „Blomkampler“ im Sommer eine neue Herausforderung in Angriff genommen. Bei der FTSV Komet Blankenese komplettierte er das „Jobmann-Imperium“ beim ambitioniert in die Saison gestarteten West-Bezirksligisten. Vater Olaf Jobmann fungierte unter Matthias Jobmann als Co-Trainer. Während Patrick Jobmann als Sohn von Matthias und Marc sowie eben jener Tim Jobmann als Söhne von Olaf Jobmann für die Mannen von der Simrockstraße aufliefen. Nach der vorzeitigen Trennung vom Trainerduo Jobmann endete aber auch die Spieler-Ära Jobmann in Blankenese.

Nach einem zweijährigen Abstecher zum Wedeler TSV kehrte Tim Jobmann im Sommer 2016 zu seinem Jugendverein zurück - und verließ den TuS Osdorf vor dieser Saison. Foto: noveski.com

Der höherklassig erfahrenste Jobmann heuert im neuen Jahr beim HSV Barmbek-Uhlenhorst an, wie uns Chefcoach Michael Koss bestätigt. „Ich bin am Ende super froh, dass das geklappt hat und Tim sich für uns und unser Projekt entschieden hat“, spricht Koss darauf an, dass Tim Jobmann auch zurück in die Oberliga hätte wechseln können. „Er hatte die eine oder andere Option. Von daher nötigt mir das schon einen gewissen Respekt ab und freut mich extrem, dass der Spieler sagt: Ich gehe in die Landesliga, weil ich Lust auf die Aufgabe, das Umfeld und die Leute habe – und verzichte auf Oberliga-Fußball.“

Bereits seit einigen Wochen trainiert der 29-Jährige an der Dieselstraße mit. Deshalb sei er „schon jetzt absolut integriert, er ist bei den Trainingseinheiten und bei den Spielen immer da und vor Ort und auch bei allen Mannschaftsveranstaltungen am Start“, so Koss, der von seinem Neuzugang schwärmt: „Er ist auf der sozialen Ebene ein absolutes Vorbild, wie er sich integriert und wie ihn auch die Mannschaft an- und aufgenommen hat.“

"Wird eine Führungsrolle einnehmen können"

Über 150 Oberliga-Einsätze hat Verteidiger Tim Jobmann (re.), der vor allem in der Luft eine Wucht ist, für den TuS Osdorf absolviert. Nun zieht es ihn zum Hammonia-Vierten BU. Foto: noveski.com

Dadurch, dass man „im Defensivverbund, gerade in der letzten Reihe, überproportional viele Linksfüße hat und wir teilweise auch immer mal wieder mit falschen Füßen auf der falschen Seite spielen müssen, was in der Spieleröffnung nicht immer ganz so cool ist, war es schon nochmal unser Anliegen, einen Rechtsfuß dazu zu bekommen. Das haben wir jetzt geschafft“, erklärt Koss. „Zudem bringt er uns eine extreme Physis. Auch da haben wir noch etwas Bedarf gesehen, was die Luftzweikämpfe, aber auch die Aggressivität gegen den Ball angeht. Er bringt die sportliche Komponente mit, hat eine sehr hohe Sozialkompetenz, wird aufgrund seiner Erfahrung sowohl auf als auch abseits des Platzes eine Führungsrolle einnehmen und junge Spieler an die Hand nehmen können“, erhofft sich Koss einen zusätzlichen Führungsimpuls von seinem neuen Oberliga-erfahrenen Abwehrmann.