Landesliga Hammonia

Ein frisch gebackener U17-Weltmeister für BU!

BU-Trainer Michael Koss (li.) freut sich über seinen frisch gebackenen U17-Weltmeister: Als Teammanager feierte Marco Rohde mit dem DFB-Team den Coup. Foto: Kormanjos

An der Seite von Cheftrainer Christian Wück, den zum besten Spieler des Turniers gewählten Paris Brunner (Borussia Dortmund) und HSV-Talent Bilal Yalcinkaya hat er Anfang Dezember 2023 den ganz großen Wurf gelandet. Bei der U17-Weltmeisterschaft in Indonesien sorgte er mit dem Deutschen Team für eine große Euphoriewelle im ganzen Land und feierte nach einem Final-Krimi gegen Frankreich (4:3 n. E.) den WM-Titel. Zwar nicht als Aktiver auf dem Platz, dafür aber als wichtige Person im Hintergrund: Als Teammanager der U17-Nationalmannschaft sorgte Marco Rohde für einen reibungslosen Ablauf und verschaffte dem Team eine kleine Wohlfühloase. Der 29-Jährige ist auch im Hamburger Amateurfußball kein Unbekannter…

Zuletzt kickte Rohde - wie viele andere Akteure im BU-Dress - für den SV Rugenbergen in der Oberliga. Foto: noveski.com

Er kickte einst für den MSV Hamburg, SV Curslack-Neuengamme, HFC Falke, TuS Osdorf und SV Rugenbergen. Seit vergangenem Sommer fokussierte er sich jedoch auf seine berufliche Aufgabe beim Deutschen Fußball-Bund – und sorgte vor nicht mal zwei Monaten für große Schlagzeilen. Nun aber ist Marco Rohde auch als Aktiver wieder zurück auf dem Platz. Am Mittwochabend kam Rohde beim 1:0-Testspielsieg des HSV Barmbek-Uhlenhorst gegen den USC Paloma in den zweiten 45 Minuten zum Einsatz und beackerte die rechte Seite. Im Anschluss an die Partie bestätigte uns BU-Coach Michael Koss die Verpflichtung Rohdes.

„Ich habe über unseren Spieler Finn Hanke, der mit ihm sehr gut befreundet ist, die Anfrage erhalten, ob das was für uns sein könnte und ob ich mir das mal angucken will. Das war tatsächlich zu der Zeit, als Marco gerade mit der U17-Nationalmannschaft den WM-Titel nach Deutschland geholt hat“, erinnert sich Koss. „Er hat mit Sicherheit eine Vita, die auffällig und besonders ist. Wir hätten ihn wahrscheinlich schon etwas früher ins Training integriert. Das ging dann aber nicht, weil das Turnier für Deutschland glücklicherweise ziemlich lange ging“, so Koss mit einem Augenzwinkern.

Neben Rohde und Jobmann: Auch Düllberg zieht's zu BU

BU-Coach Michael Koss freut sich nach Tim Jobmann über zwei weitere Winter-Neuzugänge für seinen HSV Barmbek-Uhlenhorst. Foto: noveski.com

Nun aber ist Rohde voll dabei – und auch der Integrationsprozess scheint schnell voranzuschreiten. „Es ist so, als ob er schon lange dazu gehört, weil sich eine kleine Fraktion auch schon auf privater Ebene kennt. Das hilft“, spricht er unter anderem auf die ehemalige Rugenbergen-Connection um Finn Hanke, Nikolaj Rörström, Yannik Kurowski und Kilian Utcke an. Beim TuS Osdorf spielte Rohde einst auch Seite an Seite mit dem zweiten Barmbeker-Winterzugang Tim Jobmann. „Wir haben zwar mit Ball noch nicht ganz so viel gemacht. Aber was ich bereits sehe, ist, dass er eine gute Spielintelligenz hat, eine gute Zweikampfhärte mitbringt und viel redet. Das ist schon mal eine gute Basis“, freut sich Koss über einen Weltmeister in seinen Reihen.

Doch damit nicht genug. Zum langjährigen Rugenbergen-Lager gehörte auch Jan Düllberg, der seine Zelte nun ebenfalls an der Dieselstraße aufgeschlagen hat. „Er hat privat und beruflich ein paar Themen, wo er für sich gesagt hat, dass er sich vorstellen kann, nach Hamburg reinzugehen und sich hier eine Mannschaft zu suchen. Da ist der Draht dann geglüht“, berichtet Koss. „Wenn er gesund und fit ist, dann sieht man ja anhand seiner fast 200 Oberliga-Spiele, dass man ein bisschen was können und richtig gemach haben muss. Von daher glaube ich, dass er mit seiner Erfahrung auf dem Flügel oder im Halbfeld schon eine wichtige Rolle einnehmen kann, weil wir auch ein, zwei Spieler abgegeben haben. Von daher war das für uns eine logische und sinnvolle Ergänzung“, spricht Koss unter anderem auf die Abgänge von Daniel Alankus (SV Empor Berlin) und Sebastian Emmert (SC Eltersdorf/Bayernliga) an.

"Eine gute Kabinenhygiene ebnet den Weg für erfolgreichen Fußball"

Auch Linksfuß Jan Düllberg (li.) bringt als jahrelange Stammkraft in Bönningstedt bereits geballte Oberliga-Erfahrung mit an die Dieselstraße. Foto: noveski.com

Dass die „Rugenbergen-Clique“ bei BU immer weiter wächst und auch eine gewisse Gefahr mit sich bringen kann, sieht der Chefcoach überhaupt nicht als Problem an. „Eine gute Kabinenhygiene ebnet schon mal den Weg für erfolgreichen Fußball. Das hatten wir zuletzt. Aber wir sind auch schon einmal zusammen durch das Tal gegangen, wo es nicht so cool lief. Und ich glaube, dass die Jungs wissen, dass das Zusammenrücken und Miteinander eine Basis ist. Ich habe überhaupt gar nicht das Gefühl, dass es eine großartige Grüppchenbildung gibt, sondern eher, dass alle Spieler auch nach dem Spiel oder nach dem Training noch sehr lange beisammen sind und Dinge unternehmen“, hebt Koss das gute Mannschaftsgefüge hervor.