LOTTO-Pokal
6. Spieltag


VfL Lohbrügge

0

:

2


Altona 93

Anpfiff

Di - 26.04. 18:30 Uhr

Spielstätte

Binnenfeldredder

Zuschauer

320

Schiedsrichter

Björn Friedsch (SV Börnsen)

LOTTO-Pokal-Viertelfinale

„Die Riesenchance“ vergeben, zwei Geschenke verteilt: Lohbrügge verpasst Pokal-Coup gegen AFC!

Lohbrügges Robert Pallasch (re.) hatte die erste Chance des Spiels... Foto: Bode

„Der Sündenbock“ sei er „auf keinen Fall“, betonte Elvis Nikolic. „Am Ende sieht er vielleicht ein wenig wie der Unglücksrabe aus, aber das passiert einfach mal“, hob der Trainer des VfL Lohbrügge, der gemeinsam mit Sven Schneppel das Ruder innehat, die Qualitäten von Robert Pallasch hervor: „Wir haben zwar keine Statistik. Aber er gewinnt so viele Zweikämpfe und treibt den Ball immer wieder nach vorne“, machte Nikolic die zwei Missgeschicke seines Allrounders nicht als spielentscheidend aus.

... und auch die größte Chance vor der Pause, als sich Pallasch im Anschluss vor Ärger das Trikot übers Gesicht zog. Foto: Bode

„Wir haben es in der ersten Halbzeit ganz ordentlich gemacht, wollten Altona nicht viele Räume geben – und die haben auch nicht viele Abschlüsse gehabt“, ging der Plan des abstiegsgefährdeten Oberligisten im LOTTO-Pokal-Viertelfinale gegen den nicht minder vom Abstieg aus der Regionalliga bedrohten Altonaer Fussball-Club (alle Highlights im LIVE-Ticker) über weite Strecken auf. „Wir haben auch nicht viele Möglichkeiten gehabt, vielleicht anderthalb Schüsse – wobei ein Abschluss schon ein Hochprozentiger war“, womit Nikolic die größte Gelegenheit der ersten 45 Minuten ansprach.

Nikolic hadert mit Großchance und Geschenk

Und eben jene Einschusschance hatte Robert Pallasch nach einer tollen Stafette über Erdogan Pini und Christian Degener. Aber Pallasch zielte freistehend am AFC-Gehäuse vorbei, weil er den Ball nicht voll traf (38.). „Wenn du Underdog bist, musst du auch mal so ein Tor machen, um vielleicht eine gewisse Euphorie zu entfachen und das Ding dann auch nach Hause schaukeln zu können“, haderte Nikolic – aber nicht nur mit dieser Szene. Denn kurz nach der Pause ging er mit seinem Routinier Marvin Karow hart ins Gericht: „Er versucht, da durchzulaufen, verliert den Ball und bleibt stehen.“ Die Folge: Armel Gohoua scheiterte noch am stark aufgelegten Tobias Braun, aber Noah Gumpert war für den Abpraller zur Stelle – 0:1 (47.)!

Verunglückte Rückgabe bringt Entscheidung

Noah Gumpert (li.) erzielt das 1:0 für den AFC. Foto: Bode

Der Favorit kam mit einer ganz anderen Körpersprache und Präsenz aus der Kabine, erspielte sich nun diverse Chancen, schloss diese aber zum Teil überaus kläglich ab. Und da es bis zur 83. Spielminute „nur“ 0:1 aus VfL-Sicht stand, schien eine Überraschung noch greifbar. Doch dann misslang ausgerechnet Pallasch eine Kopfball-Rückgabe gründlich. Ole Wohlers kam vor Braun an die Kugel und Dominik Akyol drückte das Runde ins verwaiste Eckige – 0:2! „Schlussendlich gewinnt Altona verdient“, machte Nikolic keinen Hehl daraus. Aber: „Die kleine Chance, die du bekommst, die musst du nutzen – und wir hatten eine Riesenchance.“

"So, dann holt mal den Pokal!"

Die beiden Altonaer Torschützen Noah Gumpert (li.) und Dominik Akyol. Foto: Bode

Dass seinem Team ein wenig der Glaube an die Pokal-Überraschung fehlte, machte der Lohbrügge-Coach am „fehlenden Selbstvertrauen nach der Niederlagenserie in der Oberliga“ fest. Und so gratulierte er Andreas Bergmann zum Einzug ins Halbfinale mit den Worten: „So, dann holt mal den Pokal!“ Doch im Halbfinale lauert mit dem SC Hansa 11 ein überaus heißer Außenseiter auf einen Ausrutscher des AFC und die große Pokal-Sensation…

Und wie hat AFC-Trainer Bergmann das Spiel gesehen? Im Video-Interview gibt's die Antworten:

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