Bezirksliga 06
8. Spieltag


HFC Falke

2

:

2


SV Lurup

Anpfiff

Sa - 30.10. 14:30 Uhr

Spielstätte

--

Zuschauer

--

Schiedsrichter

Tobias Schend

Bezirksliga 06

Die Falken gegen Lurup trotz Unterzahl nicht flügellahm

Falkes Marcel Peters (li.) will den Ball gegen Abdurrahman Senay behaupten. Foto: Klaas Dierks

Am Samstag traf der Tabellenfünfte vom HFC Falke daheim auf Lurup. Die Falken wollten gegen den Spitzenreiter nach drei Niederlagen in Folge wieder punkten, während die „Vorhornwegler“ ihre Siegesserie auf fünf Partien am Stück ausbauen wollten. 

Und wie Sieger traten die Gäste auch in der ersten Halbzeit auf. Sie ließen die Hausherren kaum zur Entfaltung kommen und machten Druck, der in der 20. Minute zum Erfolg führte. Mit einem Ball in die Spitze wurde Bertan Yildiz auf rechts in Szene gesetzt. Er umkurvte den herauseilenden Marco Wendt und netzte zum 0:1 ein. Der Klärungsversuch eines mitgelaufenen Verteidigers auf der Linie blieb erfolglos.

Das 0:1: Lurup-Torjäger Bertan Yildiz (re.) überwindet HFC-Fänger Marco Wendt. Foto: Klaas Dierks

Als ob dieser Gegentreffer die Falken wachgerüttelt hätte, kamen die Platzherren nur zwei Minuten später zu ihrer ersten guten Szene im Angriff. Niclas Schlafke bekam den Ball auf halblinks, drang in den Strafraum ein, konnte aber Michael Wegner im Tor der Luruper nicht bezwingen, der sich ganz breit gemacht hatte. Wieder nur fünf Minuten später sahen die deutlich über 100 Zuschauer fast eine Kopie des Angriffs, der im 0:1 resultierte. Wieder ein Ball in die Spitze über rechts, wieder wurde der Torwart ausgespielt, doch diesmal gelang es Abdurrahman Senay nicht, den Ball im Falke-Tor unterzubringen; er ging weit darüber.

Falke-Doppelschlag dreht das Spiel

Hendrik Ebbecke (li.) bejubelt seinen Ausgleichstreffer mit Elija Sinemus. Foto: Klaas Dierks

Nach dem Anpfiff zur zweiten Hälfte ein anderes Bild. Jetzt dominierten die Platzherren das Geschehen. Anfangs noch ohne zählbaren Erfolg, gelang Falke nach einer sehenswerten Ballstafette über mehrere Stationen der Ausgleich, als Hendrik Ebbecke eine schöne, diagonale Hereingabe von links durch Benjamin Baarz am rechten Pfosten veredelte. Verständlicher Jubel bei Spieler, Trainer und Falke-Fans. Letztere hatten kaum Luft geholt, da schepperte es erneut im Karton. Nur eine Minute später war es der auch sonst agile Elija Sinemus, der Wegner aus fünf Metern keine Chance ließ und flach einschob.

Noch größer der Jubel. Spiel gedreht. Zu viel Jubel? Denn Lurup hatte sich keineswegs den Schneid abkaufen lassen. Wieder nur eine Minute später war es Yildiz, der mit dem Ausgleich den Doppelpack schnürte, nachdem Wendt zuvor noch parieren konnte. Wie so oft in dieser Klasse zu beobachten, nahm die Härte auf dem Platz bei fortgeschrittener Spieldauer und engem Spielstand zu.

Baarz fliegt - nur über das "Warum" wird gerätselt

Spiel gedreht: Elija Sinemus (re.) trifft zum 2:1 für die Falken. Foto: Klaas Dierks

In der 60. Minute wird ein Luruper Spieler kurz vor der gegnerischen Strafraumgrenze gefoult. Die Falke-Akteure bilden eine Mauer, in die sich auch ein Luruper zwängt, es gibt ein Gerangel und wohl auch ein paar unschöne Worte, eventuell eine Tätlichkeit. Kapitän Baarz fällt, der Schiri pfeift und gibt dem Luruper Spieler Gelb, dem HFC-Kapitän, der zuvor schon umstritten verwarnt worden war, die Gelb-Rote Karte. Warum genau, konnte der Berichterstatter nicht in Erfahrung bringen, da seine höfliche Anfrage nach Spielschluss vom Schiedsrichter barsch abgekanzelt wurde. Schade. Denn manche Entscheidungen des Unparteiischen während des Spiels blieben so nicht nur für den Berichterstatter ein Rätsel.

Sinemus-Tor wegen Abseits aberkannt

Und Sinemus (li.) hatte sogar noch in Unterzahl die Chance zum Luckypunch, vergab diese aber. Foto: Klaas Dierks

Zehn Minuten nach der Dezimierung hatte Lurups Fabio Scarlata den Siegtreffer allein vor Wendt auf dem Fuß. Aber statt selbst den Abschluss zu suchen, legte er den Ball quer, der so noch von Kaan Bilgin entschärft werden konnte. Kurz darauf hatte dann Lurups Erdonis Gashi aus drei Metern die Chance zum Führungstreffer, doch er knallte den Ball über die Latte. Zu zehnt und dem stetigen Druck des Tabellenführers ausgesetzt, schien es nur noch eine Frage der Zeit, bis zum nächsten Tor für Lurup. Doch Falke hielt kämpferisch dagegen. Lurup stand im Bemühen, den fünften Sieg in Folge zu erzielen, nun recht hoch, was das Heimteam zu Kontern einlud. Bei einem solchen erzielte Sinemus das 3:2, doch das Tor wurde korrekterweise wegen (knappen) Abseits nicht anerkannt.

Falke verpasst in Unterzahl den Sieg

Doch weil Lurup hinten nicht absicherte, bekamen die Falken bis zum Abpfiff noch drei Möglichkeiten, über Konter das Spiel für sich zu entscheiden. Zweimal konnten sie jedoch Großchancen nicht im Tor unterbringen, einmal wurde ein Falker Spieler klar im Strafraum gefoult, die Pfeife des Schiedsrichters blieb allerdings stumm. Die Leistung des Schiedsrichters schürte zunehmend die Unzufriedenheit von Trainer Hellmann, der kurz vor Spielende deswegen genervt seine Baseball-Kappe zu Boden schleuderte, woraufhin er vom Unparteiischen des Feldes verwiesen wurde.

Schiri Tobias Schend (Mi.) zeigt Falke-Coach Dirk Hellmann die Rote Karte. Foto: Klaas Dierks

Am Ende konnte Lurup von Glück sagen, hier noch den einen Punkt geholt zu haben, während es Falke versäumte, sich für eine in der zweiten Halbzeit couragierte Leistung am Ende mit mehr als nur einem Punkt zu belohnen. Tritt Falke in der Folge weiterhin so engagiert auf, wird der Weg nach oben wieder möglich. Vielleicht macht die Leistung Mut für das Pokalspiel gegen die klassenhöheren Harksheider. Lurup wird am nächsten Spieltag gegen Sternchance bestrebt sein, die Führung mindestens zu halten.

Klaas Dierks

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