Oberliga 01

Darwin an die Dieselstraße: „Er hat einfach Bock darauf, wieder Oberliga zu spielen!“

Darwin Streubier wechselt vom SC Condor zum HSV Barmbek-Uhlenhorst. Foto: Verein

Er sei durchaus zufrieden mit der bisherigen Ausbeute, machte aber auch keinen Hehl daraus: „Hätten wir fünf, sechs Punkte mehr, wäre ich richtig zufrieden“, so BU-Coach Jan Haimerl nach dem für seine Mannen letzten Spiel des Jahres. Unmittelbar im Anschluss an die 1:4-Niederlage gegen Cordi verriet uns Haimerl auch, dass Bibie Njie (Ziel unbekannt) und Guy Michel Grah (zurück nach Braunschweig) per sofort nicht mehr zum Kader der Barmbeker gehören. Nun steht der erste Winter-Neuzugang fest…

Mit dem SC Condor blieb Streubier die erhoffte Oberliga-Rückkehr verwehrt. Foto: noveski.com

Wie uns Haimerl bestätigt, wechselt Darwin Streubier vom klassentieferen SC Condor an die Dieselstraße! „Der Austausch mit dem SC Condor – gerade mit dem neuen Trainer André Kruse – war richtig gut. Man hat dort akzeptiert und respektiert, dass es für Darwin eine Chance ist, in die Oberliga zurückzukehren“, so Haimerl. Eine Chance, die Streubier im Sommer 2019 sicherlich auch sah, als er sich den „Raubvögeln“ nach dem Oberliga-Abstieg anschloss. Doch mit den Farmsenern sollte ihm die Rückkehr in die Beletage nicht gelingen. Nun will es der 25-Jährige, der beim Niendorfer TSV ausgebildet wurde und auch beim Hamburger SV III sowie SC Alstertal-Langenhorn aktiv war, noch einmal wissen.

Haimerl schätzt Flexibilität von Streubier

Im Testspiel zwischen BU und Condor im vergangenen Sommer sei ihm Streubier bereits sehr positiv aufgefallen, so Haimerl. Foto: noveski.com

„Für uns war es wichtig, dass wir nach der Verletzung von Nico Schluchtmann (Kreuzbandriss, Anm. d. Red.) auf dieser Position kurzfristig reagieren können. Darwin war schon im Sommer auf unserem Zettel. Aber dadurch, dass ‚Schluchti‘ zu diesem Zeitpunkt fit war, hatten wir zunächst keinen Bedarf, etwas zu machen“, hat der Ausfall des Leistungsträgers heftig ins Kontor geschlagen. Und da Streubier im vergangenen Sommer, als Condor bei BU getestet hat, „ein sehr gutes Spiel gemacht“ habe, wie Haimerl rückblickend erklärt, rückte der Defensivallrounder in den Fokus von BU. „Danach habe ich ihn mir zwei- oder dreimal angeguckt. Er hat nicht immer zwingend auf der Position des Rechtsverteidigers gespielt, aber auch gezeigt, dass er sowohl als Linksverteidiger als auch im Mittelfeld spielen kann“, schätzt Haimerl die Flexibilität von Streubier.

"Er weiß es zu schätzen, wenn so ein Traditionsverein anfragt"

Darwin Streubier (Mi.) in Aktion. Für den Niendorfer TSV und den HSV III absolvierte der 25-Jährige bereits einige Oberliga-Partien. Foto: noveski.com

In seinen frühen Jahren am Sachsenweg habe er „sicherlich sehr viel gelernt und mitgenommen“, glaubt der BU-Trainer – und meint: „Er hat eine gute Entwicklung genommen – und da ist nicht immer die Spielklasse zwingend entscheidend, sondern vor allem auch, wie man als Mensch und als Typ reift. Von daher glaube ich, dass er vor allem auch charakterlich sehr gut zu uns passt. Wir wissen, was wir bekommen – und auch, was wir zu erwarten haben. Wir freuen uns, dass er ab Januar bei uns ist und hoffen, ihn möglichst schnell zu integrieren, damit er uns sofort weiterhelfen kann.“

Da Streubier mit einigen Spielern aus der Mannschaft gut befreundet ist, dürfte der Eingewöhnungsprozess relativ schnell vonstattengehen. „Ein guter Typ, ein guter Fußballer, der sehr gut zu BU passt und es auch zu schätzen weiß, wenn so ein Traditionsverein wie BU anfragt – unabhängig von irgendeiner Situation. Er hat einfach Bock darauf, wieder Oberliga zu spielen“, ist sich Haimerl sicher.

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