Landesliga Hammonia
22. Spieltag


SC Nienstedten

2

:

4


HSV Barmbek-Uhlenhorst II

Anpfiff

So - 08.03. 15:00 Uhr

Spielstätte

Quellental

Zuschauer

78

Schiedsrichter

Ben Henry Uhrig (SC Egenbüttel)

Landesliga Hammonia

BU II seit November 2019 ungeschlagen: „Der sechste Platz ist cool – eine Momentaufnahme, auf die wir stolz sind“

Moritz Scholz traf beim 4:2-Erfolg von BU II beim SC Nienstedten doppelt. Foto: Bode

Es ist nicht so, dass sich Jan Haimerl kneifen muss, um zu wissen, dass das, was er da in der Tabelle der Landesliga Hammonia liest, auch tatsächlich wahr ist. Ein bisschen überrascht aber dürfte auch der Trainer des HSV Barmbek-Uhlenhorst II sein, wenn sein Blick auf das Klassement fällt. Das weist die Barmbeker derzeit als Tabellensechsten aus – und das ist nur ein Teil der Erfolgsgeschichte der BU-Reserve. Die nämlich steht überdies ja auch noch im Halbfinale des HOLSTEN-Pokals. „Es läuft richtig rund bei uns“, sagt Haimerl – und darf diese Aussage auch auf das Spiel gegen den SC Nienstedten am Wochenende beziehen. Das nämlich gewannen die Barmbeker mit 4:2 und zeigten dabei vor allem in der ersten Hälfte eine richtig starke Leistung. 

„Irgendwie geht unser Lauf weiter, der hält jetzt schon recht lange an“, konstatiert Haimerl – und liegt damit vollkommen richtig: Am 26. Oktober 2019 verlor seine Elf letztmalig in der Liga. Damals unterlag man gegen Eintracht Lokstedt mit 0:3. Seit dem 1. November (3:3 gegen Harksheide) ist BU II ungschlagen. „Die Jungs feiern das Ganze auf Facebook ja immer ganz amüsant mit dem Rückrunden-Tabellenführer“, lacht der BU II-Coach und ergänzt: „Mich erinnert das an die Vorsaison, wo wir kurz vor Weihnachten auch eine Serie mit sechs oder sieben ungeschlagenen Partien hatten, in denen wir zu Null gespielt haben.“ Diesmal, so Haimerl weiter, „sind wir richtig gut aus der Winterpause gekommen mit dem Einzug ins Halbfinale des HOLSTEN-Pokals und den beiden Siegen in der Liga nacheinander.“

„Es wurde ein bisschen unruhig, aber wir haben das Ding nach Hause gebracht“

BU II-Coach Jan Haimerl hat derzeit allen Grund, sich über die Leistungen seiner Kicker zu freuen. Foto: Bode

Gegen Nienstedten legte BU II auf dem Kunstrasenplatz im Quellental los wie die Feuerwehr. Nach Treffern von Moritz Scholz (2), Felix Soppke und Leon Sobottka führte die Haimerl-Equipe bereits zur Pause mit 4:0. „Ich lehne mich soweit aus dem Fenster, dass wir auch noch höher hätten führen können. Wir hatten noch vier oder fünf weitere Chancen. Da war richtig viel drin“, stellte der BU II-Übungsleiter nach dem Spiel fest und bilanzierte: „Die erste Halbzeit war richtig gut. Das war – bis auf ein paar kleine Unstimmigkeiten – sehr nah dran an dem, was wir spielen wollen und inzwischen auch richtig gut spielen können. Man sieht, dass sich die Mannschaft in den letzten Wochen und Monaten total entwickelt hat. Wir sind im Trainerteam richtig stolz darauf. Man darf nicht vergessen: Wir sind eine Zweite Mannschaft – deswegen ist das nicht so leicht und man muss noch höher bewerten, was die Jungs leisten und Woche für Woche reinbuttern.“

Genau das, so Haimerl, habe er seinen Kickern in der Halbzeitpause auch „als Feedback mitgegeben. Ich habe ihnen gesagt, dass sie in der zweiten Hälfte zeigen können, was sie alles gelernt haben, dass wir reifer geworden und gewachsen sind – das hat nur leider überhaupt nicht funktioniert.“ Zunächst hatte BU II noch zwei Hochkaräter auf dem Fuß, nutzte diese aber nicht. „Da habe ich schon gedacht: Warte mal ab, das rächt sich und wir fangen uns einen ein“, sagte Haimerl. Doch genau das sollte passieren: Nick Holzer erzielte den Anschlusstreffer für den SCN. „Das war eine Flanke, die am langen Pfosten reinrutscht. Ich habe echt verdutzt geguckt“, gab Haimerl zu Protokoll und sah anschließend wieder zwei Chancen für seine Elf, ehe Nienstedten zehn Minuten vor Schluss durch Antonio Pabst zum 2:4-Endstand traf. „Es wurde ein bisschen unruhig, aber wir haben das Ding nach Hause gebracht“, resümierte der Trainer der Barmbeker Zweitvertretung.

„Danach geht’s zu HR und wir sind gespannt, ob wir auch ein Top-Team schlagen können“

Nach dem Spiel zog der BU II-Trainer dann ein übergreifendes Fazit. „Der sechste Platz ist cool – das ist eine tolle Momentaufnahme, auf die wir stolz sein können“, erklärte er. „Ende März steht dann ja noch das Halbfinale im HOLSTEN-Pokal gegen den FC Süderelbe II auf dem Plan. Es ist jetzt die Frage, ob man auf die Euphoriebremse tritt und das Ganze ein bisschen erdet oder ob man die Euphorie unterstützt und damit riskiert, dass man ein bisschen auf die Nase fällt“, so Haimerl, dessen Mannschaft am Freitag nun im Stadion an der Dieselstraße den VfL Pinneberg empfängt. „Ich hoffe, dass wir das – gerade im Kopf – geregelt bekommen und die nächsten drei Punkte einfahren. Danach geht’s dann zu HR – da treten wir mit breiter Brust an und sind gespannt, ob wir auch ein Top-Team schlagen können.“

Jan Knötzsch 

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