Regionalliga Nord
7. Spieltag


FC Eintracht Norderstedt

3

:

2


Altona 93

Anpfiff

So - 16.08. 14:00 Uhr

Spielstätte

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Zuschauer

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Schiedsrichter

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LOTTO-Pokal

Bei Koch klappt’s nicht immer - aber „Lüne“ zerstört Altonas Hoffnungsschimmer!

Jan Lüneburg (re.) köpft zum entscheidenden 3:2-Siegtreffer für Norderstedt ein. Foto: KBS-Picture.de

Es war ein echter Traumstart, den der Altonaer Fussball-Club im LOTTO-Pokal-Halbfinale erwischte (alle Highlights im LIVE-Ticker). Einer, der aber auch von einem individuellen Bock des FC Eintracht Norderstedt begünstigt wurde. Genauer gesagt war es Philipp Koch, der im Duell der beiden Nord-Regionalligisten mit einem kapitalen Fehlpass dafür sorgte, dass Yannik Nuxoll gegen den pfeilschnellen Aladji Barrie den Kürzeren zog und der Altonaer Angreifer auch noch Lars Huxsohl stehen ließ, um das Runde im verwaisten Eckigen unterzubringen. Zu jenem Zeitpunkt waren gerade mal 90 Sekunden gespielt. Doch das war's noch nicht mit den Garstedter Geschenken...

Voller Einsatz: Armel Gohoua (li.) mit dem Versuch, vor dem Siegtorschützen am Ball zu sein. Foto: KBS-Picture.de

Als bereits die Nachspielzeit der ersten Spielhälfte angebrochen war, die Hausherren inzwischen alles fest im Griff und das Spiel gedreht hatten, kam erneut Philipp Koch in einer Norderstedter Vier-gegen-Eins-Situation - auch Yannik Nuxoll, Fabian Grau und Juri Marxen, der das Spielgerät zuvor nach einem eigenen Einwurf verstolpterte, waren zugegen - deutlich zu spät und streckte Moritz Kloß am eigenen Strafraumeck unsanft nieder. Elfmeter! Wieder war es Barrie, der Huxsohl aus elf Metern das Nachsehen gab. Die Tipps von Torwart-Trainer Marc Aaron Kassler, der Huxsohl vor Ausführung des Strafstoßes noch einige Worte ins Ohr flüsterte, fruchteten nicht.

Koch an allen Toren beteiligt

Dass es nach 45 Minuten - inklusive Nachspielzeit - zwischen beiden Liga-Kontrahenten tatsächlich 2:2 hieß, war einzig und allein den Norderstedter Defensiv-Schnitzern geschuldet. Insbesondere den unglücklichen Aktionen von Koch. Dass es der Mittelfeldakteur der Eintracht besser kann, zeigte er auf der anderen Seite. Den Ausgleich leitete der Ex-Kapitän mit seinem Pass auf Jan Lüneburg zumindest ein Stück weit mit ein. Letztlich waren es aber Jordan Brown und Nick Gutmann, die mit ihrem Doppelpass die AFC-Defensive aushebelten, so dass Dallas Aminzadeh beim Klärungsversuch unglücklich in die eigenen Maschen traf (16.). Kurz darauf war es ein Eckball - diese sorgten im ersten Abschnitt grundsätzlich für jede Menge Gefahr - von Koch, mit dem er den sträflich frei gelassenen Johann von Knebel das 2:1 ermöglichte (21.). Nach der Partie stand Koch den anwesenden Pressevertretern Rede und Antwort - und war mit seiner Leistung alles andere als zufrieden...


„Lüne“ lässt Bombek schlecht aussehen

"Lüne" (re.) bejubelt seinen Siegtreffer und dankt Vorlagengeber Dane Kummerfeld. Foto: KBS-Picture.de

In der Folge verpasste es die vom frühen Rückstand gänzlich unbeeindruckte Equipe von Trainerduo Jens Martens/Olufemi Smith jedoch, die Führung auszubauen. Chancen dazu wären vorhanden gewesen. Und so schien der zweite Nackenschlag tief in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs doch Wirkung hinterlassen zu haben. Denn nach der Pause konnte der Gast das Geschehen mehr auf Augenhöhe führen - und hatte durch Zweifachschütze Barrie, dessen Schuss abgefälscht wurde und nur knapp am langen Eck vorbei strich, das 3:2 auf dem Fuß (54.). Doch dann kam er wieder: Philipp Koch. Mit seinem Zuspiel auf die linke Seite verschaffte er Dane Kummerfeld eine gute Flankenposition. Die perfekt getimte Hereingabe landete am zweiten Pfosten bei Lüneburg, der sich fast schon spielend und ohne große Mühe gegen den gar nicht die Luft gestiegenen Hendrik Bombek behauptete und einschädelte (68.)! Wieder Lüneburg, der schon im Viertelfinale gegen Teutonia 05 zum Matchwinner avancierte - und nun in der 95. Minute sein verdienten Abgang bekam. Und das als erneuter Sieggarant seiner Garstedter, die im Finale auf den Oberligisten TSV Sasel (3:0-Sieg beim SV Rugenbergen) treffen werden...

Jan Lüneburg im Video-Interview