Regionalliga Nord

Altona 93 hat einen „Mr. X“ – Ist Dren Feka das neue Gesicht?

Der ehemalige HSV-Profi Dren Feka (Mi.) soll der neue Stern am AFC-Himmel sein. Foto: KBS-Picture.de

Kurz vor Toreschluss ist das Personalkarussell beim Altonaer Fussball-Club noch einmal ins Rotieren gekommen. Mit Keeper Jurek Stoeck (Eimsbütteler TV), Nikola Kosanic (ASV Hamburg) und Aladji Barrie (FC Eintracht Norderstedt) hat der Nord-Regionalligist drei Akteure ziehen lassen. Doch wie sieht es auf der Habenseite aus? Haben die Verantwortlichen des Hamburger Traditionsvereins auch nochmal nachgerüstet, um für den Abstiegskampf gewappnet zu sein? „Eine Personalie hat sich da nochmal aufgetan…“, ließ Trainer Andreas Bergmann am Mittwochabend nach dem ersten Punktgewinn bei Eintracht Norderstedt (1:1) eine Neuerung durchblicken…

Bevor Bergmann jedoch auf den möglichen Neuzugang einging, ging er noch einmal detailliert auf die Abgänge ein. Angefangen mit Schlussmann Jurek Stoeck, der im Sommer aus der A-Bundesliga-Mannschaft des ETV zum AFC stieß und nun den ambitionierten Landesliga-Kader der Eimsbütteler verstärken soll: „Jurek ist ein sehr talentierter Torwart, den wir auch weiter im Auge haben werden“, soll der Kontakt nicht abreißen. „Er hat dort die Chance, erster Mann zu werden. Und gerade für einen Torwart ist das wichtig für die Entwicklung, dass er spielt. Da muss man dann auch fair sein“, spricht Bergmann darauf an, dass man mit Jasin Jashari, Frederick Lorenzen und Anton Matthäi bereits drei Keeper im Kader hat.

"Aladji ist auf uns zugekommen und wollte weg"

Beim HSV wurde Feka (re.) eine große Zukunft prognostiziert. Doch zuletzt schien der Stern des Linksfußes nicht mehr ganz so hell. Foto: KBS-Picture.de

Bei Nikola Kosanic sei es hingegen so gewesen, „dass es im Endeffekt nicht gepasst hat“, will Bergmann aber keinerlei schlechte Worte verlieren. „Ich brauche immer das Gefühl, jemanden weiterentwickeln zu können. Er hat wirklich gute Fähigkeiten, aber er ist einfach nicht dahin gekommen, dass er diese auch so umsetzen konnte für die Mannschaft, wie man sich das vorstellt, sondern hat seine Art Fußball so weitergespielt. Und dann macht es einfach auch keinen Sinn. Wir haben uns aber vernünftig getrennt.“

Und dann wäre da noch ein gewisser Aladji Barrie, der am Mittwochabend bereits im Norderstedt-Dress seine Runden drehte, aber noch nicht im Aufgebot der Garstedter stand. „Bei Aladji war die Situation einfach so, dass er auf uns zugekommen ist und gesagt hat, dass er zu Norderstedt wechseln will und auch schon Gespräche stattgefunden haben. Wir haben ihm gesagt, wenn er dort seine Zukunft sieht, dann ist das für uns in Ordnung, dann lassen wir ihn auch gehen“, wollte man dem Angreifer, der beim AFC zuletzt zum Stammpersonal gezählt hat, keine Steine in den Weg legen.

"Er hat schon viel erlebt - manchmal nicht, wie erhofft"

„Ich weiß nicht, inwieweit ich dazu schon etwas sagen darf…“, entgegnete Bergmann wenig später auf Nachfrage, ob man denn auf die Abgänge auch nochmal reagiert habe. „Es ist ein Spieler, der ähnlich super talentiert war und eine gute Zukunft hatte. Aber wie es dann immer so ist, aufgrund von Pech, Verletzungen oder auch mentalen Geschichten aus der Bahn geworfen wurde und bei uns nun wieder angreifen will. Ich glaube, dass er ein ganz interessanter Spieler ist“, wollte der AFC-Coach mit Sprache nicht so recht raus – und ließ die anwesenden Pressevertreter rätselratend zurück.

„Er hat schon viel erlebt – manchmal vielleicht nicht so, wie gedacht oder erhofft. Dann kommt noch die eine oder andere Verletzung dazu – und schlussendlich ist es auch ein ganzes Paket, das dazu führt, dass ein Talent vielleicht nicht dahinkommt. Aber das ist das, was wir wollen. Ich habe viel Phantasie bei solchen Jungs“, sieht er auch bei „Mr. X“ noch viel Potenzial. Doch wer ist dieser „Mr. X“ denn nun?

Dren Feka an die "AJK"

Zuletzt spielte Feka (re.) bei Drittliga-Absteiger VfB Lübeck, kam dort aber nicht zum Zug. Sein Blitz-Intermezzo in Koblenz endete nach wenigen Tagen. Foto: KBS-Picture.de

Unsere Recherchen haben ergeben, dass es sich dabei um einen gewissen Dren Feka handelt! Der 24-Jährige, der beim Hamburger SV die komplette Jugend durchlief und im Januar 2016 sogar einen Profi-Vertrag unterschrieb, soll nun bei Altona 93 angeheuert haben. Eine Bestätigung des Vereins steht allerdings noch aus. Doch Feka ist einer dieser Spieler, dem eine große Zukunft prognostiziert wurde, wozu es am Ende aufgrund mehrerer Umstände eben nicht dazu. Nach Stationen beim FC Luzern, wo er sogar zu sechs Erstliga-Einsätzen in der Schweiz kam, der SV Drochtersen/Assel, dem VfB Lübeck und einem Blitz-Intermezzo bei RW Koblenz will der Linksfuß an der „AJK“ offenbar wieder durchstarten. In Altona soll der Stern des aus Bad Oldesloe stammenden Feka wieder etwas heller scheinen als zuletzt...

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