Bezirksliga Ost

„Wir wurden vor vollendete Tatsachen gestellt – das finde ich sehr schade“

25. März 2020, 18:11 Uhr

SCS-Trainer Sven Reinke ist vom Abgang seines Torjägers Marvin Möller zum Saisonende alles andere als begeistert. Foto: Bode

Die Verantwortlichen des SC Schwarzenbek hatten es eigener Aussage nicht kommen sehen: „Die Nachricht von Marvin am Dienstagmorgen hat uns alle sehr überrascht und auch im Team für Unmut gesorgt“ berichtet Teammanager Florian Leibold über das, was die breite Öffentlichkeit am heutigen Mittwochmorgen serviert bekam: Torjäger Marvin Möller verlässt die Schützenallee am Ende der aktuellen Saison trotz einer Zusage für die kommende Spielzeit und wechselt in die Oberliga zur TuS Dassendorf, die den Transfer offiziell vermeldete. Trotz dessen, dass man von diesem Wechsel überrascht worden sei, „müssen wir auch Verständnis aufbringen“, so Leibold.

„In den Gesprächen hat nichts darauf hingedeutet, dass Marvin in der kommenden Saison nicht für den SCS stürmen wird“, wird Leibold auf der Internetseite des SCS zitiert. „Ich sehe die sportliche Herausforderung, der sich Marvin stellen möchte. Er wird uns fehlen, nicht nur sportlich. Wir wünschen ihm alles Gute für diesen großen Schritt in die Oberliga. Persönlich hoffe ich, dass er verletzungsfrei bleibt und er seine Ziele in diesem bärenstarken Kader erreichen kann“, so der Teammanager der Europastädter.

Möller: „Ich hoffe, dass meine Entscheidung mitz etwas Abstand nachvollziehbar ist“

„Für mich ist es eine riesige Chance, bei einem Verein zu spielen, der den Anspruch hat, jedes Jahr die Oberliga sowie den Pokalwettbewerb zu gewinnen. Ich glaube, ich kann enorm viel lernen und mitnehmen von den erfahrenen Spielern, die bereits die Oberliga gewonnen haben und sogar im DFB-Pokal gespielt haben“, sagt derweil Möller selbst zu seinem Abgang im Sommer und erklärt: „Für den SCS habe ich in den letzten Monaten jede Minute gebrannt und wir haben den Verein zusammen nach vorne gebracht. Es war keine leichte Entscheidung für mich – vor allem gegenüber den Jungs, die ab Sommer ohne mich auskommen müssen.“

Er werde, so Möller weiter, „das Team vermissen. Der SCS bleibt mein Jugend- und Herzensverein. Trotzdem freue ich mich jetzt auf meine neue Herausforderung in Dassendorf und hoffe, dass meine Entscheidung mit etwas Abstand für alle nachvollziehbar ist.“ Diesen Abstand wird auch SCS-Trainer Sven Reinke benötigen, wie er selbst andeutet: „Ich bin sehr enttäuscht und muss wohl erst Mal einige Nächte drüber schlafen, bevor ich den Abgang von Marvin kommentiere. Ich bin zu sehr Fußballromantiker, als dass mich so ein Wechsel nach einer vorigen Zusage kalt lässt. Wir wurden vor vollendete Tatsachen gestellt. Das finde ich persönlich sehr schade“, konstatiert der Übungsleiter der Schwarzenbeker.

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