Oberliga 02

„Wir sind nicht der FC Bayern oder Dassendorf“

12. Januar 2022, 16:40 Uhr

HEBC-Coach Özden Kocadal will mit seinem Team in den "Bigpoint-Spielen" erfolgreich sein. Foto: noveski.com

Während in der einen Staffel schon sämtliche Entscheidungen in Bezug auf die Teilnahme an der Meister- oder eben Abstiegsrunde gefallen zu sein scheinen, herrscht in der Zweier-Staffel der Oberliga Spannung pur: Obwohl das Tabellenbild aufgrund der ungeraden Zahl an Spielen noch recht verzehrt wirkt, ist nach wie vor alles offen. Selbst der Tabellendritte muss noch zittern, da der Rang-Fünfte nur einen Zähler hinter dem vierten und letzten Platz, der den Sprung in die Meisterrunde bedeuten würde, liegt. Viele Zahlen – und noch mehr Spannung!

Der bis dato einzige Winter-Zugang des HEBC, Arisch Butt (re.), deutete im Test gegen Cordi bereits an, dass er eine Verstärkung für die Eimsbütteler werden kann. Foto: noveski.com

Denn am kommenden Sonntag soll es, wenn das Wetter und Corona mitspielen, zu eben jenem Aufeinandertreffen zwischen dem fünftplatzierten TSV Buchholz 08 und dem drittplatzierten HEBC kommen (14 Uhr, Otto-Koch-Kampfbahn). „Es ist gar keine Situation, in der man rechnet“, beteuert Özden Kocadal, Trainer der Eimsbütteler. „Man denkt und fokussiert sich einfach auf diese Bigpoint-Matches, die man jetzt hat. Wir haben für uns intern zwei, drei Knackpunktspiele definiert. Die wollen wir unbedingt gewinnen und möglichst erfolgreich gestalten. Wenn uns das gelingt, dann schauen wir, wohin die Reise geht“, macht man sich am Reinmüller überhaupt keinen Druck. „Am Ende ist das Ziel ja, nicht abzusteigen. Ob wir das jetzt über den einen oder über den anderen Weg schaffen, ist uns eigentlich egal“, erklärt Kocadal.

"Habe mir die andere Liga noch nicht ein einziges Mal angeguckt"

Kocadal (Mi.) hat den HEBC innerhalb kurzer Zeit zu einer echten Adresse in der Oberliga geformt. Foto: noveski.com

Sollte der erste Weg, nämlich der Sprung unter die „Top Neun“ in Hamburg, gelingen, hätte das den großen Vorteil, dass der Druck weg wäre. „Man könnte quasi gegen die Top-Teams testen und schon mal für die kommende Saison gucken und planen.“ Doch noch befindet sich Kocadal mit seinen Kickern ausschließlich im Hier und Jetzt. „Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir die andere Liga noch nicht ein einziges Mal angeguckt“, gesteht er – und legt den ganzen Fokus auf die verbleibenden vier Partien seiner „Veilchen“, die allesamt auswärts (!) stattfinden. Bei Buchholz und seiner „Ex-Liebe“ Niendorf geht es für den HEBC gegen die direkte Konkurrenz nochmal um die Wurst. Hinzukommen Partien beim SV Rugenbergen und dem HSV III. Auch die Rothosen haben den Kampf – trotz fünf Punkten Rückstand auf Rang vier – noch nicht gänzlich aufgegeben.

"Spiele, wo man auch mal auf die Mütze bekommt"

Sollte der HEBC am Ende über dem Strich stehen und den Einzug in die Beletage der Oberliga schaffen, würden den Kocadal-Mannen einige Spiele ins Haus stehen, „wo man auch mal auf die Mütze bekommen kann. Aber daraus kann man viel lernen, was auch Gold wert für uns wäre“, weiß der einstige Innenverteidiger – und betont abschließend: „Wir sind nicht der FC Bayern oder Dassendorf und sagen: Das ist unser System, das spielen und ziehen wir durch – und alle anderen Gegner sollen gucken, wie sie damit klarkommen. Wir agieren sehr flexibel und passen uns dem Gegner auch mal an.“

Autor: Dennis Kormanjos

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