12.08.2019

„Wir sind nicht clever genug gewesen“: Osmanovs „Last-Minute-Treffer“ kostet RSC das Remis

Rahlstedt unterliegt beim SC Condor knapp mit 3:4

Foto: timelash.de

Bittere Niederlage für den Rahlstedter SC: Die Mannschaft von Trainer Mohet Wadhwa, der urlaubsbedingt beim Spiel fehlte,  unterlag am gestrigen Sonntagmorgen beim SC Condor knapp mit 3:4. Besonders ärgerlich für die Gäste: Der entscheidende Treffer für die Hausherren fiel ausgerechnet in der Schlussminute, nachdem die Rahlstedter erst kurz zuvor zum 3:3-Ausgleich gekommen waren.

„Das war für die Zuschauer sicherlich eine gute Partie“

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Für den RSC hatte die Partie am Berner Heerweg zunächst hervorragend begonnen: Ganze sechs Minuten waren auf der Uhr vergangen, da brachte Joel Osei Szillat die Mannschaft von der Scharbeutzer Straße, die gestern von Co-Trainer Pit Minkowitsch trainiert wurde, mit 1:0 in Führung. Die Freude währte allerdings nur kurz: Nach zehn Minuten glich Dennis Facklam für den SCC aus.  Und weitere zehn Minuten später führte Condor auf einmal: Luis Honig bezwang RSC-Schlussmann Lucas Lamm zum 2:1. Noch vor dem Seitenwechsel glichen die Rahlstedter in Person von Joel Osei Szillat abermals aus (31.). Nach Wiederbeginn war es erneut Luis Honig, der nach 65 Minuten dafür sorgte, dass die „Raubvögel“ wieder in Führung gingen. Gideon Forson hatte anschließend das Pech, dass er in den eigenen Kasten traf – 3:3 (87.). Doch das Match war noch nicht beendet – und das dicke Ende für die Gäste sollte noch kommen, als Ahmed Osmanov in der Schlussminute zum 4:3 für den SC Condor einnetzte. 

„Das Ergebnis ist ärgerlich, aber es war bei diesem Spiel irgendwie klar: Wer das letzte Tor macht, der gewinnt auch“, stellte Rahlstedts Co-Trainer Bastian Hinrichs in der Nachbetrachtung der Partie fest, „ein Unentschieden wäre total gerecht gewesen. Es war ein offenes Spiel ohne eine große Abwehrleistung auf beiden Seiten. Beide Torhüter mussten im Eins-gegen-Eins die eine oder andere Parade rausholen.“ Nach dem Ausgleich kurz vor Schluss „sind wir nicht clever genug gewesen, den Ball fünf Minuten vom eigenen Tor wegzuhalten, so dass wir doch noch verloren haben“, konstatierte Hinrichs, „beide Sturmreihen hatten einen guten Tag. Bei uns ist Joel Osei Szillat der Condor-Abwehr vier, fünf Mal davongelaufen. Wir hatten unsere Probleme mit deren Stürmer Francisco Javier Bacabo Ebongo.“

„Es war klar, dass wir das eine oder andere Mal Lehrgeld zahlen würden“

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Aus so einer Niederlage „müssen wir lernen“, sagte Hinrichs, „wir sind eine sehr junge Truppe, da war es klar, dass wir das eine oder andere Mal Lehrgeld zahlen würden. Wir müssen aus den Fehlern, die wir machen, Schlüsse ziehen. Am Anfang einer Saison gehört das dazu, zumal wir mit sehr vielen jungen Spielern und Jungs aus der A-Jugend spielen. Trotz der Niederlage haben die Jungs ihre Aufgabe grundsätzlich gut gemacht. Wir haben uns immer wieder zurückgekämpft und nicht aufgegeben, sondern sind jedes Mal nach einem Rückstand wieder herangekommen. Es wird auch irgendwann Spiele geben, in denen es am Ende dann Unentschieden steht oder wir gewinnen.“

Genau „daran werden wir Woche für Woche arbeiten und positive Ergebnisse einfahren, mit denen sich die Jungs für ihre Arbeit belohnen“, ist sich Hinrichs sicher und erklärt: „Alle, die gespielt haben, haben sich den Arsch aufgerissen. Wir mussten zwar zwei Mal verletzt wechseln, aber wir haben von draußen auch gute Qualität reingebracht. Das hatten wir in der letzten Saison nicht. Da konnten wir nicht aus dem Vollen schöpfen und adäquaten Ersatz reinbringen. Jetzt sind wir auf allen Positionen echt gut besetzt. Da bedeutet ein Wechsel keinen Qualitätsverlust, sondern haben eine Steigerung oder der, der reinkommt, bringt Minimum das, was der Ausgewechselte gebracht hat.“ Letztlich habe Condor „glücklich gewonnen. Das war für die Zuschauer sicherlich eine gute Partie“, schloss Hinrichs sein Statement.  

Jan Knötzsch

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