Corona-Lockerungen

„Wir hätten uns diese Freigabe gerne parallel zu den benachbarten Bundesländern gewünscht“

25. August 2020, 15:44 Uhr

HFV-Pressesprecher Carsten Byernetzki hätte sich "die Freigabe eher gewünscht". Foto: HFV

„Endlich“, schallt es aus der Hamburger Amateurszene heraus. Als letztes Bundesland hat die Hansestadt nun nachgezogen – und neue Corona-Lockerungen vorgenommen, die auch den Amateurfußball betreffen (HIER). Ab dem 01. September ist es auch in der Hansestadt wieder möglich, mit bis zu 30 Personen zu trainieren und Wettkämpfe zu bestreiten. Doch was bedeutet das für den Spielbetrieb? Und wie beurteilt der Hamburger Fußball-Verband die neue Verordnung? Wir haben mit Carsten Byernetzki, Pressesprecher und stellvertretender Geschäftsführer des HFV, gesprochen…

„Wir hätten uns diese Freigabe als HFV gerne parallel zu den benachbarten Bundesländern eher gewünscht und möchten besonders darauf hinweisen, dass weiterhin Hygienekonzepte gelten und eingehalten werden müssen“, betont Byernetzki – und verweist auf den vom Verband veröffentlichten neuen „Leitfaden zum Restart für Amateurvereine“ (HIER mehr dazu). Da zu den „ab September 30 zugelassenen Personen“ eben nur die „auf dem Spielfeld“ befindlichen 22 Akteure sowie die drei Schiedsrichter zählen, und nicht „Ersatzspieler oder Trainer, die außerhalb mit 1,50 Meter Abstand stehen beziehungsweise sitzen“, so Byernetzki, wurde einer Rückkehr in die Normalität zumindest ein Stück weit die Tür geöffnet. In der Pressemitteilung der Behörde für Inneres und Sport heißt es dazu: „Zu den ab September 30 zugelassenen Personen bei Mannschaftssportarten zählen alle aktiven Sportlerinnen und Sportler, die unmittelbar auf dem Spielfeld am Trainings- oder Wettkampfbetrieb teilnehmen. Trainer, Funktionsteams sowie weitere einer Mannschaft zugehörige Personen, die nicht unmittelbar an der Sportausübung beteiligt sind, sind nicht inbegriffen, müssen jedoch die allgemeinen Hygienevorgaben beachten.“

Staffeleinteilungen: "Werden zeitnah die weitere Planung abstimmen"

Doch wie geht es nun weiter? Wann erfolgen die Staffeleinteilungen? Wie sieht es mit etwaigen Spielplänen aus? Und wann wäre ein Saisonstart mit einer entsprechenden Vorlaufzeit von 14 Tagen realistisch denk- und umsetzbar? Fragen über Fragen – auf die Byernetzki entgegnet: „Eine Arbeitsgruppe der spielleitenden Ausschüsse ist installiert und wird in Abstimmung mit dem HFV-Präsidium zeitnah die weitere Planung abstimmen.“

Zuschauer-Regelung: "Da hat sich nichts geändert"

Ab nächster Woche Dienstag werden die Lockerungen in der Hansestadt in Kraft treten. Die Mannschaften wird’s freuen – doch wie sieht es mit Zuschauern beim Trainings- oder Wettkampfbetrieb aus? „Da hat sich an der Verordnung nichts geändert“, erklärt Byernetzki – und führt aus: „Mit Sitzplätzen bis zu 1000 und ansonsten 200 Besucher mit Abstands- und Hygieneregeln.“ Allerdings, so Byernetzki abschließend, „bleibt die große Frage, ob dieser organisatorische Aufwand den Vereinen zuzumuten ist oder es nicht einfacher wäre, erstmal ohne Zuschauer zu spielen“.

Autor: Dennis Kormanjos

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