Landesliga Hansa

„Wir brauchen die Abwechslung, die Bewegung und den Zusammenhalt, den der Sport auszeichnet“

15. November 2020, 15:11 Uhr

Condor-Coach Ralph Kainzberger hofft auf eine möglichst baldige Rückkehr auf den Fußballplatz. Foto: Bode

Mit neun Punkten nach vier Spielen führt der SC Condor das Feld in der Landesliga Hansa an und hat nicht zuletzt durch einen „mannschaftlich klasse herausgespielten“, wie auch Trainer Ralph Kainzberger befand, 4:0-Sieg gegen Mit-Konkurrent Voran Ohe seine Ansprüche untermauert. „Wir waren gut drauf“, so Kainzberger, „und hätten gerne weiter gespielt“. Doch dann folgte der abermalige Cut. Der zweite Corona-bedingte Lockdown versetzte dem Höhenflug der „Raubvögel“ eine kleine Bruchlandung. Nicht nur der Condor-Coach findet es „schade“, dass man nun wieder im Ungewissen tappt, wann und wie es weitergeht…

„Für die gesamte Gesellschaft ist es schade und traurig, dass man keinen schönen Sonntag mehr auf dem Sportplatz erleben kann, wo man viele Leute kennt und sich nett unterhalten, natürlich aber auch mit Gegnern aus einer Liga messen kann“, bringt es Kainzberger auf den Punkt. Man versuche nun, „die Hausaufgaben zu machen“ und warte „auf das Go“. Während andere Landesverbände bereits Entscheidungen getroffen und ihren Vereinen gegenüber kommuniziert haben, will der Hamburger Fußball-Verband die Sitzung der Ministerpräsidenten am Montag abwarten, um in den Dialog mit den Clubs zu gehen.

"Die Politik hat so entschieden – und wir müssen uns danach richten"

Auch der SCC müsse sich der Politik beugen und sich danach richten, so Kainzberger. Foto: Bode

Dass man nun erneut zum Nichtstun verdammt wurde, müsse man akzeptieren, so Kainzberger, der dennoch meint: „Ich glaube, dass es in der gesamten Gesellschaft viele Bereiche gibt, wo jede Menge Geld, Zeit und Anstrengungen in die Hygienemaßnahmen gesteckt worden sind – und es im Großen und Ganzen gut eingehalten wurde. Das gilt auch für den Sport und den Amateurfußball. Wir haben genauso unsere Hausaufgaben gemacht und hatten bei uns in der Mannschaft noch keinen positiven Corona-Fall zu verzeichnen. Die Politik hat aber so entschieden – und wir müssen uns danach richten.“

"Ich hoffe und wünsche es mir, glaube es aber nicht"

Er hoffe und wünsche sich zwar, dass der Ball möglichst bald wieder rollen darf, „glaube aber nicht“, dass es auch so kommen wird. Dabei befindet Kainzberger: „Wir brauchen ein Stück weit die Abwechslung, die Bewegung und auch diesen Zusammenhalt, den der Sport auszeichnet.“ Vielleicht könne es ja „im Januar mit einem gestrafften Programm“ endlich wieder losgehen, möchte der Übungsleiter der Farmsener so schnell wie möglich auf den Trainingsplatz und zur Normalität zurückkehren.

Autor: Dennis Kormanjos

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