LOTTO-Pokal

Wenig Schlaf, viel Schlafke: Falke fliegt ins Achtelfinale!

12. September 2021, 00:56 Uhr

Elija Sinemus (li.) brachte den HFC Falke in Front. Archivfoto: Klaas Dierks

Bevor es für den HFC Falke in der neu geschaffenen "FENIX Trophy" am 22. September mit einem Heimspiel - die Partie gegen die Prague Raptors findet auf der Wolfgang-Meyer-Sportanlage an der Hagenbeckstraße statt - das erste Mal "international" zur Sache geht, stand für die Elf von Trainerduo Hellmann/Semtner das Drittrundenduell im LOTTO-Pokal beim Glashütter SV auf dem Programm. Mit einem "soliden Auftritt", wie Dirk Hellmann im Nachgang zu Protokoll gab, habe man den Stiefel "runtergespielt" und im Duell zweier noch ungeschlagener Teams letztendlich souverän die Oberhand behalten.

HFC-Coach Dirk Hellmann konnte sich über einen "soliden" und letztlich auch souveränen Auftritt seiner Falken freuen. Archivfoto: Klaas Dierks

Dabei sah sich der HFC in der Anfangsphase einem hoch pressenden Gegner gegenüber. Aber: "Wir haben uns immer wieder vernünftig befreit", so Hellmann, der in der ersten Viertelstunde ein "wildes Spiel" wahrnahm. Eine Partie, in der Moritz Maack die Hausherren in Führung hätte bringen können, wenn nicht gar müssen. Doch Philipp Hinze verhinderte den Einschlag kurz vor der Linie mit einer überragenden Rettungstat. Im direkten Gegenzug rutschte Hendrik Ebbecke an einer Hereingabe von Elija Sinemus vorbei. Munterer Auftakt - und es ging so weiter. 


Falke-Fänger Jonas Köhler hatte Glück, als er gleich zweimal ins Dribbling ging und den Ball gegen nachsetzende Glashütter um ein Haar vertändelte. Dann aber verschätzte sich ein Glashütter Innenverteidiger bei einem langen Ball der Gäste. Niclas Schlafke erahnte die Situation, lief von Höhe der Mittellinie blank auf das GSV-Tor zu und legte noch einmal uneigennützig quer für Sinemus - 0:1 (21.).

Schlafke leitet wieder ein, Hellmann jubelt über "richtig geiles Tor"

Der bärenstarke Schlafke war es auch, der den zweiten HFC-Treffer mit einer herausragenden Einzelaktion einleitete. Gleich drei Mann ließ er stehen und hatte ein wenig Glück, dass er nach seinem imposanten Solo am Ball blieb und diesen sogar noch zu Benjamin Baarz spitzelte. Aus 25 Metern schlug dessen trockener Abschluss im rechten unteren Toreck ein - 0:2 (29.). Auf den herrlichen Distanzschuss folgte der Spielzug der Partie - und diesmal war Schlafke der Vollstrecker: Glashütte bekam keinen Zugriff mehr - und musste mitansehen, wie Falke-Verteidiger Marcel Peters den entgegenkommenden Timo Riemer bediente. Dieser drehte auf und leitete auf Ebbecke weiter, der wiederum postwendend für Außenverteidiger Kaan Bilgin durchsteckte. Dessen Querpass veredelte Schlafke am ersten Pfosten (44.). "Ein richtig geiles Tor", schwärmte Hellmann über die spielerischen Ergüsse seiner Elf in jener Szene.

"Sieg geht absolut in Ordnung - wir waren die bessere Mannschaft"

Jubeln konnten die "Hellmänner" über den Achtelfinaleinzug im LOTTO-Pokal. Archivfoto: Klaas Dierks

Nachdem Ebbecke kurz nach Wiederanpfiff das vierte HFC-Tor verpasste, machte es der "Man of the Match" gut 18 Minuten vor Ultimo deutlich besser. Dieses Mal steckte Baarz die Kugel genau im richtigen Moment durch und der Stürmer machte seinen Doppelpack eiskalt perfekt (72.). Zwei Tore, zwei Vorlagen: Der 29-Jährige trumpfte an der Poppenbütteler Straße ganz groß auf! Als die Gäste bereits einige Gänge vom Gaspedal nahmen, kamen die Roggensack-Rackerer zumindest noch zum Ehrentreffer. Moritz Maack, der die Führung auf dem Fuß hatte, vollendete einen Steckpass zwischen Hinze und Nikolas Schemmerling hindurch zum 1:4-Endstand (82.). Das erste Gegentor im sechsten Pflichtspiel in dieser Saison! 


Hellmanns Fazit: "Der Sieg geht absolut in Ordnung, wir waren die bessere Mannschaft." Sein Team dürfe sich über den "verdienten Einzug in die nächste Runde" freuen und habe "wenig anbrennen lassen". Ein, wie schon eingangs erwähnt, "sehr solider Auftritt" der Falken im Bezirksliga-Aufeinandertreffen.

Autor: Dennis Kormanjos

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