Bezirksliga Süd

Walek: „Ich wollte gucken, ob ich noch auf dem Niveau mithalten kann“

07. Januar 2021, 17:18 Uhr

Markus Walek (li.) tauscht das Trainer- gegen das Spielerdasein aus und heuert beim Hamburger SC an. Foto: Verein/facebook

Im Februar 2019 folgte er Jean-Pierre Richter, unter dem er beim FC Süderelbe selbst kickte und dann seine ersten Gehversuche im Trainergeschäft als dessen „Co“ machte, zur TuS Dassendorf. Beim Hamburger Serienmeister assistierte er „JPR“ für ein halbes Jahr – und gewann mit den „Wendelweglern“ im Finale gegen Regionalligist Eintracht Norderstedt (2:1) den Pokal. All das, nachdem er kurz zuvor dem Kiesbarg – nach insgesamt sechseinhalb Jahren, davon die letzten beiden als erfolgreicher Chefcoach – den Rücken gekehrt hatte.

Walek verstärkt Harburger SC - als Spieler

Seit dem Pokal-Triumph am 25. Mai 2019 ist es jedoch relativ still geworden um Markus Walek – und das, obwohl er stets ein gefragter Mann war, wenn irgendwo ein Trainerposten frei wurde. „Ich hatte einige Anfragen als Trainer und Manager“, verrät uns Walek nun. Auf die Bank kehrte er aber nicht zurück – stattdessen feiert er nun sein Comeback als Spieler! Am ersten Weihnachtsfeiertag vermeldete der Harburger SC, dass Walek den Kader des Süd-Bezirksligisten verstärken würde. „Während seiner Pause als Trainer hat Markus nochmal Bock bekommen, im Herrenbereich mitzuwirken“, ließ der HSC verlautbaren. „Markus bringt nochmal zusätzlich Stabilität und Erfahrung für die kommenden Ziele mit.“ Zudem würde er am Rabenstein auf seinen ehemaligen Jugendtrainer Alexander Reckewell und viele ehemalige Mitspieler aus gemeinsamen Altenwerder-Zeiten treffen, hieß es. Dabei handelt es sich um Aron Kolako, McCash Davis, Jerome Embalo, David Janaszek, Javad Akbari, Ömer Taskin, dem derzeit verletzten Mümin Mus und Co-Trainer Daniel Michaelis.

Zuletzt war Walek (re.) bis Sommer 2019 für ein halbes Jahr als Co-Trainer unter Jean-Pierre Richter bei der TuS Dassendorf. Foto: KBS-Picture.de

Auch wenn er die Möglichkeit hatte, als Übungsleiter zurückzukehren, habe er „das Verlangen gespürt, nochmal selbst gegen den Ball zu treten“, erzählt uns der 34-Jährige. „Ich wollte gucken, ob ich noch auf dem Niveau mithalten kann – und noch einmal mit meinem Cousin zusammenspielen“, so Walek, dessen vorrangiges Ziel angesichts der Corona-Pandemie zunächst einmal sei, „wieder gemeinsam auf dem Platz zu stehen, nach Punkten zu fighten und die Saison ohne weitere Unterbrechungen zu Ende zu bringen“, hofft er auf einen baldigen Re-Start.

"Einstelliger Tabellenplatz sollte es schon sein"

Ganz unambitioniert geht man die Sache am Rabenstein dennoch nicht an. Der ohnehin schon namentlich für Bezirksliga-Verhältnisse stark besetzte Kader wurde im Winter auch mit Keeper Koray Candan, der vom niedersächsischen Landesligisten ASC Cranz-Estebrügge kommt, „aufgepimpt“. Und es kommt sicher auch nicht von ungefähr, dass der HSC nach vier Spielen bis zur Unterbrechung und zehn errungenen Punkten (drei Siege/ein Remis) das Tableau anführt. Nichtsdestotrotz stapelt Walek - mit einem leichten Augenzwinkern - erst einmal tief: „Ein einstelliger Tabellenplatz sollte es schon sein.“

Autor: Dennis Kormanjos

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