Bezirksliga West

Vom Spieler zum Trainer: Ngole neuer Elmshorn-Coach

19. Mai 2020, 08:04 Uhr

Junior Ngole ist neuer Cheftrainer des kriselnden FC Elmshorn. Foto: Verein

Mit einer klaren Selbsterkenntnis beendete Hauke Schmidt sein Engagement als Cheftrainer beim FC Elmshorn: „Wenn ich das, was ich von meinen Spielern einfordere, selbst nicht leisten kann, werde ich irgendwann unglaubwürdig!“, gestand Schmidt – und räumte aus beruflichen Gründen seinen Posten bei den Krückaustädtern, wie der West-Bezirksligist in einer Pressemitteilung bekannt gab. Was mit seinem gleichberechtigten Trainer-Partner Süleyman Karakaya passieren und wer die Nachfolge antreten würde, darüber machten die Verantwortlichen des FCE allerdings keine Angaben – bis jetzt.

Unter dem Motto „Neuer Kapitän, selber Kurs“ können die Elmshorner Offiziellen „die erste Personalie für die neue Spielzeit vorstellen“. Denn: Nachdem auch Karakaya sein Amt niederlegte, entstand ein gewisser Handlungsbedarf auf dem Posten des Übungsleiters bei Teammanager Daniel Witt. Doch: „Ab der kommenden Saison wird Isaac Junior Ngole Ndame das Kommando auf der Brücke der Ersten Herren des FC Elmshorn übernehmen.“ Witt dazu: „Ich kenne Junior als Mensch sehr gut, habe seinen sportlichen Werdegang verfolgt und bin mir sicher, dass er dem Team mit seiner Erfahrung weiterhelfen wird. Er hatte mir gegenüber schon einmal angezeigt, dass er ins Trainergeschäft einsteigen wolle und der FC Elmshorn möchte nun gemeinsam mit ihm seine Ziele als Trainer abarbeiten“, wird Witt auf der „facebook“-Seite des Vereins zitiert.

"Liebe zu diesem Sport ist zu groß, um damit komplett abzuschließen"

Der 34 Jahre alte Personal- und Fitnesstrainer, der als Spieler bereits Erfahrungen in der Regionalliga sammeln konnte, stand den Elmshornern unmittelbar darauf Rede und Antwort – und entgegnete auf die Frage, was ihn ins Trainergeschäft verschlagen würde: „Es war für mich schon früh klar, dass ich nach meiner Karriere weiter als Trainer arbeiten möchte. Die Liebe zu diesem Sport ist einfach zu groß, um komplett damit abschließen zu wollen.“ Und welche Philosophie verfolgt der viele Jahre im Hamburger Oberhaus aktive Ngole? „Ich stehe auf intensiven Fußball mit Tempo und viel Ballbesitz. In dieser Liga braucht man Geschwindigkeit in den Aktionen, um die Mannschaften müde zu spielen – und das werde ich versuchen, zu vermitteln.“ Genauso wie den eingeschlagenen Kurs mit jungen Spielern. „Das wird von mir definitiv mitgetragen. Wir setzen hier gezielt auf viele junge Spieler, die hungrig sind, sich weiter zu entwickeln und etwas bewegen möchten.“

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