Bezirksliga Nord

Umstrittene Szene rettet Falke-Punkt: "Das ist natürlich nicht unser Anspruch!"

08. März 2020, 09:19 Uhr

Am Ende sogar glücklich - und dennoch konnte Falke-Coach Dirk Hellmann mit dem 0:0 gegen Abstiegskandidat Duvenstedt nicht zufrieden sein. Foto: Bode

"Natürlich ist das nicht unser Anspruch", machte Dirk Hellmann gar keinen Hehl daraus, dass die Nullnummer gegen den abstiegsgefährdeten Duvenstedter SV viel zu wenig für seinen HFC Falke war. Und am Ende mussten die "Hellmänner" sogar noch glücklich darüber sein, überhaupt einen Punkt am Steinwiesenweg behalten zu haben. Denn in der Schlussminute bot sich den personell arg dezimierten Gästen, die mit zwei Leuten aus der "Zweiten" und dem 44-jährigen Volker Steen, der einen überragenden Tag erwischte, zwischen den Pfosten antraten. Dennoch bot sich dem Rochow-Ensemble die riesige Doppelchance auf den Sieg: Erst war es Taito Kanazawa, der in allerhöchster Not auf der Linie rettete. Die Szene blieb jedoch heiß - und so musste HFC-Fänger Benjamin Ernst beim darauffolgenden Freistoß einen Kopfball mit all seinen Fähigkeiten an die Latte lenken. Schluss!

Apropos Taito Kanazawa: Der Joker der Falken war auch eine Viertelstunde vor Ultimo an einer Situation, die bei den Gästen für wütende Proteste sorgte, zumindest mit beteiligt. Nachdem Kanazawa nämlich zu Fall kam, ging die Fahne des Assistenten nach oben, der Unparteiische ließ die Partie jedoch weiterlaufen, woraufhin der DSV den Angriff fortsetzte und das Runde nach einer Flanke per Direktabnahme im Eckigen unterbrachte. Riesengroßer Jubel bei den Duvenstedtern! Auch Schiedsrichter Sven Reinhart zeigte gen Mittelkreis – doch plötzlich hielt er nochmal Rücksprache mit seinem Assistenten, der zuvor ein Foulspiel an Kanazawa sah. Referee Reinhart wollte dann aber schon in jener Situation zuvor ein regelwidriges Vergehen an einen Duvenstedter Spieler gesehen haben – noch vor dem Foul an den „Falken“. So nahm er das Tor zurück und entschied auf Freistoß für den DSV. „Da war Duvenstedt aufgebracht, völlig zurecht!“, gestand selbst Hellmann ein.

"Viel zu einfallslos agiert"

Falk Dethlefs (li.) hätte den HFC im ersten Durchgang noch in Führung bringen können. Foto: Bode

Dadurch blieb es schlussendlich bei der Nullnummer, die für seinen HFC „natürlich generell zu wenig“ sei, so Hellmann. „Wir sind leider nicht so richtig an unsere Leistungsgrenze herangekommen. Vor allem die zweite Halbzeit war insgesamt viel zu wenig von uns.“ Man habe sich „viel zu wenig Chancen erspielt, viel zu wenig Druck auf den Gegner ausgeübt, häufig einfallslos agiert“ und sich „viel zu wenig durchgesetzt“, befand „Helle“, der in den ersten 45 Minuten noch zufrieden mit der Darbietung seiner Elf sein konnte – auch wenn das Runde nicht ins Eckige wollte. Genügend Chancen waren da – vor allem durch Marco Rohde oder auch Falk Dethlefs. Doch „Oldie“ Steen im Duvenstedter Gehäuse stand einem Torerfolg des HFC häufig im Weg und hielt einige Male überragend. „Wir waren ständig auf der Suche nach dem Dosenöffner, haben das teilweise auch sehr gut gespielt und immer wieder versucht, Druck aufzubauen. Hier und da war's mal ein bisschen zu behäbig“, doch generell war Hellmann mit dem Auftritt im ersten Durchgang nicht unzufrieden.

Das änderte sich jedoch nach Pause. „Bei uns war nur noch Leerlauf drin und wir hatten viele Ballverluste. Am Ende des Tages haben wir wieder zu wenig Lösungen gefunden, zu wenig Durchsetzungskraft gezeigt“, bilanzierte der frisch gebackene Papa Hellmann.

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