Bezirksliga Nord

UH-Adler: Neue Co-Trainer für Ebert – Weber bleibt, Tomaschitz kommt

14. Juli 2020, 10:26 Uhr

UH-Chefcoach Simon Ebert bekommt zwei neue Co-Trainer an die Seite gestellt. Foto: Bode

Da Viktor Blioch, der bis dato den Posten des Co-Trainers beim SV Uhlenhorst-Adler bekleidet hat, eine Fußballpause einlegen wird und dem Nord-Bezirksligisten den Rücken gekehrt hat, war man an der Beethovenstraße auf der Suche nach einem neuen Assistenten für Chefcoach Simon Ebert – und ist gleich doppelt fündig geworden. „Wir haben die Lok geformt. Jetzt müssen wir den Zug zum Fahren bringen“, bringt es Ebert bildlich gesprochen auf den Punkt – und sagt: „Wir gehen mit einem positiven Blick in die Vorbereitung.“

Lukas Skwiercz kommt vom SC Victoria III an die Beethovenstraße. Foto: Verein

Der erste Neue an der Seite des „Uhlen“-Dompteurs ist Lukas Skwiercz, der seine aktive Spielerkarriere über viele Jahre beim SV Wilhelmsburg verbracht hat und vor seinem Einstieg bei UH-Adler als Cheftrainer beim SC Victoria III tätig war. Mit der „Dritten“ des Hoheluft-Ensembles belegte Skwiercz den neunten Tabellenplatz in der Kreisliga 2. Zu seiner Motivation, an der Beethovenstraße als Co-Trainer einzusteigen, sagt Skwiercz: „Ich habe mich für den Schritt zu UH entschieden, weil ich der Überzeugung bin, dass wir das vorhandene Potenzial der Ligamannschaft weiter ausschöpfen können. UH muss zu den Topmannschaften der Bezirksliga gehören“, verfolgt er ehrgeizige Ziele. „Die Gespräche mit Simon als Cheftrainer waren sehr positiv und haben gezeigt, dass wir die gleichen Ziele verfolgen. Die Verantwortlichen um Simon und Luis (Trainer der ‚Zweiten‘, Luis Cesar Sboron; Anm. d. Red.) haben einen klaren Plan und möchten die Mannschaft und den Verein weiterentwickeln. Dabei möchte ich in den nächsten Jahren einen wichtigen Beitrag leisten.“

"Truppe ist besser als die Ergebnisse der letzten Jahre"

Michael Beiser komplettiert das neue Trio bei UH-Adler. Foto: Verein

An die Seite von „Chef“ Ebert und „Co“ Skwiercz rückt künftig auch Michael Beiser, der während seine Spieler-Laufbahn für den Offenburger FV (Baden-Württemberg) und die SV Blankenese seine „Buffer“ schnürte, ehe er im Jahr 2014 mit dem Fußballspielen aufhörte und in seiner Heimat erste Erfahrungen als Spielertrainer sammelte. Nach sechsjähriger Pause „kribbelt“ es nun wieder. „Mich reizt die Qualität der Mannschaft. Die Truppe ist besser, als die Ergebnisse der letzten Jahre“, ist sich Beiser sicher. „Ich denke, dass wir im Trainerteam gemeinsam etwas entwickeln können, um in den nächsten drei Jahren in der Bezirksliga oben anzugreifen“, sieht auch Beiser großes Potenzial an der Beethovenstraße.

"Beide sind für mich Gold wert"

Chefcoach Ebert freut sich derweil, dass der Abgang von Viktor Blioch gleich in doppelter Hinsicht kompensiert wurde und er künftig zweifache Unterstützung an seiner Seite hat: „Für mich sind Lukas und Michael Gold wert“, betont er. „In den ersten Gesprächen hat es auf unterschiedliche Art und Weise sofort gepasst. Beide haben eine klare Vorstellung – und wollen das Team und die Einzelspieler besser machen.“ Beide seien „sehr ehrgeizig“ und würden auch „selbstständig hervorragend arbeiten“, so Ebert. „Das ist das, was einen guten Co-Trainer ausmacht. Wir haben eine klare Line, aber dennoch kann sich jeder frei entfalten.“

Leistungsträger bleiben, Neuzugang im Anmarsch

Auch der bereits Landesliga-erfahrene Tim Weber bleibt den "Uhlen" erhalten. Foto: Bode

Was den Kader für die kommende Saison angeht, können die Uhlenhorster auch nahezu aus dem Vollen schöpfen. Sämtliche Leistungsträger – darunter der beste Torschütze Tim Finkeldey, Angreifer Dave Sternberg sowie der zuletzt für TuRa Harksheide aktive Tim Weber – bleiben dem Verein erhalten. Lediglich Simeon Steneberg wird den Club verlassen und vermutlich beim ETSV Hamburg anheuern. Neu zum Team stoßen wird derweil Roland Tomaschitz, der zuletzt in Berlin für die SG Rotation Prenzlauer Berg gegen das runde Leder trat. Hinzu kommt, so Ebert, dass man „im engen Austausch“ mit Luis Cesar Sboron, dem Übungsleiter der Zweitvertretung sei. „Dort befinden sich einige Spieler auf den Sprung zur Ersten. Drüber freuen wir uns, dass diese Arbeit endlich Früchte trägt. Luis arbeitet sehr akribisch darauf hin“, leitet man beim SV Uhlenhorst-Adler „quasi einen Neuanfang“ ein.

Autor: Dennis Kormanjos

Kommentieren