Bezirksliga West

Überraschung: Ehlers hört am Saisonende bei „Raspo“ auf

13. Januar 2020, 15:33 Uhr

Im Sommer ist Schluss: Peter Ehlers hört als Trainer von Rasensport Uetersen auf. Foto: KBS-Picture.de

Die Entscheidung fiel zum Ende der vergangenen Woche – und nun ist sie auch offiziell: Peter Ehlers wird in der kommenden Saison nicht mehr Trainer von Rasensport Uetersen sein. Dies gab der Verein auf seiner Facebook-Seite bekannt, nachdem der scheidende Coach seiner Mannschaft am zurückliegenden Donnerstag mittgeteilt hatte, dass für ihn im Sommer Schluss ist. Die Kabine sei „rappelvoll“ und „auch ganz still gewesen“, so die Uetersener, als der Übungsleiter „am Donnerstagabend um 19.45 Uhr“ mitteilte, dass er in der nächsten Spielzeit nicht mehr auf der Bank sitzen werde. Aktuell steht die Ehlers-Equipe in der Bezirksliga West elf Spieltage vor Ultimo an der Tabellenspitze.

„Auf einer Wehmuts-Skala von eins bis zehn“, so Ehlers, „würde ich sagen, sie liegt bei 100. Das war keine Entscheidung bei der man sagt: Ich bin froh, dass es vorbei ist – überhaupt nicht. Diese Mannschaft ist mir mehr als nur ans Herz gewachsen. Aber es war mein Plan und der Plan des Vereins. Es waren vier tolle, aufregende, erfolgreiche, schöne, aber auch anstrengende Jahre. Das hat ganz schön geschlaucht. Außerdem ist jede Trainerposition endlich.“ Er sei, so der scheidende Coach weiter, „der Meinung, dass für die Weiterentwicklung dieser Mannschaft ein neuer Kick erforderlich ist. Damit meine ich nicht, dass ich es mir nicht zutraue, die Mannschaft weiter zu führen, sondern ich wünsche den Jungs neue andere Ansichten, neue andere Ideen für ihre weitere Entwicklung.“

„Unser Ziel muss es sein, schnell einen neuen Trainer zu präsentieren – aber ohne Eile“

Ehlers ist seit vier Jahren bei "Raspo" der Mann an der Seitenlinie. Foto: KBS-Picture.de

Entsprechend, so verdeutlicht Ehlers „ist es nun an der Zeit diese tolle Mannschaft zu übergeben und zu sehen, wie sie weiter geht. Um das aber auch ganz klar zu sagen: Ich bin gewähltes Vorstandsmitglied und damit stehe ich beim Verein bis 2021 gern im Wort. Ich werde hier nicht von der Bildfläche verschwinden.“ Jetzt, nachdem klar ist, dass er in der kommenden Saison kein Coach in Uetersen mehr sein wird, „gilt meine volle Konzentration den letzten elf Spielen in dieser Saison.“ Wie Christian Kilb, bei „Raspo“ als Vorstand Sport tätig, berichtet, habe er „Anfang November ein Gespräch mit Peter gehabt, in dem es um die Zukunft, um die nächsten Jahre bei Rasensport ging. Er gab mir und dem Verein den uneigennützigen Denkanstoß über einen Cheftrainer nachzudenken.“

Dennoch sei diese Entscheidung „alles andere als eine einfache. Ich war selbst lange genug Spieler und kann gut einschätzen, was in den Köpfen der Jungs gerade los ist. Aber sie können sich ganz sicher sein, dass wir die optimalste Trainerlösung präsentieren wollen. Peter hat die Mannschaft die letzten vier Jahre zusammen mit seinem Co-Trainer Frank Weche weit über dem Niveau der Spielklasse geführt und trainiert“, befindet Kilb und ergänzt: „Unser großes Ziel ist es, die Mannschaft zusammen zu halten und sie gemeinsam weiterentwickeln. Das ist jetzt auf gar keinen Fall ein Ende. Unser Ziel muss es sein, schnell einen neuen Trainer zu präsentieren. Schnell ja – aber ohne Eile. Wir sind in sehr guten Gesprächen, brauchen und nehmen uns aber die Zeit, den richtigen Menschen für unsere gewünschte Führungsposition zu finden.“

Jan Knötzsch

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