Bezirksliga 06

Turbulenter Auftakt: Drei Tore, zwei Rote und ein „Cut“ für Falke

16. August 2021, 09:27 Uhr

Jubelnde Falken: Hendrik Ebbecke (re.) und Elija Sinemus erzielten die ersten beiden HFC-Treffer. Archivfoto: noveski.com

Der Auftakt ist geglückt, der erste Saisonerfolg war jedoch hart erkämpft: „In ein paar Tagen fragt keiner mehr danach, wie das Spiel war“, freute sich Dirk Hellmann über den ersten „Dreier“, wusste aber auch: „HEBC hatte einige Situationen. Wir haben zu viele Torchancen zugelassen, waren nicht ballsicher genug, um einen ruhigen Nachmittag zu verleben und das ruhig runterzuspielen.“ Man habe die Partie „zu selten im Griff“ gehabt, befand der Coach des HFC Falke. „Daran müssen wir arbeiten, cleverer zu werden.“

Nichtdestotrotz richtete Hellmann „ein Lob an die Truppe, die gefightet und sich in jeden Schuss geworfen hat“. Vor allem die Defensive war an jenem Nachmittag am Reinmüller der Schlüssel zum Erfolg. Keeper Marco Wendt hielt mit einigen starken Paraden die Null fest. In der Innenverteidigung machten Philipp Hinze und „Aushilfe“ Andreas Bartel einen guten Job. Letztgenannter musste bereits nach elf Zeigerumdrehungen im Defensivzentrum aushelfen, weil sich Marcel Peters einen klaffenden Cut an der Augenbraue zuzog und ins Krankenhaus musste. Von dieser Stelle die besten Genesungswünsche!

Ebbecke nimmt Maß - und trifft

Elija Sinemus (re.) sorgte nach seiner Einwechslung für Betrieb und erzielte das torentscheidende 2:0. Archivfoto: noveski.com

Die Falken reagierten auf den Verletzungsschock mit dem Führungstreffer, als Hendrik Ebbecke nach einem Zuspiel von Benjamin Baarz, der für Peters in die Partie kam, etwas Raum hatte, aus 22 Metern halbrechter Position einfach mal Maß nahm – und sah, wie das Leder im linken unteren Toreck einschlug (22.). Kurz darauf hätte Hinze nach einem Baarz-Freistoß per Kopf um ein Haar erhöht, doch HEBC II-Fänger Robin Geist, Leihgabe der Liga, lenkte die Kugel noch an den Pfosten. Die Gäste hatten in der ersten halben Stunde mehr Ballbesitz, doch das Geschehen kippte. Vor allem mit jener Aktion, als ein Baarz-Fehlpass Deniz Alan in Aktion brachte und dieser frei auf Wendt zueilte. Der Falke-Fänger behielt im Eins-gegen-Eins aber die Oberhand (32.).

Doppelschlag entscheidet Spiel

„Ab der 30. Minute bis zur Halbzeit, wie auch nach der Pause wirkten wir nicht richtig frisch, haben Bälle nicht festgemacht und Vieles im fußballerischen Bereich vermissen lassen“, konstatierte Hellmann. „Aber wir haben gefightet.“ Und dieser Fight wurde belohnt, weil den Hausherren kurz nach Wiederanpfiff ein vermeintlicher Elfmeter verwehrt wurde. „Ich war zu weit weg, kann dazu wirklich nichts sagen“, so Hellmann, der im zweiten Durchgang auch Elija Sinemus ins Rennen schickte. Als dieser von Marvin Harwardt in Szene gesetzt wurde, stiefelte Sinemus über links auf und davon – und blieb auch im Abschluss cool (72.). Wenig später war es Timo Riemer, der nach einem Katastrophen-Fehlpass der Eimsbütteler dazwischen spritzte, Geist umkurvte und auf 3:0 stellte (76.).

Zwei Falken fliegen vom Platz

Die Partie war entscheiden – und dennoch wurde es noch einmal richtig hitzig. In den Schlussminuten musste Wendt seine Klasse noch zweimal unter Beweis stellen, einmal rettete Hinze vor der Linie. Der HEBC-Zweiten war an jenem Tag kein Torerfolg vergönnt. Als das Spiel auf die Zielgerade abbog, mussten die Gäste noch zwei Rückschläge einstecken_ Zunächst sah Maximilian Böhm die Ampelkarte (89., Hellmann: „Kann man geben“), dann handelte sich Athanasios Giannakis nach einem vermeintlichen Kopfstoß sogar glatt Rot ein (90. +4, Hellmann: „Wir haben es genau andersherum gesehen“). Wie dem auch sei: Die drei Punkte nahm der HFC Falke mit nach Hause.

Autor: Dennis Kormanjos

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