13.03.2018

Trotz Alu-Allergie und doppeltem Elfer-Pech: HEBC mühelos gegen Eidelstedt

Hammonia-Primus mit Einbahnstraßen-Fußball gegen den SVE

Großer Jubel und pure Erleichterung bei „Doppelpacker“ Janosch Rinckens (re.). Foto: Klaas Dierks

Im Hinspiel überraschte der SV Eidelstedt den HEBC noch, siegte mit 4:3 und brachte dem derzeitigen Spitzenreiter der Landesliga Hammonia damals die erste Saisonniederlage bei. Für die Mannen vom Reinmüller war dies der Beginn eines „Mini-Durchhängers“ mit drei Pleiten nacheinander. Die Equipe von Marco Fagin war vor dem Rückspiel also gewarnt. Und um es vorweg zu nehmen: Dieses Mal war der HEBC dem Gegner in allen Belangen überlegen und erlaubte dem SVE keine einzige wirklich gefährliche Torraumszene.

Eidelstedts bester Mann bei der 0:4-Niederlage: Torwart Max Werner, der zwei Elfmeter hielt. Beide vom Schützen aus gesehen links unten. Beim zweiten Strafstoß war Werners Glanztat letzten Endes jedoch für die Katz, da Maximilian Priebe nachsetzte und zum Endstand traf. Der Fänger der überforderten Gäste hatte sich zuvor jedoch am Knie verletzt, hielt aber durch.

Eidelstedt-Keeper Max Werner verhinderte eine noch höhere Klatsche. Foto: Klaas Dierks

Wie passiv die Elf von Jogi Meyer zu Werke ging, zeigte sich bereits in Minute 17, als Fabian Lemke seinen Gegenspieler circa 22 Meter vor dem Tor durch Hackentrick und Körperdrehung aussteigen ließ und aus 20 Metern rechts oben in den Winkel traf – eine feine Einzelaktion des Youngsters! Auch in der Folge ging es weiter nur in eine Richtung. Janosch Rinckens setzte sich im Eins-gegen-Eins durch, beförderte den Ball allein vor Werner stehend aus neun Metern aber an die Latte (21.). Der HEBC weiter mit mehr oder minder guten Chancen – und folgerichtig auch mit dem 2:0. Ein Geschenk der Eidelstedter! Denn: Ein Verteidiger spielte in höchster Not zurück zum eigenen Torwart, der flach in die Mitte klärte. Die „Veilchen“ fingen den Ball ab und Priebe vollendete diesmal (32.)!

Nur ein Akteur war weiterhin von Pech verfolgt: Sturmhüne Rinckens, der nach langer Leidenszeit und einigen Rückschlägen endlich zurück ist. Dass ihm aber noch die regelmäßige Spielpraxis fehlt, war zu erkennen. Erst scheiterte er an Werner (37.), dann wurde er in aussichtsreicher Position noch abgedrängt (40.). Und als der Schlussmann des SVE einen Eckball unterlief, köpften die Hausherren das Runde knapp rechts neben das Eckige (43.). Einbahnstraßen-Fußball am Reinmüller. Daran änderte sich auch nach der Pause nichts. Reihenweise Möglichkeiten für den HEBC – während Eidelstedt hin und wieder zu Halbchancen kam.

Auf dem Weg zum Tor nur schwer zu stoppen: HEBC-Torjäger Janosch Rinckens (re.). Foto: Klaas Dierks

Keine sieben Zeigerumdrehungen waren nach Wiederanpfiff vergangen, als Rinckens den ganzen Ballast abschüttelte und seine Klasse unter Beweis stellte. Nachdem er steil geschickt wurde schien es zunächst so, als würde sein Gegenspieler noch klären können – doch Rinckens behauptete sich mit einer Energieleistung, umspielte den Verteidiger und zimmerte den Ball vorbei am Werner zum 3:0 ins Glück! Purer Jubel und große Erleichterung beim „Blondschopf“, der zuvor beste Chancen liegen ließ. Derweil konnte einem der Schlussmann der Gäste schon fast leidtun, denn immer wieder wurde er von seinen Vorderleuten allein gelassen. Er hielt, was zu halten war und verhinderte einen noch höheren Rückstand (55.). Wenngleich sein Foul wenige Augenblicke darauf zum ersten Elfer für die Hausherren führte. Doch Werner behielt gegen Priebe die Oberhand (58.).

Auch das sollte seine Teamkameraden nicht wachrütteln. Nach einer Flanke in den Strafraum hatte Lemke das vierte Tor auf dem Fuß, doch das Quergebälk stand dem nächsten Treffer im Weg (75.). Wie auch Max Werner. Der Torsteher entschärfte kurz vor Ultimo den zweiten Strafstoß, von Stefan Hermes ins selbe Toreck getreten, allerdings konnte Werner nur abklatschen lassen. Priebe setzte nach und schoss aus linker Position an allen vorbei zum 4:0-Endstand ein (89.)!

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