11.12.2014

Traurige Gewissheit: Der FC Elmshorn zieht seine Mannschaft zurück!

Gossow: „Es ist traurig, wie es soweit kommen konnte“

Muss einmal kräftig durchpusten: Florian Gossow vermeldet das Aus des FC Elmshorn! Foto: KBS-Picture.de

Was für ein Hammer! Der FC Elmshorn wird seine Mannschaft mit sofortiger Wirkung vom Spielbetrieb abmelden! „Ja, es stimmt“, bestätigt uns Florian Gossow nun das Aus des Meisters von vor anderthalb Jahren. Am gestrigen Abend lud mit Präsident Michael Homburg zu einem Treffen, in dem er Gossow sowie Betreuer Uwe Wölm und Reserve-Coach Dennis Gersdorf die ausweglose Situation des hoch verschuldeten Clubs erklärte. Am heutigen Abend wurde die Mannschaft von diesem Schritt unterrichtet.

Gossow betont dabei: „Herr Homburg ist derjenige, der die Scherben, die andere Personen hinterlassen haben, aufsammeln muss.“ Die Spieler stehen allesamt vor dem Absprung, auch wenn zunächst angedacht war, die Zweite im Abstiegskampf der Hammonia-Staffel zu unterstützen. „Davon ist man zunächst ausgegangen. Aber nachdem ich soeben mit den Jungs gesprochen habe, hört sich das nicht danach an, dass sie bleiben werden.“ Patrick Ziller ist sich mit dem SV Rugenbergen einig. Patrick Scheidt verschlägt es wohl zum VfR Horst. Auch Jürgen Tunjic, Manuel Kaladic, Keeper Patrick Tabor und vor allem Neuzugang Jeton Arifi werden ebenfalls das Weite suchen. „Jeton hat einige Anfragen gehabt, wollte aber unbedingt wieder mit mir zusammenarbeiten“, erklärt Gossow. Unter anderem soll dem Offensivakteur ein unterschriftsreifer Vertrag des SC Victoria vorgelegen haben. Einen Wechsel nach Lurup, der ebenfalls zur Debatte stand, wird trotz des Elmshorner Abgesangs wohl nicht zustande kommen. Aktuell sieht es so aus, als wenn Arifi in Niendorf anheuern wird.

Und wie geht es bei Gossow weiter? „Irgendwie habe ich das Pech magisch angezogen“, so der ehemalige Co-Trainer des SC Victoria. „Was ich in einem Jahr in Schnelsen und Elmshorn erlebt habe, bekommen andere in ihrer gesamten Karriere nicht zusammen.“ Dennoch sagt er: „Ich gehe im Guten mit dem Verein auseinander. Ich werde kein böses Wort über den Club verlieren, da ich hier wirklich mit tollen Leuten zu tun hatte.“ Zwar wollten die Verantwortlichen der Krückaustädter den 41-Jährigen halten, doch dieses Angebot lehnte er ab. „Ich sehe einfach nicht die Perspektive. Ich bin nicht hierher gekommen, um die zweite Mannschaft in der Landesliga vor dem Abstieg zu retten...“, deutet Gossow eine mögliche ihm zugetragene Aufgabe an: „Auch Dennis (Gersdorf, Anm. d. R.) wollte, dass ich das Traineramt der Zweiten übernehme.“ Doch daraus wird nichts. Gersdorf wird auch weiterhin für die Reserve zuständig sein. Es ist das traurige Ende eines Clubs, der in der Vergangenheit deutlich über seinen Verhältnissen gelebt hat.

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