08.07.2018

Torreicher Test: Condor unterliegt gegen den AFC

Altona hat am Ende mit 7:4 die Nase vorn

Taktische Besprechung: Condor-Coach Olufemi Smith (Zweiter v. li.) und sein Team. Foto: Knötzsch

Es hatte alles so gut begonnen für den SC Condor, doch am Ende sollte es nichts werden mit dem Testspielerfolg im Duell der beiden Oberligisten: Auf dem Kunstrasenplatz am Berner Heerweg unterlagen die „Raubvögel“ am Sonntagmittag gegen Altona 93. Die Zuschauer, die den Weg nach Farmsen gefunden hatten, wurden dabei in der sengenden Sonne mit Toren en masse belohnt: Am Ende hatte der AFC mit 7:4 die Nase vorn und brachte SCC-Coach Olufemi Smith zu folgender Erkenntnis: „Dass wir explizit in diesem Spiel zu viele Tore kassiert haben, ist uns auch klar.“

Dennoch: Den Stab über seinen Schützlingen brechen wollte der Nachfolger von Christian Woike auf dem Trainerposten bei den Condoranern nicht: „Das Ergebnis ist für mich im Moment nicht so wichtig. Dass wir ein Spiel mit 4:7 verlieren, wird uns in der Liga hoffentlich nicht passieren. Wenn wir in den Beinen und im Kopf frischer sind und die Abläufe besser passen, dann kriegen wir das auch insgesamt besser hin“; konstatierte der 39-Jährige im Anschluss an die Begegnung, in der seine Mannschaft schon früh in Führung ging.

Smith: „Dass hinten raus die Beine schwer werden und der AFC Qualität hat, weiß man“

Konzentrierter Blick aufs Spielfeld: Altonas Trainer Berkan Algan. Foto: Knötzsch

Ganze drei Zeigerumdrehungen waren absolviert, als Özgür Bulut die Kugel von links scharf in den Strafraum schlug, wo Neuzugang Michael Löw zur Stelle war und das Leder rechts oben zum 1:0 in den Winkel beförderte. Nach einer Viertelstunde hätte der SCC sogar auf 2:0 erhöhen können, doch bei einem Konter fehlte am Ende nur das i-Tüpfelchen: Löw traf den Pfosten, statt den Ball erneut im Netz zu versenken. Auf der anderen Seite verpasste Vitalijs Barinovs für den AFC das von Zugang Leo Hebbeler gehütete Condor-Tor (19.). Nach einer halben Stunde konnte die Hintermannschaft der Hausherren einen Freistoß vom Neu-Altonaer Onur Saglam zur Ecke abwehren. Diese brachte Saglam herein und fand Marco Schultz, der zum Ausgleich erfolgreich war (31.). Nur acht Minuten später erhöhte der AFC: Der vom VfB Lübeck gekommene Joshua Gebissa vollendete eine Co-Produktion der Neuzugänge, als er Vincent Boocks Pass erlief und Hebbeler zum 2:1 bezwang.

Noch vor der Pause traf Schultz zum zweiten Mal für die Gäste – 3:1. Mit diesem Resultat wurden auch die Seiten gewechselt. Nach Wiederbeginn scheiterte Tolga Tüter für die Equipe von Coach Berkan Algan gleich doppelt an Keeper Hebbeler und auch Mirab Raschidi hatte nach einer Flanke von Hischem Metidji mit einem artistischen Seitfallzieher kein Glück im Abschluss. So fiel der nächste Treffer auf der anderen Seite: Damian Ilic' Schuss wurde von einem AFC-Abwehrbein noch abgefälscht und schlug hinter „Goalie“ Patrick Hartmann, der im zweiten Durchgang anstelle von Tobias Grubba zwischen den Pfosten stand, ein. Nur noch 3:2 für den AFC (57.), der aber durch Boock zum 4:2 zurückschlug (65.). Condor kam danach erneut bis auf einen Treffer heran, als Ibrahim Özalp mit einem Pass von rechts Ilic bediente und der den Ball nach 68 Minuten in den Maschen unterbrachte.

Etliche neue Gesichter auf beiden Seiten

Nach der Pause wurde auf beiden Seiten munter gewechselt. Foto: Knötzsch

Der Torreigen war damit allerdings noch nicht beendet: Erst traf Metidji zum 5:3 (77.), dann war Raschidi zum 6:3 erfolgreich. Jarek Dovgiy erhöhte für den AFC auf 7:3 (89.), ehe Matthias Cholevas schließlich Ronald Vass den Treffer zum 4:7-Endstand aus Condor-Sicht auflegte. Beim Gastgeber standen neben den bereits bekannten Zugängen Leo Hebbeler, Melvin Bonewald, Inceol Choi, Ronald Vass, Tim-Julian Pahl, Matthias Cholevas, Damian Ilic und Stanislaw Lenz, der als Ersatzkeeper nicht zum Einsatz kam, Michael Löw, Tarik Dikenli, Arne Fietz und Sean Vinberg als neue Gesichter auf dem Spielbericht. Beim AFC waren dort neben Saglam, Boock, Metidji, Hartmann, Eudel Monteiro und Seyhmus Atug mit den Torschützen Raschidi und Dovgiy sowie Taufeeq Fousseni, Denis Yasilien, Kirill Demyanovski und Igor Sani weitere bislang unbekannte Akteure aufgeführt.

„Zu Beginn haben wir gut reingefunden und das ganz ordentlich gemacht, schließlich haben wir ja auch ein blitzsauberes Tor geschossen und sehr gute Konter gefahren. Zudem hatten wir weitere Aktionen, wo wir einen zweiten oder dritten Treffer machen können“, konstatierte SCC-Coach „Femi“ Smith nach dem Spiel und ergänzte: „Dass hinten raus die Beine schwer werden und der AFC auch eine fußballerische Qualität hat, das weiß man. Deswegen beschäftige ich mich auch nicht allzu lange mit dem Ergebnis. Wir haben in der zweiten Halbzeit von der Art und Weise her ein paar ordentliche Aktionen und Situationen gehabt, die zu weiteren Torerfolgen für uns geführt haben.“

Jan Knötzsch

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