04.07.2018

Testspiel: Am Ende macht's der HSV gegen Dassendorf zweistellig!

Zur Pause liegt der Oberligist nur mit 0:3 im Rückstand

Achtung, Torhüter im Anflug: Dassendorfs Schlussmann Christian Gruhne wirft sich Pierre-Michel Lasogga in den Weg. Foto: KBS-Picture.de

Es hat nicht sein sollen: Die TuS Dassendorf ist im Testspiel gegen den Hamburger SV ohne einen Ehrentreffer geblieben. Die Mannschaft vom Wendelweg verlor vor offiziell 3622 Zuschauern im Stadion Sander Tannen gegen den Zweitligisten, der in Bergedorf sein erstes Testspiel nach dem Abstieg aus der Bundesliga im Hamburger Stadtgebiet absolvierte, letztlich mit 0:10. So chancenlos wie sich das Resultat liest, war der amtierende Hamburger Meister und Pokalsieger zumindest in der ersten Halbzeit nicht.   

Und entsprechend fiel das Fazit auf Seiten der Gäste nüchtern aus. „Ich würde nicht sagen, dass das eine komplett runde Sache war. Wir haben zwar zur Halbzeit mit 3:0 geführt, aber der Trainer war mit der ersten Hälfte nicht so zufrieden, Wir haben zu früh die tiefen Bälle gespielt“, konstatierte Christoph Moritz, Neuzugang aus Kaiserslautern, nach dem Schlusspfiff, durfte sich allerdings im Laufe der Begegnung über sein Premierentor im HSV-Dress freuen. 

Dassendorf-Keeper Gruhne wird vor der Pause zum Elfmeter-Killer

Dem Zweitligist wurde nichts geschenkt: Dassendorfs Kapitan Amando Aust (re.) im Zweikampf mit Jann-Fiete Arp. Foto: KBS-Picture.de

Bereits zur Pause war die Partie beim Stand von 3:0 für den Zweitligisten vorentscheiden – und das, wo die TuS zu Beginn der Ansage von Co-Trainer Mirko Petersen, der den fehlenden Coach Elard Ostermann vertrat, man wolle so gut wie möglich mitspielen, auf dem grünen Rasen tatsächlich Leben einhauchte. Denn: Es war der Gastgeber, der  die ersten Möglichkeiten für sich verbuchen konnte: Nach nur fünf Minuten ließ Maximilian Dittrich auf der linken Bahn HSV-Neuzugang Khaled Narey stehen, zog nach innen und suchte den Abschluss. Sein Versuch aus der zweiten Reihe senkte sich aber einige Meter über den Balken. Auch Möglichkeit zwei gehörte der TuS: Moriz-Broni Kwarteng verlor die Kugel, das Spielgerät kam zu Marcel von Walsleben-Schied. Doch dessen Schuss brachte nichts ein (9.). Die größte Chance für den amtierenden Oberliga-Meister und Pokalsieger ergab sich dann nach elf Minuten, als von Walsleben-Schied die Pille im Duell mit Tatsuya Ito gewann und auf Sven Möller weiterleitete, dessen Schuss aber sein Ziel verfehlte.

Damit war es mit der starken Phase der Gastgeber vorbei – und der HSV kam stärker auf. Erster Beleg dafür: der Pfostentreffer von Pierre-Michel Lasogga nach 14 Minuten. Eine Minute später zielte Lasogga dann besser und versenkte die Kugel zur Führung für den Zweitligisten in den Maschen. Nachdem von Walsleben-Schied für Dassendorf danach noch einmal zu ungenau zielte (17.), faustete „Dasse“-Keeper Christian Gruhne einen Freistoß von Lasogga über die Latte. Dennoch sollte der HSV-Rückkehrer zu seinem zweiten Treffer kommen: Finn Thomas foulte im Strafraum Ito und Lasogga verwandelte vom Punkt zum 2:0 (23.), dem Marco Drawz im Anschluss an ein Zuspiel von Matti Steinmann den dritten Treffer der „Rothosen“ folgen ließ (35.). Noch vorm Seitenwechsel hätte die Equipe von Christian Titz einen weiteren Treffer nachlegen können – und das sogar zwei Mal: Erst rettete Joe Warmbier nach 41 Minuten für die TuS auf der Linie. Dann scheiterte Jann-Fiete Arp kurz vor der Pause mit einem schwach geschossenen Strafstoß (Foul von Jeremy Karikari an Ito) an Gruhne (45.). 

HSV-Coach Titz bemängelt zu viele Fehlpässe im ersten Durchgang

Kampf um den Ball: Maximilian Dittrich (li.) im Duell mit Khaled Narey. Foto: KBS-Picture.de

„Wir waren nicht so ganz zufrieden, hatten zu viele Fehlpässe. Aber ich glaube, dass es jetzt ein Stück weit besser wird“, erklärte HSV-Coach Christian Titz in der Halbzeit und wechselte zu Wiederbeginn einmal komplett durch. Dennoch dauerte es im zweiten Durchgang bis zur 67. Minute, ehe der Ball wieder im Netz der Dassendorfer zappelte: Manuel Wintzheimer spielte von links einen mustergültigen Querpass auf Bakery Jatta, der mühelos am inzwischen statt Gruhne zwischen den Pfosten stehenden Tobias Braun vorbei zum 4:0 vollendete. Danach ging es Schlag auf Schlag weiter: Jonas David brachte für den HSV den Ball in die Box, Warmbier traf unglücklich ins eigene Netz (69.). Weitere zwei Zeigerumdrehungen später erzielte Christoph Moritz aus rund elf Metern das 6:0 (71.), dem Wintzheimer nach einem Zuspiel von Jatta nach 73 Minuten den siebten Streich folgen ließ.    


Der Schlusspunkt sollte das aber noch nicht sein – der Zweitligist legte weiter nach. Zwar hatte zunächst Mattia Maggio die Chance zum Ehrentreffer für die TuS, nachdem er lang geschickt wurde und tatsächlich vor HSV-Torwart Julian Pollersbek an den Ball kam, die Kugel dann aber doch am rechten Toreck vorbei setzte (76.). Nur zwei Minuten danach war dann HSV-Neuzugang David Bates für das Titz-Team zur Stelle und traf nach einer Flanke von Aaron Opoku per Kopf zum 8:0 ins Schwarze. Wintzheimer besorgte kurz darauf in der 85. Minute den neunten Treffer für die Profis aus dem Volkspark. Den Schlusspunkt setzte Jatta, der mit seinem Torefolg aus der 87. Minute dafür sorgte, dass es am Ende sogar zweistellig wurde. 

Jan Knötzsch 

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