10.11.2018

Tabellenführer TuS: „Es harmoniert im Moment sehr gut!“

Dassendorf steht nach 17 Spielen da, wo viele die TuS längst erwartet hatten

Da ist die Spitze, da gehören wir hin: Co-Trainer Mirko Petersen (li) und Dassendorfs Chefcoach Elard Ostermann. Foto: Bode

Man könnte ihn jetzt endlich wieder aus der Mottenkiste holen – sogar gefahrenfrei. Den guten alten Spruch von den Totgesagten, die der Legende nach länger leben. Denn wo alles und jeder in den vergangenen Wochen und Monaten von einer Krise bei der TuS Dassendorf sprach, steht nach dem 16. Spieltag der Oberliga unterm Strich schwarz auf weiß erst einmal eines: Die Mannschaft von Trainer Elard Ostermann ist Tabellenführer! Zumindest bis morgen, abhängig vom Resultat des Spitzenspiels zwischen dem FC Teutonia 05 und Altona 93 vielleicht sogar länger. 

„Diese Position wollen wir auch nicht wieder abgeben“, teilte Elard Ostermann nach dem 1:0-Sieg seiner Elf gegen den SV Curslack-Neuengamme (Hier geht's zum Spielbericht) jedenfalls schon mal mit. Eine Kampfansage an die Konkurrenz? Worte, wie man sie aus Dassendorf kennt? Jedenfalls eine berechtigte Aussage, denn: Die TuS ist wieder da! Dass man die von dein Einzelspielern her bestbesetzte Truppe der Liga nicht abschreiben durfte, dürfte trotz der lange Zeit ausgebliebenen Überlegenheit, die die TuS in der Vorsaison noch ausgezeichnet hatte, jedem klar gewesen sein. Aber die letzten Wochen haben es in sich – im positiven Sinne.

„Wenn ich sehe, wie Maxi nach hinten arbeitet, dann ist das vorbildlich“

Maximilian Dittrich (re.) erhielt nach dem Match gegen Curslack ein Sonderlob von seinem Coach, was die Defensivarbeit anging. Foto: Bode

Nach etlichen Anlaufschwierigkeiten, einer (zu) langen  Eingewöhnungsphase unter Neu-Trainer Elard Ostermann und erstaunlich vielen Pleiten im Vergleich zur Spielzeit 2017/2018 haben die „Wendelwegler“ fraglos zurück in die (Erfolgs-)Spur gefunden: 4:2 gegen Concordia, (ein eher duchwachsenes) 0:0 gegen Meiendorf, 4:0 gegen BU, 3:0 gegen den TSV Sasel, 8:0 gegen den HEBC und nun ein 1:0 gegen Curslack – macht 16 Punkte aus den letzten sechs Spielen. Und vor allem: Seit dem Cordi-Match spielte „Dasse“ jedes Mal zu Null. Klar, dass da ein weiterer Spruch grüßen lässt, den man hervorzaubern kann: Der Angriff gewinnt Spiele, die Abwehr Meisterschaften. „Ich glaube, dass wir insgesamt als Mannschaft viel besser nach hinten arbeiten und bereit sind, die wichtigen Schritte zu machen. Man kann nicht nur die Abwehrkette oder die Sechser loben. Wenn ich sehe, wie etwa Maximilian Dittrich heute in den letzten 20, 25 Minuten nach hinten arbeitet, dann ist das vorbildlich. Nur so geht das“, erklärte Ostermann nach dem 1:0-Erfolg gegen den SVCN.

Abheben aber lässt der Sprung auf den Platz an der Sonne die Dassendorfer bei weitem nicht. „Die Gegner sind auch nicht alle nur Fallobst,. Sondern können Fußball spielen und in Zweikämpfe gehen. Da muss man bereits ein, gegenzuhalten und die Schritte nach hinten zu gehen“, so Ostermann, der ausgemacht hat: „Es harmoniert im Moment sehrt gut!“ Ein Verdienst, den der Coach – aufgrund dessen, dass er seinen Fußball-Lehrer-Lehrgang in Köln absolviert unter der Woche nicht immer im Training bei der Mannschaft – auch seinen Mitstreitern zuschreibt: „Nach dem letzten Vorrunden-Heimspiel ist es Zeit, mal ein kleines Zwischenfazit zu ziehen: Ich möchte danke sagen an mein Trainerteam mit Mirko Petersen und Sandro Ahrens und auch an unseren Sportchef Jan Schönteich, die mich in den letzten vier, fünf Monaten tatkräftig unterstützt haben, während ich die Ausbildung mache. Sie haben einen großen Anteil, dass wir wieder an der Tabellenspitze stehen.“

Jan Knötzsch     

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