Hallenturnier

SH-Teams haben beim „collatz&schwartz-Cup“ die Nase vorn

07. Januar 2020, 10:40 Uhr

Turniersieger Inter Türkspor Kiel. Foto: Langeloh

Die Teams aus dem Gebiet des Hamburger Fußball-Verbandes (HFV) mühten sich redlich, am Ende aber konnten sie nichts ausrichten. Und somit standen beim „collatz&schwartz-Cup“ des TuS Holstein Quickborn am Ende Kicker aus Schleswig-Holstein als Turniersieger zu Buche: Inter Türkspor Kiel gewann das Hauptturnier, beim Qialifikationsturnier tags zuvor – der Sieger darf im nächsten Jahr am Hauptturnier teilnehmen – hatte der SV Henstedt-Ulzburg das beste Ende für sich. 

Gruppe A
Mit etwas Anlaufschwierigkeiten startete der spätere Turniersieger Inter Türkspor Kiel ins Turnier, im ersten Spiel reichte es gegen TBS Pinneberg nur zu einem 1:1. Auch wenn er die weiteren drei Spiele gewannen – so richtig souverän wirkte der SH-Ligist in der Vorrunde noch nicht. Ebenfalls ungeschlagen setzten sich die Pinneberger dahinter auf den zweiten Rang. Die Mannschaft von Sven Tepsic bezwang den TuS Hasloh mit 5:2 und hielt die Konkurrenz mit zwei weiteren Remis auf Abstand. Dahinter wurde es dann eng und spannend bis zu den letzten Partien. Der TuS Hasloh schaffte es direkt, im Eröffnungsspiel den Oberligisten und Nachbarn SV Rugenbergen zu schlagen, verlor anschließend aber alle drei verbliebenen Partien und schied als Letzter aus. Gruppendritter wurde derweil der SVR vor dem TuS Hemdingen-Bilsen, die Bönningstedter setzten sich im direkten Vergleich mit 5:0 durch.

SVHU schafft im zweiten Anlauf das Ticket fürs Hauptturnier

Der SV Henstedt-Ulzburg qualifizierte sich für das Hauptturnier 2021. Foto: Langeloh

Gruppe B
Wenn man nach passenden Beispielen für den Begriff „Start nach Maß“ sucht, dann kann man mit dem Finger auf die Leistung des SC Victoria deuten. In jedem Gruppenspiel brauchten die Mannen von Coach Marius Ebbers keine 60 Sekunden, um das erste Mal einzunetzen. 25:3-Tore nach der Vorrunde, souveräner Gruppensieg mit zwölf Punkten. Platz zwei ging an Gastgeber Holstein Quickborn. Auch in der Gruppe B wurde es dann knifflig, denn der SV Bergstedt, SV Eidelstedt und der SC Ellerau beendeten die Vorrunde mit jeweils drei Punkten, alle in den Partien untereinander erzielt. Am Ende zog Ellerau aufgrund der schlechtesten Tordifferenz den Kürzeren.

Finalrunde
In den Viertelfinalpartien ging es dann überwiegend deutlich zu. Inter Türkspor Kiel (6:0 gegen Eidelstedt), TBS Pinneberg (4:1 gegen Bergstedt) und der SC Victoria (4:1 gegen Hemdingen-Bilsen) zogen souverän und ohne Probleme ins Halbfinale ein. Zittern bis zur Schlusssirene musste nur der TuS Holstein gegen den Oberligisten SV Rugenbergen. Jan Sterly brachte den SVR zwar in Führung, Kutz und Hasso drehten die Partie aber postwendend und so musste der Titelträger von 2017 überraschend früh die Segel streichen. Im ersten Halbfinale gab es ein Rematch des Viertelfinals von 2018 zwischen Inter Türkspor Kiel und dem TuS Holstein, damals setzten sich die Kieler klar mit 7:0 durch. Auch dieses Mal behielten die Gäste die Oberhand und gewannen mit 6:1. Genauso wenig Mühe hatte der SC Victoria, der TBS Pinneberg glatt mit 5:0 aus dem Weg ins Finale räumte.

Vickys Dennis Bergmann wird Torschützenkönig

Im „kleinen“ Finale setzten sich die Pinneberger dann im Neunmeterschießen durch. Stättner (TuS) und Traore (TBS) verschossen jeweils von den ersten drei Schützen. Während beim vierten Neunmeter Vukobratovic die Nerven verlor, traf Malkoc eiskalt gegen Laub. Im Endspiel standen sich nun die Favoriten gegenüber. Kiel hatte sich von Spiel zu Spiel im Turnier gesteigert und erwischte auch den deutlich besseren Start. Driton Gashi (2.) und Kastriot Alija (3.) brachten Inter früh in Front. Dann verhängte Schiedsrichter Michael Wischer eine Zeitstrafe gegen Yannik Petzschke wegen wiederholtem Meckern und das brach den Hamburgern das Genick. Eiskalt spielte Inter die Überzahl herunter und Alija traf sieben Sekunden vor Ablauf der Strafe zum 3:0 (7.). Dennis Bergmann traf zwar direkt zum Anschluss (8.), doch als Alija mit seinem dritten Treffer den alten Abstand wiederherstellte, war die Partie entschieden (10.). Inter Türkspor Kiel durfte sich zudem neben dem Wanderpokal auch über eine individuelle Auszeichnung freuen. Bernd Ewers räumte einen der Drucker und den Titel als bester Torhüter ab. Dennis Bergmann (SC Victoria) erzielte m14 Treffern und durfte die Auszeichnung als Torschützenkönig plus Drucker mit nach Hause nehmen. Als bester Spieler wurde Niklas Wolter vom TuS Holstein Quickborn ausgezeichnet.

Bereits am Samstag spielten zehn Mannschaften um das Ticket zum Hauptturnier 2021. Als Favoriten gingen die beiden Gruppenköpfe SV Henstedt-Ulzburg und Rot-Weiss Wilhelmsburg ins Turnier, die Spielvereinigung Dresden-Löbtau wollte, nach der Finalniederlage im letzten Jahr, nun im fünften Versuch endlich die Halle als Sieger verlassen. Am Ende stand der SV Henstedt-Ulzburg nach einem Sieg gegen RW Wilhelmsburg ganz oben auf dem Treppchen. Nach dem bitteren Viertelfinalaus im Vorjahr gelang es dem SVHU im zweiten Anlauf das Ticket für das Hauptturnier 2021 zu ergattern. 

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