Landesliga Hammonia

„Sechs Tore, drei Vorlagen – ein ganz normaler Freitag im Büro!“

10. September 2022, 11:07 Uhr

Er zeigt es an: Sechs Tore erzielte Stefan Winkel beim 10:0-Kantersieg seines SC Poppenbüttel gegen den SC Hansa 11. Foto: noveski.com

In der vergangenen Woche kassierte der bis dato verlustpunktfreie SC Poppenbüttel die erste Saison-Niederlage. Beim SSV Rantzau musste sich der bärenstarke Aufsteiger durch einen Sonntagsschuss von Pepe Hartlieb in der Schlussminute mit 1:2 geschlagen geben. Wie haben die Mannen von der Bültenkoppel den Nackenschlag verkraftet? Die Antwort: Als wäre er nie dagewesen!

Von li.: Jeremy Jungkurth, Stefan Winkel und Finn Thele in Jubelpose. Foto: noveski.com

Es lief die 42. Minute an der „Bülte“, als Stefan Winkel gegen einen hoffnungslos unterlegenen Gegner vom SC Hansa 11 das halbe Dutzend voll machte. Ein Tor von Winkel – an sich nichts Außergewöhnliches. Zumindest nicht auf den ersten Blick. Und schon gar nicht, da es bereits sein vierter (!) Treffer in diesem Spiel war. Aber: Der 32-Jährige vollbrachte für seine Verhältnisse etwas fast Einmaliges. Denn: Winkel traf per Kopf! „Wer mich kennt, der weiß, dass ich nach dem Motto ‚Augen zu und durch‘ köpfe. Ich glaube, ich bin in meinem Leben bisher zweimal zum Kopfball gegangen – einmal war gestern“, scherzte der Goalgetter des SCP.

"Da wird sicher das eine oder andere Getränk auf meinen Deckel laufen"

Das 9:0: Stefan Winkel (li.) mit seinem insgesamt sechsten Streich. Foto: noveski.com

Das Kuriose dabei: „Unter der Woche habe ich noch gesagt, dass ich glaube, dass es diese Woche so weit ist“, beschwor Winkel das Kopfballtor herauf. „Es freut mich natürlich, dass mir das tatsächlich gelungen ist.“ Doch nicht nur aufgrund dieser Seltenheit dürfte der Samstagabend für den Regionalliga-erfahrenen Angreifer ziemlich teuer werden. „Wir haben Mannschaftsabend. Da wird dann sicher auch das eine oder andere Getränk auf meinen Deckel laufen“, so Winkel, der beim 10:0-Kantersieg gegen einen erschreckenden Gegner an neun (!) Toren direkt beteiligt war, insgesamt sechsmal traf und zudem drei Assists beisteuerte.

7:0 schon nach 45 Minuten

Stefan Winkel (li.) und Mert Özel bejubeln das 10:0. Foto: noveski.com

„Es lief natürlich gleich von Beginn an gut für uns“, wusste Winkel nach knapp über 60 gespielten Sekunden einen tollen Pass von Max Selch zur Blitz-Führung zu nutzen (2.). Und weiter ging die Torparade der Scheer-Schützlinge. Winkel (17., 40., 42.), Jeremy Jungkurth (32.), Louis Mandel (33.) und Max Selch schossen oder köpften ein 7:0 zur Pause heraus. „Wenn man mit solch einem Ergebnis in die Halbzeit geht, dann denkt man vielleicht, dass es noch deutlicher wird, als es im Endeffekt war.“ Zumal es im zweiten Abschnitt zunächst genauso weiterging. Zweimal Winkel (51., 58.) und Mert Özel (76.) schraubten das Resultat auf 10:0 in die Höhe.

"Spielerisch nicht unser bestes Spiel"

Das Siegerfoto des SC Poppenbüttel, der nach dem Kantersieg wieder von der Tabellenspitze grüßt. Foto: noveski.com

Einige Wechsel und ein regelrechter Chancenwucher verhinderten letztendlich einen noch deutlicheren Sieg, den auch der bemitleidenswerte Hansa-Keeper Jon Salihu mit der einen oder anderen Parade vereitelte. „Spielerisch war das nicht unser bestes Spiel“, befand Winkel, der nichtsdestotrotz „natürlich super happy und zufrieden“ mit dem gelungenen Start ins Wochenende war. Oder wie es der Geschäftsstellen-Mitarbeiter des SC Poppenbüttel abschließend mit einem Augenzwinkern formulierte: „Sechs Tore, drei Vorlagen – ein ganz normaler Freitag im Büro!“

Autor: Dennis Kormanjos

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