Regionalliga Nord

Schulze: „Nach dem ersten Spiel hat es bei jedem Einzelnen Klick gemacht“

19. November 2020, 16:52 Uhr

Im Interview hat Teutonen-Neuzugang Tino Schulze (li.) mit uns über seinen Wechsel in die Hansestadt gesprochen. Foto: KBS-Picture.de

Er ist einer von zahlreichen Neuzugängen beim FC Teutonia 05 – und frisch in der Hansestadt eingetroffen. Für Germania Halberstadt und Hessen Kassel absolvierte Tino Schulze bereits 136 Viertliga-Spiele. Beim Nordost-Regionalligisten aus Halberstadt kickte der 28-jährige Linksverteidiger einst unter dem jetzigen Teutonen-Trainer Achim Hollerieth. Nun ist er laut „Transfermarkt.de“ der teuerste Spieler im Kader der „Kreuzkirchler“. Wir haben mit Schulze über seinen Wechsel nach Hamburg, seine ersten Eindrücke sowie bisherigen Erfahrungen, die neue Mannschaft sowie Ziele – und noch einige Dinge mehr gesprochen…

FussiFreunde: Zunächst einmal willkommen in Hamburg! Wie hast du dich in den ersten Wochen in der neuen Stadt eingelebt?

Bei den "Kreuzkirchlern" hat Schulze (re.) den höchsten Marktwert im Kader. Foto: KBS-Picture.de

Tino Schulze: „Es ging relativ schnell, dass ich mich hier wohlgefühlt habe. Die Mannschaft hat mir dabei extrem geholfen. Hinzu kommt, dass ich auch noch jemanden aus der Heimat kenne, der inzwischen in Hamburg lebt. Der hat mir das Ganze auch nochmal leichter gemacht. Von daher: Sehr gut und sehr schnell.“

Wie kam denn dein Wechsel zu Teutonia 05 zustande?

Schulze: „Ich habe nach einer neuen Herausforderung gesucht – und für mich stand an erster Stelle, eine Ausbildung anzufangen. So ging das ziemlich schnell, dass der Kontakt über Jan-Philipp Rose (Co-Trainer, Anm. d. Red.) zustande kam und er sich bei mir gemeldet hat. Auch Liborio Mazzagatti und Mayk Zimmermann (Sportliche Leiter bei ‚T05‘) hatten mich kontaktiert. Der Verein hat sich wirklich sehr ins Zeug gelegt – und durch ‚Rosi‘ habe ich dann auch schnell eine Ausbildung gefunden. Da war eigentlich klar, dass ich den Wechsel nach Hamburg wage und den Schritt gehen werde, weil das Gesamtpaket einfach auch gestimmt hat. Und mit der Mannschaft habe ich auch einen echten Glücksgriff gelandet. Es gefällt mir richtig gut.“

Also hat Achim Hollerieth, der in Halberstadt bereits dein Trainer war, gar keine so große Rolle bei dem Wechsel gespielt?

Mit 28 Jahren hat Schulze bereits reichlich Regionalliga-Erfahrung auf dem Buckel. Foto: KBS-Picture.de

Schulze: „Im Hintergrund natürlich schon. Er wollte, dass ich herkomme. Aber persönlichen Kontakt gab es eigentlich keinen, da lief viel über Co-Trainer Jan-Philipp Rose ab. Der hat es mehr oder weniger in die Wege geleitet und dann ging es ziemlich schnell. Aber Achim Hollerieth weiß aus unserer gemeinsamen Zeit in Halberstadt natürlich noch, was ich kann oder eben auch nicht kann (lacht). Natürlich war ich froh, als er auch gesagt hat, dass er mich gerne haben möchte.“

Du hast in der Jugend hoch gespielt, warst im Herrenbereich bei Lok Leipzig, Halberstadt und Hessen Kassel. Vielleicht kannst du uns mal einen kleinen Einblick in deine bisherigen Stationen gewähren – und das eine oder andere besondere Ereignis und Erlebnis mit uns teilen…

Schulze: „Na klar. Die Jugendzeit in Halle war natürlich mega. Das waren zwei geile Jahre in der Bundesliga. Dann kam der Wechsel nach Leipzig, wo ich anfangs ein paar kleinere Probleme hatte. Ab Winter kam ich dann unter einem neuen Trainer so richtig in Schwung. Der Aufstieg in die Regionalliga war natürlich das Highlight. Mit Halberstadt habe ich oft im Landespokalfinale gestanden und zweimal im DFB-Pokal gespielt. Das ist für jeden Amateurfußball etwas Geiles! Und mit Hessen Kassel habe ich den Hessen-Pokal gewonnen – ein schöner Erfolg. Die drei DFB-Pokalspiele, wovon ich leider nur eines gespielt habe, was ein bisschen schade ist, waren ein tolles Erlebnis und nimmt man gerne mit.“

Du hast zu Beginn schon ein bisschen was über die Mannschaft gesagt. Was macht die Truppe denn aus? Du hast ja inzwischen auch schon ein paar Stationen erlebt und kannst da Vergleiche ziehen…

Gebürtig stammt Schulze (Mi.) aus Salzwedel in Sachsen-Anhalt. Foto: KBS-Picture.de

Schulze: „Die Mannschaft ist charakterlich auf jeden Fall mega stark. Ich glaube, so eine Truppe wie jetzt hier in Hamburg hatte ich bisher noch gar nicht. Ich habe eigentlich vom ersten Tag an das Gefühl gehabt und gedacht, dass ich die Jungs alle seit 20 Jahren kenne, obwohl ich gerade mal zehn oder 20 Minuten in der Kabine saß. Die Jungs sind unheimlich freundlich, mega hilfsbereit und haben gleich gefragt, ob ich irgendetwas brauche oder ob sie mir helfen können. Das war wirklich der Wahnsinn. Natürlich ist man anfangs etwas angespannt und nervös – aber das war in dem Fall tatsächlich nach fünf Minuten weg, weil jeder Einzelne einen geilen Charakter in der Mannschaft hat.“

Nun darf man ja nicht vergessen, dass das eine nahezu komplett neu zusammengestellte Mannschaft ist. Hat dich das umso mehr überrascht, wie positiv die Stimmung untereinander ist?

Schulze: „Ja, das auf jeden Fall. Klar kannten sich einige auch schon, aber wie schnell das Ganze mit den vielen Neuzugängen zusammengewachsen ist und wie stark der Zusammenhalt ist, das ist wirklich der Wahnsinn.“

Autor: Dennis Kormanjos

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