Schnelsen unterliegt Süderelbe und feuert Gossow!

„Habe mir nichts zu Schulden kommen lassen“

29. August 2014, 23:03 Uhr

Süderelbes Marcel Rodrigues nach seinem Siegteffer. Foto: noveski.com!

Spiel verloren, Trainer gefeuert! Der TuS Germania Schnelsen hat sich nach der unglücklichen 1:2-Niederlage beim FC Süderelbe von seinem Coach Florian Gossow getrennt. Dies bestätigte uns der 41-Jährige unmittelbar nach dem Ende der Partie, in der seine Mannen kurz vor Schluss in Person von Dennis Theissen die Chance zum Ausgleich vergaben: Der 26-Jährige donnerte einen an Jeton Arifi verschuldeten Strafstoß ans Quergebälk (87.)! Die Führung der Richter-Mannen durch Nico Reinecke (26.) egalisierte Maurizio d'Urso nach toller Kombination mit Jürgen Tunjic und Jeton Arifi postwendend (31.). Zu einem Punktgewinn sollte es aber nicht reichen, da der zurzeit in Topform agierende Marcel Rodrigues dem Spiel erneut seinen Stempel aufdrückte - 2:1 (73.)! So richtig turbulent wurde es allerdings erst nach Spielschluss.

„Ich weiß nur, dass hier seit Wochen ein unglaubliches Theater vorherrscht. Ich habe mir jedenfalls nichts zu Schulden kommen lassen. Die Entscheidung wurde wohl vor dem Spiel getroffen. Jetzt hat man sie mir mitgeteilt“, so Gossow. Einer der Auslöser für das Theater am Riekbornweg soll die Nicht-Berücksichtigung von Tom Lipski gewesen sein: „Er ist der Sohn unseres zweiten Vorsitzenden. Ich habe ihm bereits sechs Wochen vor dem Ende der vergangenen Saison gesagt, dass sein Sohn bei mir nicht spielen wird, da es einfach nicht reicht“, erklärt Gossow, der klare Worte findet: „Die Leute, die hier alles angezettelt haben, sind genau diejenigen, die vor der Saison das Ziel ausgegeben haben, Ruhe in den Verein zu bekommen.“ Gossow, der vor anderthalb Jahren bereits beim Landesligisten TBS Pinneberg nach großem Tohuwabohu seinen Hut nahm, meint, dass die aktuelle Situation in Schnelsen „noch viel, viel schlimmer“ sei.

Einige Spieler sollen direkt nach Abpfiff ihren Unmut über die Entscheidung des Clubs laut kundgetan und ihren sofortigen Abschied verkündet haben: Darunter wohl die Routiniers Jürgen Tunjic und Jeton Arifi! „Diverse Spieler haben ihre Verträge im vergangenen Jahr nur verlängert, weil ich geblieben bin. Denn eigentlich habe ich schon nach der letzten Saison mit dem Gedanken gespielt, aufzuhören. Nach den neuerlichen Unruhen habe ich den Entschluss gefasst, dass am Ende dieser Saison definitiv Schluss ist.“ Nun kam ihm der Verein zuvor: „Es gab hier einige Leute, die mich schon im Urlaub raushaben wollten. Der erste Vorsitzende (Jörg Wohlgemuth, Anm. d. R.) war der einzige, der immer hinter mir gestanden hat. Fakt ist, dass zwischen mir und der Mannschaft alles estimmt hat“, meint Gossow abschließend.

Die rein sportlichen Bilder zum Spiel: noveski.com!

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