Bezirksliga Nord

Rekordspieler Petersen verlässt Falke – und flattert zu Komet!

08. März 2021, 12:37 Uhr

Henrik Petersen (Mi.) verlässt den HFC Falke und heuert bei Komet Blankenese an. Foto: Both

Im Anschluss an den 4:0-Heimsieg gegen den SC Alstertal-Langenhorn wurde er von den Verantwortlichen des HFC Falke geehrt: Henrik Petersen wurde die ganz besondere Ehre zu teil, als erster HFC-Akteur die magische 100-Spiele-Marke geknackt zu haben. „Auch wenn wir uns dich sehr gut in der Oberliga hätten vorstellen können (mit einem lachenden und einem weinenden Auge), freuen wir uns umso mehr, dass du ein weiteres Jahr unserem Spiel mit klaren Ansagen aus der Defensive Struktur gibst“, so die Falke-Offiziellen über Rekordspieler „Henner“, der vor dieser inzwischen abgebrochenen Spielzeit eigentlich schon zum TuS Osdorf „geflattert“ war, dann aber doch beim Nord-Bezirksligisten blieb.

Nun aber wird Petersen tatsächlich eine neue sportliche Herausforderung in Angriff nehmen. Denn: Der Defensivrecke wechselt zum West-Bezirksligisten FTSV Komet Blankenese, wo mit Torjäger Schönfeld, Haras, Schümann, Dehne, Kopeinig, Heath, Brehmer, Lühr oder auch Bräuer bereits etliche Ex-Falken kicken! In der „Falkenpost“ heißt es dazu: „Ein wenig wehmütig macht uns der Abgang unseres Rekordspielers ‚Henner‘ Petersen. Ihn zieht es zu Komet Blankenese, da er mit einigen dort kickenden Jungs ein gemeinsames Geschäft aufzieht und so die Trainingszeiten nicht kollidieren. Warme Abschiedsworte und einige Abschlussgetränke bekommt er verdientermaßen an prominenterer Stelle“, bedauert auch Sportchef Christopher Dobirr den Abgang des 30-Jährigen. Während Coach Dirk Hellmann, der in der kommenden Saison zusammen mit Sebastian Semtner ein gleichberechtigtes Trainerduo bilden wird, uns gegenüber erklärt: „Wir verlieren einen richtig guten Typen, einen super Fußballer und eine Führungsperson auf dem Spielfeld.“

Dobirr "stolz, dass nahezu der gesamte Kader zusammenbleibt"

Als erster Spieler der noch jungen Vereinsgeschichte hat Petersen (re.) die 100-Spiele-Marke beim HFC durchbrochen. Foto: Both

Nichtsdestotrotz hat man bei den Falken die vergangenen Wochen dazu genutzt, „mit all unseren Spielern über die Zukunft beim HFC zu sprechen und können stolz vermelden, dass nahezu der gesamte Kader zusammenbleibt und darauf brennt, in der neuen Saison – wann auch immer sie beginnen mag – wieder anzugreifen und den Sturm auf die Landesliga zu starten“, dankt Dobirr in der „Falkenpost“ für „das große Vertrauen, dass die Jungs uns entgegenbringen“. Bei zwei Spielern gebe es noch „kleine Fragezeichen familiärer Natur. Hier gilt es, noch ein wenig Geduld mitzubringen.“

"Das Ergebnis zeigt, dass die finanziellen Aspekte überwiegen"

Auch in Bezug auf mögliche und „vielversprechende Neuzugänge“ sei man „in finalen Gesprächen und zuversichtlich, im Laufe des März‘ frohe Botschaft verkünden zu können“, wagt man beim ambitionierten Nord-Bezirksligisten einen kleinen Ausblick. Jetzt, wo auch Gewissheit herrscht, dass die Serie 2020/21 endgültig Geschichte ist. „Wir als Präsidium haben diesem Antrag zugestimmt, da wir uns nach ausgiebiger Analyse einig darüber waren, dass ein regulärer, fairer und vor allem gesundheitlich vernünftiger Pflichtspielbetrieb in keiner Weise gewährleistet werden kann“, bringt Neu-Präsident Timo Oehlenschläger die Sicht des HFC-Vorstandes in der „Falkenpost“ klar zum Ausdruck – und betont: „Die Fortführung der Pokalwettbewerbe haben wir negativ votiert. Das Ergebnis der Diskussion vom außerordentlichen Verbandstag hat uns gezeigt, dass die finanziellen Aspekte überwiegen. Unserer Meinung nach sollte im Zuge einer solchen Pandemie die finanzielle Thematik, bei allem sportlichen Reiz und Prestige, nicht über der Gesundheit stehen.“ Nicht nur bei Oehlenschläger ist die Hoffnung groß, „dass sich die Öffnungen positiv auswirken und schon bald ein Trainings- bzw. Freundschaftsspielbetrieb möglich ist“.

Autor: Dennis Kormanjos

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