02.05.2019

Rahlstedt bastelt an der Zukunft: 16 Zusagen, acht A-Jugendliche, sechs Zugänge

Hansa-Landesligist setzt auf Kontinuität und die richtige Mischung aus jung und alt

So wie hier wollen die Rahlstedter auch in der kommenden Saison jubeln – am liebsten natürlich weiter in der Landesliga. Foto: Wolfgang Zabel

Noch ist die Lage für den Rahlstedter SC im Abstiegskampf der Landesliga Hansa nicht so, dass man an der Scharbeutzer Straße bereits gänzlich entspannt auf den Schluss-Spurt der aktuellen Saison blicken kann. Ein wenig muss der RSC, derzeit überm berühmt-berüchtigten Strich beheimatet, noch zittern. Doch das hält die Verantwortlichen nicht ab, bereits die Planungen für die neue Saison anzuschieben. Und auch der zurückliegende Auftritt im Liga-Spiel beim SV Bergstedt, dass die Rahlstedter mit 2:0 zu ihren Gunsten entschieden, schürt die Hoffnungen noch einmal, auch in der nächsten Saison dann Landesliga-Fußball spielen zu dürfen.

„Dieser 2:0-Auswärtssieg war kein Zufall und auch kein Glück. Wer uns zuletzt auswärts gesehen hat, der weiß, wo der Hammer hängt“, sagt Jürgen Evers, der seit Dezember 2018 Manager beim RSC ist und damit derjenige, der sich um das Gesicht des Kaders kümmert. Und dabei kann Evers, was die neue Saison angeht, auf erfolgreiche Wochen zurückblicken: „Es haben schon fast alle Leistungsträger zugesagt, auch in der nächsten Saison bei uns zu spielen. Insgesamt haben wir 16 Zusagen aus dem aktuellen Kader“, erklärt der Manager, der unter anderem „alle die Spieler, die in der A-Jugend 2015 die Meisterschaft in der Oberliga, den Aufstieg in die Regionalliga und den Gewinn der Norddeutschen Futsal-Meisterschaft erreicht haben“ vom Bleiben überzeugte.

Enge Zusammenarbeit mit der „Zweiten“ geplant

Alexander Hintz (re.) ist einer der Spieler, die Manager Jürgen Evers (li.) beim RSC halten konnte. Foto: Wolfgang Zabel

Das heißt, dass umworbene Akteure wie Alexander Hintz und seine damaligen und jetzigen Mitspieler wie beispielsweise Lukas Baake, Yannick Hess, Paul Voss, Martin Hiob, Louis Hess, Matteo Evers oder auch Marvin Dose an der Scharbeutzer Straße bleiben. Aber: Auch aus dem 90er- Jahrgang, den Evers ebenso wie seine „96er“ trainierte, haben erfahrene RSC Althasen wie Kevin Niedrig und Kevin Taudte verlängert. Hinzu kommen zum Beispiel Spieler wie Eduard Kloninger, Samir Sabah und Keeper Marcel Reimers. So viel zum aktuellen Kader. Der wird natürlich aber auch hier und da eine Blutauffrischung erhalten, wie uns Manager Evers im Gespräch schon einmal verrät. „Wir planen zur neuen Saison einige Spieler aus unserer A-Jugend hochzuziehen. Das ist eine tolle Geschichte.“

Darüber hinaus gibt es einige aktuelle Ligaspieler, mit denen noch aussichtsreiche Gespräche anstehen“, verrät Evers, der – was die Neuzugänge angeht – aber nicht nur im eigenen Nachwuchs gescoutet hat, sondern auch extern zugeschlagen hat. „Wir wollen mit einem großen Kader in die Saisonvorbereitung gehen“, schickt Evers voraus und teilt mit: „Dabei werden wir eng mit unserer Zweiten Mannschaft zusammenarbeiten, bei der mit Cem Berk ein sehr großes Trainertalent als Coach tätig ist. Geplant sei, dass auch Berk für die „Zweite“ acht bis zehn Spieler aus der A- Jugend des RSC rekrutiert und „Jungs, die bei uns verletzt sind oder nicht zum Zuge kommen werden, dann bei ihm in der Mannschaft Spielpraxis sammeln können“, so Evers.

Evers lobt die gute Zusammenarbeit beim RSC

Auch Lukas Baake (Mitte, am Ball) zählt zu den Akteuren, die bleiben. Foto: Wolfgang Zabel

Aber damit zu den externen Neuen: Vom Ahrensburger TSV (Bezirksliga Ost) kommt Yannick Aßmann, Leotrim Istrefi spielt derzeit noch für den USC Paloma in der Landesliga Hammonia, vom Hansa-Konkurrenten TuS Berne lotsen die Rahlstedter ihr Eigengewächs Philip Idziak zurück an die Scharbeutzer Straße. Hinzu kommt mit Gideon Wieniewski noch ein Akteur, der in der A-Jugend des TSV Sasel spielt und auch schon im Nachwuchs des VfB Lübeck aktiv war, Gerrit Brelle kehrt vom VfL Lohbrügge zum Ort seiner größten Erfolge zurück,Tomas Kalosz kommt derweil aus dem Ausland und bringt Zweitliga-Erfahrung mit. Auch hier stehen noch zwei Spieler in der Pipeline mit denen bereits aussichtsreiche Gespräche geführt wurden.

Nicht mehr zum Team zählt schon jetzt Ali Zadfar, den die Rahlstedter im Winter als Neuzugang vom Bramfelder SV hinzugewinnen konnten. Dafür aber, so hofft Evers, kehren mit Ferris Pressel, Matteo Evers sowie Kevin Taudte jetzt drei offensive Spieler so langsam zurück, „die uns im Endspurt der Saison sicherlich noch einmal mit ihren Qualitäten helfen werden. Wir wünschen uns, dass noch der ein oder andere Sponsor auf uns aufmerksam wird“, sagt Evers, der die Zusammenarbeit beim RSC lobt – allen voran Präsident Marc Ahlers, der „qualitativ und quantitativ eine vorbildliche sehr zeitaufwendige Arbeit für den Verein abliefert.“


Jan Knötzsch

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