01.12.2017

Premiere: Vicky erstmals auf neuem Untergrund an der Hoheluft

Kunstrasen-Einweihung heute mit Oberliga-Spiel gegen Niendorf

Blick von der Eckfahne auf den neuen Kunstrasen mit der Tribüne des Hoheluft-Stadions im Hintergrund. Foto: KBS-Picture

Was lange währt, wird endlich gut: Nachdem der SC Victoria in der laufenden Saison bisher 17 Auswärtsspiele bestritt und sein Heim-Match gegen den FC Türkiye zuletzt auf dem Kunstrasen der „Area 52“ absolvierte, ist es am heutigen Freitagabend endlich soweit und Vicky kann erstmals auf dem neuen Kunstrasen im Stadion an der Hoheluft antreten, der in den zurückliegenden Monaten verlegt wurde. Ganz ursprünglich war eine Fertigstellung Ende August oder Anfang September vorgesehen gewesen. Wieder und wieder jedoch musste die Premiere der Oberliga-Mannschaft auf dem neuen künstlichen Grün anschließend vertagt werden. 

Mit der Umwandlung der Spielfläche in Hamburgs ältestem Fußballstadion von einem normalen Rasen- in einen Kunstrasenplatz reagierte der SC Victoria auf die enormen Anforderungen. Bislang nutzte die Liga-Mannschaft als einziges Team aus dem SCV den Rasen an der Hoheluft, zudem trug bis zum Beginn der Umbauphase auch die Zweitvertretung des FC St. Pauli ihre Heimspiele auf dem bei Wetterkapriolen zugegeben sehr anfälligen Geläuf aus. Weil sich bei Vicky aber die Fußballabteilung einem regen Zuwachs erfreut, müsse man „den Nutzungsgrad unseres Stadions erhöhen, um den Andrang zu bewältigen“, erklärte Victorias Sportchef Ronald Lotz schon im März gegenüber dem „Hamburger Abendblatt.“

Richter: „Wir freuen uns ungemein, dass der Kunstrasen jetzt spielfähig ist“

Geschäftsstellenleiter Timm Kartheuser und Sportchef Ronald Lotz, die den Bau des Kunstrasenplatzes vorantrieben, mit Vicky-Trainer Jean-Pierre Ricter (v. li.). Foto: KBS-Picture

„Wir unterstützen das Vorhaben nachhaltig“, sagte HFV-Präsident Dirk Fischer damals im „Abendblatt“ und präzisierte: „Wir brauchen dieses für die Regionalliga taugliche Stadion dringend. Eine höhere Nutzungs­intensität wäre an dieser Stelle für alle von größter Bedeutung.“ Nach dem letzten Heimspiel des SCV in der abgelaufenen Oberliga-Saison und dem ODDSET-Pokalfinale, das im Mai bekanntlich traditionell an der Hoheluft ausgetragen wird, rollten entsprechend im Juni die Bagger an und der Umbau begann. Nun darf dort endlich wieder vor den Ball getreten werden. „Wir freuen uns ungemein, dass der Kunstrasen jetzt spielfähig ist und wir mit unseren Heimspielen dort starten können“, gibt Vicky-Trainer Jean-Pierre Richter zu Protokoll, „und es ist gleich ein erstes tolles Spiel, das zur Premiere wartet.“ Recht hat „Jonny“, schließlich kreuzen mit dem SCV und dem Niendorfer TSV der Tabellendritte und der Rang-Vierte heute Abend ab 19.30 Uhr die Klingen. Kuriosum am Rande: „Auch das letzte Ligaspiel auf Rasen war eine Partie gegen Niendorf“, erinnert sich Richter, „da haben wir in der Rückrunde der vergangenen Saison mit 4:2 gewonnen.“

„Nach 17 Auswärtsspielen haben wir gegen Türkiye ja in Anführungszeichen schon einen kleinen Heimerfolg eingefahren. Natürlich wollen wir jetzt im ersten richtigen Heimspiel auch gewinnen“, verdeutlicht Jean-Pierre Richter, dass er und sein Team eindeutig darauf aus sind, dass der NTSV heute nicht zum „Party-Crasher“ wird. Das neue Geläuf – übrigens so wie viele Rasenplätze mit unterschiedlich grünfarbigen Bahnen ausgestattet – sei, so Richter, „nach meinem Wissensstand ein lizensierter Kunstrasen, der mit Kork verfüllt ist“. Soll heißen: Ein Untergrund allerbester Güteklasse, so wie sie unter anderem auch in Russland zu finden sind, wo Erstliga- und sogar Länderspiele auf Kunstrasen ausgetragen werden können. Auf „um die 800.000 Euro“, erzählt Richter, belaufen sich die Kosten. „Das ist“, freut sich der Übungsleiter der Victorianer, „kein normaler Kunstrasen, sondern ein ganz hervorragender.“ Ein ganz klein wenig „Baustellencharakter“ wird es zum Anstoß um 19.30 Uhr heute an der Hoheuft aber geben, auch wenn der Kunstrasen einsatzbereit ist: „Es ist noch nicht alles Dumherum so, wie es letztlich sein soll. Die neue Anzeigetafel ist zwar auch starklar, aber zum Beispiel noch nicht an dem Ort, wo sie letztlich final hinkommen wird“, verrät Richter.

Jan Knötzsch

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