Oberliga

Phönix-Doppelpack für Sasel: Grünberg ist zurück, Abou Rashed kommt!

05. September 2022, 10:48 Uhr

Abdullah Abou Rashed wechselt vom Regionalligisten 1. FC Phönix Lübeck zum TSV Sasel. Foto: noveski.com

Beim 4:2-Erfolg über Altona 93 kam er erstmals wieder zum Zug. Dort, wo er in der vergangenen Saison derart nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht hat, dass sich Regionalligist 1. FC Phönix Lübeck seine Dienste sicherte. Sein Intermezzo bei den „Adlern“ war jedoch nur von kurzer Dauer. Maximilian Grünberg ist zurück beim TSV Sasel!

Nach wenigen Monaten ist Maximilian Grünberg zurück beim TSV Sasel. Foto: noveski.com

Doch wie kam es nach so kurzer Zeit zur Rückkehr des 22-Jährigen an den Parkweg? TSV-Trainer Danny Zankl klärt auf: „Nach der Vorbereitung wurden bei Phönix ‚strategische Entscheidungen‘ getroffen und auch bei ‚Maxi‘ ist der Gedanke gereift, wieder in Hamburg zu spielen.“ Bei den „Parkweglern“ entwickelte sich Grünberg zu einem der besten offensiven Außenverteidiger der Oberliga. Kein Wunder also, dass beide Partien schnell wieder zueinander fanden. „Der Transfer macht für beide Seiten Sinn. Er ist bei uns voll drin, kennt das System und war im letzten Jahr absoluter Leistungsträger. In den nächsten zwei, drei Wochen wird er richtig in Schwung kommen und uns definitiv helfen. Er kann wieder der Alte werden – das wünschen wir uns natürlich“, so Zankl.

Auch die Spielweise, in der Offensive für Akzente zu sorgen, kommt Grünbergs Spielstil entgegen. Nun brauche er noch etwas Zeit, „um sich seinen Platz gegenüber den anderen Spielern zurückzuholen und zu behaupten“, sieht Zankl seine Jungs, die die komplette Vorbereitung absolviert und Gas gegeben haben, noch im Vorteil.

Abou Rashed wechselt an den Parkweg

Bei Phönix Lübeck wollte Grünberg eine Etage höher durchstarten. Nach der Vorbereitung war das Kapitel aber schon wieder beendet. Foto: noveski.com

Neben Rückkehrer Grünberg haben die Saseler noch einen weiteren „Last-Minute-Neuzugang“ zu verzeichnen – und auch dieser kommt von Phönix Lübeck: Abdullah Abou Rashed schnürt seine „Buffer“ künftig für den Oberligisten! Der 25-Jährige wurde einst von Zankl in der B-Jugend bei Concordia Hamburg ausgebildet, absolvierte elf Viertliga-Einsätze für den VfB Lübeck und zwei Kurzeinsätze für Phönix in der Vorsaison. Dass es nicht mehr Spiele geworden sind, lag daran, dass Abou Rashed aufgrund eines Kreuzbandrisses lange ausfiel.

Der Kontakt zu seinem „Förderer“ Zankl sei in all den Jahren nie abgerissen, wie auch der Chefcoach verrät. „Ich habe tatsächlich schon die letzten Jahre mal versucht, ihn zu uns zu holen.“ Jetzt hat es geklappt. Dabei hatte der in Mölln sesshafte Abou Rashed auch die Möglichkeit, in der Regionalliga zu bleiben. Anfragen waren da. Aber: „Das hat für ihn im Gesamtpaket keinen wirklichen Sinn gemacht“, wären die Wechsel auch mit einem Umzug verbunden gewesen. „Ich kenne ihn aus der Jugend, weiß um seine Qualitäten und seinen Charakter. Er kann uns nochmal ein paar Extra-Prozente bringen.“

"Man kann nicht genug gute Spieler haben"

In Sasel will Abou Rashed unter seinem "Förderer" Danny Zankl zu alter Stärke zurückfinden und wieder durchstarten. Foto: noveski.com

Der 25-Jährige sei „extrem abschlussstark mit seinem linken Fuß, hat eine sehr hohe Spielintelligenz und kann auch richtig zocken“. Da Abou Rashed in der Vorbereitung einige Probetrainings absolviert hat und nicht im regelmäßigen Mannschaftstraining war, müsse man ihn „drei, vier Wochen aufbauen. Aber man merkt schon, dass er richtig was kann.“ Aber: „Er muss sich seinen Platz erarbeiten, wie jeder andere auch. Wenn er so weit ist, soll er mit Leistung glänzen“, ist Zankl überzeugt von den Fähigkeiten seines Neuzugangs, der in der Offensive flexibel einsetzbar ist. „Das Gute ist ja bei uns, dass man das nicht so richtig festlegen muss.“ Und obwohl man im zentralen Offensivbereich „bis zu sieben Spieler“ habe, könne man „nicht genug gute Spieler haben“, so Zankl.

Ulas Dogan nicht mehr im Kader

Ulas Dogan (li.) hat dem TSV Sasel aus beruflichen Gründen den Rücken gekehrt. Foto: noveski.com

Nicht mehr zum Kader des TSV gehört derweil Ulas Dogan. „Er hat sich während Corona selbstständig gemacht. Und dann war es extrem schwer für ihn, hier regelmäßig zu trainieren.“ Beide Seiten wollten aber unbedingt weiter zusammenarbeiten. Doch: „Darunter hat dann der Beruf gelitten. Er hat auch für sich gemerkt, dass er alles investiert, um diese Einheiten zu machen. Dann fehlt ihm aber trotzdem noch diese eine Einheit, die ihn in die Mannschaft bringt, um uns wichtig zu machen.“ Der Abgang von Dogan sei nicht nur sportlich, sondern vor allem auch menschlich bedauerlich, betont Zankl. „Er war für die Kabine extrem wichtig.“ Dennoch könne er die Entscheidung vollkommen verstehen „und wir unterstützen sie auch“, so Zankl abschließend.

Autor: Dennis Kormanjos

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