14.11.2017

Peim-Comeback misslingt: Meiendorf bestraft individuelle Fehler

Condor II reaktiviert Ex-Oststeinbek-Keeper für ein Spiel

Das 3:1: Andrej Blum (li.) nimmt Fahrt auf, umkurvt René Peim (re.) und schießt ein. Foto: timelash.de

„In der ersten Halbzeit haben wir das richtig gut und die Räume sehr eng gemacht“, befand René Peim, der am vergangenen Samstag sein Comeback zwischen den Pfosten feierte. Da die Personalnot beim SC Condor II derzeit so groß ist, insbesondere im Tor, heuerten die „Raubvögel“ für das Spiel beim Primus aus Meiendorf den 38-Jährigen, der zuletzt am 16.05.2014 – damals noch für den Oststeinbeker SV – das Gehäuse hütete, an. „Es hat Spaß gemacht, bei den Jungs auszuhelfen und gegen eine sehr gute Landesliga-Mannschaft zu spielen“, so Peim, der aktuell noch als Schlussmann bei den Alten Herren des SCC fungiert.

Das 2:1 für den MSV: Ein Rückpass von Kevin Weber (re.) misslint, Leonel Varela Monteiro (li.) vollendet zur Führung. Foto: timelash.de

Der MSV ging als klarer Favorit gegen den kriselnden Underdog in die Partie. Doch der Auftakt hätte für den „David“ kaum verheißungsvoller sein können – vor allem nicht für Peim selbst. Sein langer Abschlag leitete die Gäste-Führung ein, als Simon Marklin den Ball in den Lauf von Marcel Houillon verlängerte und dieser eiskalt zuschlug – 0:1 (7.)! „Unser Ziel ist anfangs aufgegangen. Wir konnten das umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten – und haben gehofft, dass der Gegner nervös wird“, so Peim, dessen Equipe sogar „das Zweite hätte machen können“. Mit disziplinierter und kompakter Spielweise in einem 4-4-2-System, das in der Defensive zu einem 4-5-1 wurde, setzten die „Raubvögelchen“ ein ums andere Mal Nadelstiche. Einen davon nutzte Houillon, der dem MSV einige Male Kopfschmerzen bereitete, fast zu seinem zweiten Torerfolg, wenn er nicht gerade noch im allerletzten Moment zu Fall gebracht worden wäre. Die Gäste machten in jenem Fall eine „glasklare Notbremse“ aus, die allerdings „nur“ mit einer Gelben Karte bestraft wurde. Für Houillon ging es in der zweiten Halbzeit angeschlagen nicht weiter. Und dann kassierte sein Team vor der Pause zu allem Überfluss auch noch den Ausgleich, als Meiendorf einen Freistoß schnell ausführte und Lucas Hallmann zum 1:1 vollendete (38.).

Der Schlusspunkt: Haci Gündogan (re.) lässt Peim per Schlenzer zum 5:1 keine Chance. Foto: timelash.de

Ein Schock kurz vor der Pause, dem ein weiterer direkt nach Wiederanpfiff folgte: Kevin Weber mit einem zu kurz geratenen Rückpass auf seinen Keeper. Das nutzte Leonel Varela Monteiro, spritzte dazwischen und bestrafte den Fauxpas zum 2:1 (47.)! „Das ist natürlich denkbar ungünstig, wenn du es bis dahin sehr ordentlich machst und dann sowohl kurz vor als auch unmittelbar nach der Pause ein Tor fängst“, konstatierte Peim, der nun immer druckvollere Hausherren wahrnahm. Mit Ken Niederstadt und Thomas Lohner hatten die Condoraner in der Defensive zwei Liga-Leihgaben aufgeboten, die für zusätzliche Stabilität sorgen sollten. Letztgenannter patzte vor dem dritten Gegentreffer, als ihm der Ball über den Fuß rutschte und Andrej Blum artig „Danke“ sagte, Peim umkurvte und locker-leicht einschoss (61.)! Der Torjäger des MSV hatte aber noch nicht genug, legte keine 180 Sekunden darauf mit seinem bereits 18. Saisontor – im zehnten Spiel – nach (64.)!

„In der Phase war es dann eine Frage der Zeit“, sah auch Peim, der noch einige Hochkaräter entschärfte, einen immer deutlich überlegeneren Gegner, der durch einen herrlichen Schlenzer von Haci Gündogan noch auf 5:1 davonzog (73.). „Es war ein verdienter Sieg – das braucht man gar nicht wegdiskutieren. Aber wir haben das in der ersten Halbzeit wirklich gut umgesetzt“, so Peim, der abschließend betonte: „Wenn der Körper es zulässt und die Zweite Herren mal wieder Hilfe benötigt, weil man personelle Probleme hat, helfe ich gerne wieder aus. Aber die Meisterschaft mit der Alten Herren steht an erster Stelle.“

Autor: Dennis Kormanjos

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