Landesliga 03

Omar setzt im „Highlight-Spiel“ den goldenen Schuss

20. September 2021, 13:10 Uhr

Omar Boutrif (li.) erzielte das goldene Siegestor für Eintracht Lokstedt. Foto: noveski.com

Die Emotionen und die Leidenschaft, die seine Mannschaft auf dem Platz ließ, musste auch Anto Josipovic erst einmal verarbeiten. "Das war seit langem das mit Abstand intensivste Spiel", urteilte der Trainer von Eintracht Lokstedt nach dem 2:1-Sieg seiner Elf beim ambitionierten SC Condor. Josipovic sah "zwei Mannschaften mit offenem Visier, mit der richtigen Einstellung und der Bereitschaft, Zweikämpfe zu führen und das Spiel gewinnen zu wollen. Es war richtig Feuer drin!"

Dabei betonte der "Lokke"-Dompteur, dass es zwar zur Sache ging, aber stets fair blieb. "Es war kein spielerisch hochklassiges Spiel, aber ich habe kaum ein Spiel erlebt, was von der Intensität her höher war. Es gab die ganze Zeit nur Zweikämpfe." Die Gäste von der Döhrntwiete mussten sich in die Partie regelrecht reinbeißen - denn: "Wir wollten im Gegenpressing und in der Balleroberung stark sein, aber auch mutig nach vorne spielen. Die ersten 20 Minuten hat uns Condor allerdings komplett den Schneid abgekauft. Sie haben im Zentrum und in den Halbräumen gefühlt jeden Zweikampf gewonnen", so Josipovic. "Defensiv waren wir auch in den Zweikämpfen drin, aber offensiv haben wir gefühlt keinen gewonnen." Condor sei hingehen "unheimlich präsent und extrem stark" gewesen.

Lokstedt führt, Condor antwortet

Ersin Cavus brachte "Lokke" auf die Siegerstraße. Foto: noveski.com

Doch die "Raubvögel" verpassten es, in Führung zu gehen. Die Chance dazu war da, als zum Beispiel Eintracht-Keeper Jan Giesecke nach einer Ecke den Einschlag verhinderte. Und so kam es, wie es fast schon kommen musste: Ein weiter Einwurf von Tamino Kunter wurde zwar noch abgefangen, kam aber wir ein Bumerang zurück. Alexander Gäde passte zurück zu Kunter, dessen weite Hereingabe zu kurz abgewehrt wurde und am zweiten Pfosten bei Kapitän Ersin Cavus landete. Dieser vollstreckte eiskalt - 0:1 (32.). Die Kainzberger-Kicker zeigten sich jedoch gänzlich unbeeindruckt und schlugen postwendend in Person von Nahuel Rosa Medina zurück (34.).

"Wer das nächste Tor macht, wird wohl als Sieger vom Platz gehen"

"Wir haben in der Halbzeit gesagt, dass ein Spiel auch aus Offensiv-Zweikämpfen besteht und wir auch in dieser Zone den Ball und uns behaupten sowie präsenter und im Kopf einen Tick schneller sein müssen", verriet Josipovic seine Wortwahl in der Kabine. Und auch er wusste: "Wer das nächste Tor macht, wird wohl als Sieger vom Platz gehen." Und genau so kam es dann auch. Eine gute Viertelstunde vor Ultimo war es Josip Pajcic, der nach bärenstarke Balleroberung auf das Tor zulief und genau im richtigen Moment für Omar Boutrif querlegte - 2:1 "Lokke" (74.)! "Danach war nur noch verteidigen und kämpfen angesagt", brachte es Josipovic auf den Punkt - und konstatierte: "Es war ein absolutes Highlight-Spiel in Sachen Zweikämpfe und Intensität!"

"Beide Teams waren auf den Sieg aus und haben mega viel investiert"

Auto Josipovic sah ein "absolutes Highlight-Spiel". Foto: noveski.com

Ein Highlight-Spiel, indem Lokstedt die Oberhand am Berner Heerweg behielt. "Ich bin mega stolz, dass die Jungs das durchgehalten, diesen Kampf angenommen, sich dagegen gestemmt und auch körperlich viel investiert haben." Am Ende des Tages sei der Sieg verdient gewesen, befand Josipovic, fügte aber gleichzeitig an: "Wenn Condor gewonnen hätte, hätte man sich auch nicht beschweren dürfen. Aber es war auch nicht unverdient." Fakt sei, dass "es richtig Spaß gemacht" und man auch von außen "mitgelitten" habe. "Beide Mannschaften waren auf den Sieg aus und haben mega viel reininvestiert."

Autor: Dennis Kormanjos

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