Landesliga Hansa

Ohe: Seibert und das „Team ums Team“ bleiben zusammen

10. Februar 2020, 15:19 Uhr

Rainer Seibert wird auch in der kommenden Saison den FC Voran Ohe trainieren. Foto: Bode

Der erste Auftritt nach der Winterpause ging schief: Der FC Voran Ohe verlor sein Nachholspiel bei Dersimspor am Sonntagnachmittag durch einen späten Treffer der Gastgeber kurz vor Schluss knapp mit 1:2. Dennoch: Als Sechstplatzierter der Tabelle dürfen die Kicker vom Amselstieg mit Fug und Recht behaupten, eine bislang ordentliche Serie zu spielen. Nach zwei Mal Platz fünf und ein Mal Platz sechs in der Endabrechung der letzten Spielzeiten liegt Voran also wieder einmal im Soll, kündigte Trainer Rainer Seibert doch vor der Saison an: „Wir können im Mittelfeld eine gute Rolle spielen.“ Dass der FCVO diese Rolle nun auch in der Tat zum wiederholten Mal spielt – es ist ein Verdienst von Seibert. Und so wundert es wenig, dass der Hansa-Landesligist die Zusammenarbeit mit seinem Coach fortsetzt.

Denn: Der 56-Jährige hat seine Zusage gegeben, eine weitere Saison als „Dirigent“, sprich Trainer, beim „weißen Ballett“ an der Seitenlinie zu stehen. Doch nicht nur das: Neben Seibert hat auch dessen Assistent Jonas Murach mit dem Verein Einigkeit darüber erzielt, für eine weitere Spielzeit den Posten des Co-Trainers auszufüllen. Und da am Amselstieg offenbar aller guten Dinge nicht drei, sondern vier sind, gibt es weitere Positivmeldungen aus dem „Team ums Team“: Auch der Sportliche Leiter Hanno Stengel und Ligamanager Daniel Schmitt bleiben über das Ende der laufenden Serie hinaus auch in der Saison 2020/2021 dem FC Voran Ohe in ihren Funktionen erhalten.

"Rainers Name steht für Kontinuität - das ist uns sehr wichtig"

Auch Teammanager Daniel Schmitt bleibt für eine weitere Spielzeit an Bord. Foto: Bode

Damit kann der Hansa-Landesligist weiterhin auf ein bewährtes Konstrukt setzen, das sich bestens ergänzt und schätzt. „Wir haben so gut wie alle Spieler gehalten. Das ist der Verdienst von Daniel Schmitt und Hanno Stengel“, hatte Seibert seinen beiden Mitstreitern schon vor dem Start der laufenden Serie im FussiFreunde-Sonderheft ins Stammbuch geschrieben und damit den Wert der beiden für den FCVO unterstrichen. „Rainer ist einfach ein richtig guter Typ. Er hält den Kader zusammen, stets bei Laune – und ist auch innerhalb der Mannschaft extrem etabliert. Die Spieler kennen ihn und wissen, wie er tickt. Wenn wir ihn brauchen, ist er immer da. Sein Name steht für Kontinuität – das ist uns in Ohe sehr wichtig“, begründet Schmitt jenen Schritt – und fügt erklärend an: „Deshalb war die Entscheidung relativ einfach, zu sagen: Wir bleiben bei dem, was wir haben.“ Hinzu kommt, dass man sich rein sportlich betrachtet in den letzten Jahren „oben festgebissen hat“ und „eine Entwicklung zu sehen ist“, so Schmitt. „Man darf auch nicht vergessen, dass die letzte Saison die beste seit dem ersten Oberliga-Jahr vor zwölf Jahren war“, erinnert er sich.

Auch die Verlängerung von „Co“ Jonas Murach, gleichzeitig der Cousin von Schmitt, sei ein wichtiger Schritt. „Er kümmert sich bei uns um den taktischen Bereich, arbeitet die Trainingsinhalte aus und ist ein Mann für die Zukunft.“ Mit einem zusätzlichen Betreuer und einer neuen Physiotherapeutin soll das Team ums Team weiter verstärkt werden. Zudem dürfen sich die Oher über einen Neuzugang freuen: Sören Salzbrunn, der in der Winterpause bereits als Testspieler mitwirkte, hat sich zu einem Wechsel an den Amselstieg entschieden und stand gegen Dersim bereits in der Startformation.

Ohe bekommt ein komplett neues Areal

Auch Jonas Murach (li.) bleibt den Reinbekern als Co-Trainer weiter erhalten. Foto: Bode

Gemeinsam will man nun zu neuen sportlichen Höhenflügen ansetzen. „Wir haben eine ordentliche Hinrunde gespielt“, blickt Schmitt auf das erste Halbjahr zurück – und betont: „Ganz oben stehen nun mal Vereine, mit denen können und wollen wir uns finanziell gar nicht messen.“

Das könnte sich in Zukunft jedoch aus anderen Gründen ein Stück weit ändern. Denn: Der FC Voran Ohe bekommt eine neue Anlage! „Ein komplett neues Areal mit einem Kunstrasen- und Rasenplatz, einer Halle und Tennisplätzen. Dann haben wir infrastrukturell ganz neue Voraussetzungen.“ Doch nicht nur das sei ein Schritt in die richtige Richtung – auch die aktuellen Möglichkeiten erlauben den Reinbekern einen gesicherten Trainingsablauf. „Wir sind zurzeit zweimal in der Woche, montags und freitags, in Reinbek auf dem neuen Kunstrasenplatz und haben da einen ganzen Platz für uns.“

Jan Knötzsch/Dennis Kormanjos      

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