Oddset-Pokal: „Bülten-Derby“ und viele Wiedersehen

Zweite Runde bei Radio Hamburg FussiFreunde ausgelost

27. Juli 2015, 23:27 Uhr

Foto: noveski.com

Es war schon fast ein wenig grotesk, als „Losfee“ Kim Rudolph (Volontärin bei Radio Hamburg) bei der Ziehung zur zweiten Runde im Oddset-Pokal bei Radio Hamburg FussiFreunde in den Glasbehälter griff, und dem SC Poppenbüttel ausgerechnet den „geliebten“ Nachbarn TSV Sasel zuloste. Doch nicht nur bei dieser Paarung bewies sie ein glückliches Händchen. Die zweite Runde hat einige interessante Duelle zu bieten...

„Wo müssen wir denn da genau hin?“, fragte sich nicht nur Volker Brumm, Liga-Beauftragter des HSV Barmbek-Uhlenhorst, als das Los entschied, dass der Titelverteidiger nach dem lockeren Aufgalopp beim NCG FC Hamburg (7:1) nun zum FC Haak Bir reisen muss. Der Kreisligist trägt seine Heimspiele in Horn (Von-Elm-Weg) aus, womit die in den Raum geworfene Frage von Brumm beantwortet wäre. Ein ganz besonderes Wiedersehen feiert Mohet Wadhwa, der mit seinem FC Bergedorf 85 zu seinem ehemaligen Verein, dem Oststeinbeker SV, muss. „Solche Geschichten schreibt eben nur der Fußball!“, so Wadhwa, der den OSV vor gut einem Jahr als Nachfolger von Stefan Kohfahl in der Oberliga übernehmen sollte. Doch es kam ganz anders. Aufgrund von Differenzen mit dem Vorstand zog dieser die Meldung der Liga-Mannschaft fürs Hamburger Oberhaus zurück. Die „Men in Black“ standen vor einem Scherbenhaufen, mussten einen Neustart in der Kreisliga in Angriff nehmen und Wadhwa schloss sich den „Elstern“ an. „Ich freue mich auf die Begegnung und hoffe auch ein unterhaltsames Spiel – natürlich mit dem besseren Ende für uns.“

Tradition vs. Triumph

Apropos Bergedorf. Der traditionsreiche ASV, vor der vorangegangenen Saison wieder ins Leben gerufen, bekommt es in der zweiten Runde mit einem ganz dicken Brocken zu tun: die TuS Dassendorf gibt sich an den Sander Tannen die Ehre! In den letzten beiden Jahren war die Schönteich-Elf in Hamburgs höchster Spielklasse jeweils nicht vom Thron zu stoßen und feierte zwei Meisterschaften am Stück. Für den ASV Bergedorf 85, gerade erst in die Kreisliga zurückgekehrt, eine fast unlösbare Aufgabe. Aber im Fußball weiß man ja bekanntlich nie, was passiert – zumal der Pokal-Wettbewerb in den letzten Jahren nicht gerade zum Prunkstück der „Wendelwegler“ gehörte. Auch der VfL Pinneberg hat im KO-Wettbewerb zuletzt nicht gerade Bäume ausgerissen. Das soll sich in diesem Jahr ändern. Zunächst einmal muss aber die Hürde Eimsbütteler TV aus dem Weg geräumt werden. „Ich freue mich sehr über das Los und auf das Spiel gegen den VfL Pinneberg“, will sich ETV-Manager Koray Gümüs mit den Besten messen, denn: „Nur so kommen unsere Spieler an ihre Grenzen.“ Die Favoritenrolle gebührt dem Fischer-Ensemble, „darüber brauchen wir nicht zu diskutieren“, erhofft sich Gümüs dennoch eine kleine Außenseiterchance. Zu einem reinen Oberliga-Aufeinandertreffen kommt es derweil an der B75, wo der Meiendorfer SV den SV Curslack-Neuengamme zu Gast hat. Ein klarer Favorit ist hier nicht auszumachen.

„Ein mitspielender Gegner ist mir ganz lieb“

„Als ehemaliger Niendorfer kann man ruhig behaupten, dass uns das Los gefällt“, meint Gunnar Hitscher, Defensiv-Ass des Kreisligisten FC Alsterbrüder. Mit seinem Team geht’s am Dienstag oder Mittwoch ebenfalls gegen einen Oberligisten und zwar den Niendorfer TSV. Nicht nur Hitscher hat eine Vergangenheit als „Himmelblauer“, auch die Brüder Lucas und Felix Niebuhr sowie Torben Kraft oder Stephan Wulf schnürten ihre Buffer einst für den NTSV. „Die Hauptsache ist aber, dass wir Zuhause spielen.“ Das tut auch der TSV Sasel, um abschließend noch einmal auf das eingangs bereits erwähnte Derby bei Poppenbüttel zu sprechen zu kommen. TSV-Coach Danny Zankl ist mit dem Los nicht unzufrieden, sagt: „Mir ist ein Gegner, der das Spiel selbst gestalten will lieber, als ein Team, dass nur hinten drin steht.“ Während die Ohrt-Equipe in der ersten Runde beim TuS Hasloh ein ganzes Dutzend Tore erzielte (12:0), mühte sich der TSV beim Walddörfer SV 120 Minuten lang ab und bewies erst in der Verlängerung den längeren Atem. Trainer-Bruder Nico Zankl steuerte einen Doppelpack zum 3:1-Sieg bei den Volksdorfern bei. Nun wartet die nächste Herausforderung.

Alle Partien der zweiten Runde im Überblick auf Seite 2!

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