Landesliga Hammonia

Nur vier Spieler bleiben – aber: Aufbruchstimmung in Poppenbüttel!

10. Juni 2024, 10:07 Uhr

Torben Lindholm (li.) und Lars Sötje (re.) übernehmen das Traineramt beim SC Poppenbüttel. Foto: Verein

Auch der abschließende 27:0-Kantersieg gegen die HNT konnte den Landesliga-Abstieg des SC Poppenbüttel nicht mehr verhindern. „Ehrlicherweise hätten wir das nicht gedacht, dass es so kommt, weil die Entwicklung bis zur Halbserie eigentlich sehr positiv war. Danach hatten wir immer mal wieder Probleme, so richtig in die Spur zu finden“, urteilte der scheidende Top-Torjäger Stefan Winkel. Man habe zwar immer mal wieder „mit guten Ergebnissen und auch guten Spielen“ überzeugen können, aber letztendlich „zu viele späte Gegentore bekommen, die uns das Genick gebrochen und wodurch wir auch viele Punkte hergeschenkt haben, so dass es am Ende nicht gereicht hat. Da muss man dann auch am Ende konstatieren, dass wir zurecht abgestiegen sind. Es hat einfach nicht gereicht“, so Winkels Feststellung.

Mit 17 Buden im letzten Saisonspiel sicherte sich Winkel mit insgesamt 41 Treffern die Torjägerkanone. Künftig wird er für Hammonia-Landesligist FK Nikola Tesla jubeln. Doch der Goalgetter ist nicht der einzige Abgang an der Bültenkoppel. Lediglich vier (!) Spieler haben dem Verein die Treue gehalten. Und dennoch steht der Neuanfang in der Bezirksliga ganz unter dem Motto: „Aufbruchstimmung beim SC Poppenbüttel!“ Denn: „Nach dem bitteren und unnötigen Abstieg unserer Ligamannschaft stellt sich das Team neu auf, blickt motiviert nach vorne und will den ‚Poppenbütteler Weg‘ wieder etablieren“, lässt uns Jan Haerting wissen. Der ehemalige Keeper des SCP übernimmt zusammen mit Alexander Källner die Aufgaben von Fabian Bleek in der Sportlichen Leitung.

"Beide versprühen die Identifikation, die für den neuen Weg benötigt wird"

Der langjährige Liga-Torwart Jan Haerting ist nun in der Sportlichen Leitung des SC Poppenbüttel tätig und organisiert den Neuanfang. Foto: noveski.com

„Der Weg führt über junge Spieler und Identifikation zurück zum Erfolg“, ist man sich sicher. „Insbesondere die Zusammenarbeit der Herrenmannschaften mit den älteren Jahrgängen der eigenen Jugendabteilung soll fokussiert werden“, betont Haerting. Sein künftiges Pendant Källner arbeitet in der Geschäftsstelle des Vereins und „brennt mit jeder Zelle für die Aufgabe! Keine Herausforderung ist ihm zu groß und er packt alles mit Hochdruck an.“ Der langjährige Liga-Torwart Haerting bildet den Gegenpart zu Källner im organisatorischen Bereich. „Beide versprühen die Identifikation, die für den neuen Weg benötigt wird und arbeiten in enger Abstimmung Hand in Hand zusammen“, so der Verein.

Zusätzliche Unterstützung gibt es für die Mannschaft durch Thomas Schmidt. „Nase“, wie er in der Amateurszene auch genannt wird, wird Aufgaben rund um den Spieltag übernehmen und so die Mannschaft unterstützen. Außerdem ist er bereits seit über 20 Jahren im Verein aktiv, koordiniert die Schiedsrichter und passt damit genau in das Profil für den neuen Weg.

Sötje und Lindholm beerben Kement

Und auch an der Seitenlinie gibt es eine Veränderung. Das neue Trainerteam hört auf die Namen Lars Sötje (ehemals Schmitz) und Torben Lindholm! „Während Sötje bereits in der Vorsaison zum Trainerteam gehörte, ist es für Lindholm die erste Station im Trainergeschäft. Beide haben als Spieler verschiedene Vereine, Ligen und Strukturen kennengelernt, den Weg zur Bültenkoppel aber immer wieder zurückgefunden“, versprüht das Duo eine hohe Verbundenheit zum SCP – und legte direkt mit der Kaderplanung los. „Was die beiden in den letzten Wochen geleistet haben, ist unglaublich. Die Leidenschaft und Akribie ist extrem groß“, so Källner und Haerting unisono über die neue Konstellation.

Kader fast komplett: Nur ein Torwart fehlt noch

In der vergangenen Saison ging Torben Lindholm noch für den SCP auf Torejagd - nun kehrt er als Trainer zurück. Foto: noveski.com

„Beide Trainer kennen den Hamburger Amateurfußball sehr gut und haben akribisch und fast ohne Unterbrechung am Kader für die neue Saison gearbeitet.“ Beispiel gefällig: „Von anfänglich vier Spielern haben wir nun einen fast kompletten Kader zusammen. Jung, hungrig, entwicklungsfähig und vor allem mit richtig Bock auf den Verein. Das waren und sind die Anforderungen an jeden Spieler, der den neuen Weg mit uns bestreiten will“, verdeutlicht Haerting – und sagt, dass sich nur noch Kleinigkeiten tun werden. Vor allem auf der Torwart-Position wird noch nach Verstärkung gesucht. Interessierte Keeper können sich direkt mit Jan Haerting (0176-706 927 45) in Verbindung setzen.

Autor: Dennis Kormanjos