18.12.2018

Neues „Blomkamp-Duo“: Osdorf bindet Wiehle – und holt Obloch!

Gleichberechtigtes Gespann beim TuS – „Wir sind das Team für das Team“

Geht beim TuS Osdorf in sein achtes Jahr und bildet in der kommenden Saison mit Philipp Obloch ein Trainer-Gespann am Blomkamp: Piet Wiehle. Foto: KBS-Picture.de

Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt vom Blomkamp der TuS Osdorf daher! „Dass diese Serie so läuft, wie sie läuft, war im Vorfeld überhaupt nicht zu erwarten“, gesteht Piet Wiehle, dessen Equipe vor der Saison zu den heißesten Abstiegsanwärtern gezählt wurde. Doch der TuS strafte sämtliche Kritiker und vermeintliche Experten mal wieder Lügen und ist nach 20 absolvierten Partien als Tabellensechster die absolute Positiv-Überraschung. Nun wurden am Blomkamp neben den sportlichen auch die personellen Weichen für die Zukunft gestellt. Heißt: In der kommenden Saison wird ein Trainerduo das Ruder innehaben. Piet Wiehle, der den Club aus der Bezirks- in die Spitzengruppe der Oberliga führte, geht beim TuS in sein achtes Jahr und wird künftig mit Philipp Obloch einen gleichberechtigten Partner an seiner Seite haben!

Philipp Obloch verlässt Roland Wedel nach der Saison und heuert am Blomkamp an. Foto: Klaas Dierks

„Ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass Piet und Philipp ein sehr gutes Duo bilden werden, was unsere Jungs extrem nach vorne bringen wird“, teilt uns Liga-Manager Cemil Yavas mit. Der 33-Jährige hat am Blomkamp ein regelrechtes „Imperium“ auf die Beine gestellt, stets weiterentwickelt und in die nächsthöhere Sphäre geführt. Nun also bekommt das Funktionsteam mit Philipp Obloch Verstärkung. „Gerade im taktischen Bereich werden wir von Philipps Erfahrungen profitieren und einen riesigen Schub machen“, ist sich Yavas sicher. Nicht zu Unrecht: Denn der 40-jährige Obloch, Inhaber der UEFA-A-Lizenz, ist für seine Detailbesessenheit und präzisen Videoanalysen bekannt. Deshalb glaubt auch Wiehle: „Für mich ist immer nur eines wichtig: Ich möchte die Mannschaft besser machen. Und ich denke, dass Philipp durch seine Videoanalysen noch einmal einen ganz anderen Impuls reinbringen kann.“

Wiehle überzeugt: „Wir waren immer schon als Team stark“

Blickt der neuen Konstellation voller Vorfreude entgegen: Osdorfs „Erfolgsmacher“ im Hintergrund, Cemil Yavas. Foto: KBS-Picture.de

Dass Obloch und er künftig ein gleichberechtigtes Duo bilden werden, sieht Wiehle, der die Zügel in den letzten sieben Jahren allein in der Hand hatte, „überhaupt nicht als Problem an“, wie er sagt, „aus dem ganz einfachen Grund, dass es für mich diese klare Rollenverteilung nie gab. Wir – damit meine ich aktuell Dirk Burmester und die Vorgänger Jan Feldmeier und Ingo Glashoff – sind dieses Team für das Team. Wir besprechen alles gemeinsam und haben uns die Aufgaben immer schon geteilt. Denn letztendlich geht es darum, die Erwartungshaltung der Mannschaft so zu erfüllen und auf verschiedene Schultern zu verteilen, damit alle damit gut leben können und erfolgreich sind. Wir waren immer schon als Team stark!“ Mit Obloch würde man „nochmal eine ganz andere Symbiose dazubekommen“, so Wiehle. Oder wie Yavas meint: „Philipp ist eher der Kopf-, Piet der Bauchtyp. Sie werden sich super ergänzen.“ Nicht mehr dabei sein wird ab Sommer hingegen der jetzige Co-Trainer Dirk „Zico“ Burmester, den Yavas aber gerne in anderer Funktion im Verein halten möchte.

„Wir wollen unsere Tugenden mit einem neuen Impuls paaren“

Um die Dienste Oblochs habe sich der Osdorfer „Macher“ – nach einem Tipp von TuS-Scout Ediz Aptoula – „sehr bemüht“, wie er uns verrät, „denn ich halte ihn für einen überaus kompetenten Trainer“. Seit 2017 fungiert der diplomierte Sportwissenschaftler als Chefcoach beim West-Bezirksligisten Roland Wedel, wo er sich binnen kürzester Zeit einen Namen machte. „Ich weiß, dass es einige Mitstreiter gab – auch aus unserer Liga. Deshalb bin ich sehr froh und glücklich, dass er sich für uns entschieden hat“, so Yavas, der hofft, „dass wir durch die neue Konstellation in den nächsten Jahren einen noch besseren Fußball am Blomkamp bestaunen können“. Und auch Wiehle meint: „Letztendlich ging es mir in all den Jahren darum, die Mannschaft immer besser zu machen, als sie zum jeweiligen Zeitpunkt ist und war.“ Nun also in neuer Konstellation und mit tatkräftiger Unterstützung von Philipp Obloch. Das gemeinsame Ziel? „Wir wollen das eine mit dem anderen verbinden – die Stärken, die wir haben, mit neuen Qualitäten.“ Oder anders gesagt: „Wir wollen unsere Tugenden – laufen, kämpfen und füreinander da sein – mit einem neuen Impuls paaren.“


Autor: Dennis Kormanjos

Seite 1 / 2 Nächste Seite >

Kommentieren

Mehr zum Thema