Landesliga

Neuer Trainer gefunden: Großkopf coacht Türkiye

Ex-HEBC-Übungsleiter übernimmt Hansa-Landesligist

24. Juni 2019, 18:00 Uhr

Da ist er wieder: Nach seinem Aus beim HEBC wird Jörn Großkopf in der neuen Saison als Coach beim FC Türkiye auf der Bank sitzen. Foto: Bode

Die Suche dauerte und dauerte – doch nun kann sich der FC Türkiye getreu dem Motto „Was lange währt, wird endlich gut“ auf die Schulter klopfen. Denn: Der Club hat einen neuen Trainer gefunden, der die Mannschaft in der kommenden Saison in der Landesliga Hansa trainieren wird. Wie uns Liga-Manager Seweryn Malyk mitteilt, wird Jörn Großkopf neuer Coach beim Team vom Sportplatz Landesgrenze. Der 52-Jährige, der zuletzt nach der Saison bei Oberliga-Absteiger HEBC seines Amtes enthoben wurde, tritt beim FCT die Nachfolge von Sebastian Loether an, der die Equipe nach dem Ausscheiden von Michael Fischer im Winter bis zum Saisonende betreute.  

Dass es ein bisschen länger gedauert hat, bis der neue Trainer der Wilhelmsburger feststeht, stellt zumindest für Malyk kein Problem dar. „Als wir die ersten Gespräche mit Trainerkandidaten geführt haben, war Jörn mit seinem ehemaligen Verein HEBC mitten im Abstiegskampf. Es war nicht absehbar, dass er überhaupt zur Verfügung stehen würde. Nach dem ersten persönlichen Kontakt haben wir andere Optionen in den Hintergrund geschoben und uns klar in Richtung Großkopf positioniert“, sagt der Ligamanager, der auch die aktuelle Transferpolitik des künftigen Hansa-Landesligisten nicht negativ davon beeinflusst sieht, dass bis dato kein Cheftrainer feststand: „Es mag vielleicht nach außen so rüber kommen, dass wir uns Zeit gelassen haben. Doch aufgrund meines späten Einstiegs beim FC Türkiye waren Transfers viel früher nicht zu erledigen. Was andere Vereine in drei Monaten machen, passierte bei uns in sechs Wochen.“

„Das Ziel ist, nicht noch so eine Serie erleben, wie in der vergangenen Spielzeit“

Der neue Coach ist gefunden, jetzt fahndet Manager Seweryn Malyk noch nach einem Co-Trainer. Foto: Both

Und: Malyk kündigt schon einmal an, dass der neue Coach sch womöglich noch auf weitere neue Spieler freuen darf: „Wir haben jetzt eine Kaderstärke von 18 Spielern und werden uns noch qualitativ verstärken“, konstatiert er. Am vergangenen Freitag hatte das Aufgebot noch 19 Akteure umfasst, Adem Aydin aber wird nun doch nicht zum FCT wechseln, sondern schließt sich Süd-Bezirksligist FC Bingöl 12 an. Auch, was sich der Club von Großkopf erwartet, umreißt Malyk klar: „Jörn ist Fußballer durch und durch. Er hat als Trainer höherklassig gearbeitet und war als offensiv denkender Spieler des FC St. Pauli im Profibereich tätig. Wir erhoffen uns, dass wir auch aufgrund seiner Qualität erfrischenden Fußball zeigen und mehr Zuschauer an die Landesgrenze locken können, als in der vergangenen Saison.“ In der lief es alles andere als gut für die Wilhelmsburger – und so verwundert es wenig, wenn Malyk bei der Frage nach dem Saisonziel feststellt: „Das Ziel ist, nicht noch so eine Serie erleben, wie in der vergangenen Spielzeit.“

Bereits zur Winterpause „war der Rückstand auf den HSV III und Paloma dermaßen hoch, dass die Luft frühzeitig raus war. Dennoch hat es die Mannschaft zum Ende hin noch gut gemacht und unter Sebastian Loether, der es interimsweise gut gemacht hat, fünf der letzten sieben Spiele gewonnen und nur einmal verloren“, blickt der Türkiye-Manager zurück und präzisiert für die nahe Zukunft: „Wir wollen möglichst lange oben mitspielen und der Mannschaft gerne zuschauen wollen. Die Rolle des absoluten Favoriten ist an den VfL Lohbrügge vergeben, dahinter ist in der Hansa-Staffel vieles möglich.“ Ein Fragezeichen gibt es im „Team ums Team“ derweil noch: Die Stelle des Assistenten von Großkopf. „Grundsätzlich soll Jörn einen Co-Trainer an die Seite gestellt bekommen. Ob es zu einer Zusammenarbeit mit einem von ihm gewünschten Kandidaten kommt, oder sogar eine interne Lösung angestrebt wird, lässt sich heute final nicht beantworten“, so Malyk abschließend.

Jan Knötzsch 

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