13.10.2019

Nächster „Dreier“ für die „Ghazi-Gang“, aber: „Die beiden schnellen Tore haben uns nicht gut getan“

ASV Hamburg feiert 4:0-Erfolg gegen numerisch dezimierten FC Türkiye

Timo Aschenbrenner erzielte zwei der vier ASV-Treffer gegen den FC Türkiye. Foto: Bode

Mansoor Ahmadi brachte es nach dem Schlusspfiff auf den Punkt. „Das war ein sehr hektisches Spiel“, sagte der Manager des ASV Hamburg im Anschluss an das Gastspiel beim FC Türkiye. Und in der Tat: Die Begegnung hatte einiges zu bieten. Nicht nur vier Tore, von denen eines aus einem Elfmeter resultierte, sondern auch einen Platzverweis kurz vor dem Seitenwechsel, der den Gästen in die Karten spielte. „Wir haben es gut ausgenutzt, dass Türkiye eine ganze Halbzeit zu zehnt spielen musste. Wir haben dem Gegner in der zweiten Halbzeit unser Spiel aufgezwungen“, bilanzierte Ahmadi, während sein Manager-Kollege Seweryn Malyk sich zumindest „zum Schiedsrichter nicht äußern“ wollte. 

„Es war ein Beobchter da. Es ist seine Aufgabe, die Leistung zu bewerten – nicht meine“, konstatierte Türkiyes Manager im Anschluss an die Partie, in der der Gastgeber bereits nach neun Minuten in Rückstand ging, als der Ball nach einem Freistoß von Timo Aschenbrenner ans Aluminium knallte und von dort zu Vedat Barlak sprang, der die Kugel schließlich über die Linie drückte. Nur sechs Minuten später bediente Rathwan Al Radi im Anschluss an einen Einwurf per Flanke Aschenbrenner – 2:0 für die Mannschaft von Trainer Ghazi Mustapha. „Nach dem frühen Doppelschlag gegen uns haben wir in der Folgezeit gute Möglichkeiten gehabt und hatten etwas Pech – so wie beim Lattenkreuz-Freistoß von Takuro Mohara nach 23 Minuten. Mit dem 0:3 vor der Halbzeit ging es nach dem Wechsel um Schadensbegrenzung und darum, sich nicht abschießen zu lassen“, erklärte Malyk, „immerhin haben wir dies hinbekommen.“ 

Malyk: „In der zweiten Hälfte ging es darum, sich nicht abschießen zu lassen“

Türkiyes Manager Seweryn Malyk (re.) und Trainer Jörn Großkopf hatten wenig Spaß mit der Partie gegen den ASV. Foto: Bode

Den dritten Treffer, den Aschenbrenner nach einem langen Ball von Deniz Herber in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs erzielte (45.+3), musste der FCT bereits in Unterzahl hinnehmen: Nach 42 Minuten zeigte Referee Emil Larsen Reicherz (TuRa Harksheide) dem bereits wegen Meckern verwarnten Serdar Aydin die „Ampelkarte“ – weil Türkiyes Nummer 61 abermals gemeckert hatte. Und noch einmal sollte der Spielleiter im Mittelpunkt stehen: Nachdem Keeper Daniel Göbel in der 69. Minute ASV-Offensivkraft Al Radi zu Fall gebracht hatte, deutete er auf den Elfmeterpunkt. Abdul-Nafe Farahi trat zum Duell mit Türkiyes Schlussmann an, zielte links unten und traf, weil sich Göbel für die andere Ecke entschieden hatte.

„Auf dem schlecht bespielbaren Rasen konnte man kaum Fußball spielen. Trotzdem sind wir früh mit 2:0 in Führung gegangen. Die beiden schnellen Tore haben uns nicht gut getan, anschlieend war die Luft ein bisschen raus. Wir haben erstmal keinen Fußball mehr gespielt, Türkiye hat gedrückt. Sie hätten das 1:2 und 2:2 machen können, haben aber die Chancen nicht genutzt. In der zweiten Hälfte haben wir es besser als in der ersten gemacht“ bilanzierte ASV-Manager Mansoor Ahmadi und dachte schon wieder ans nächste Spiel: „Wir werden uns jetzt in der Trainingswoche auf die Aufgabe gegen Dersimspor konzentrieren, um die Siegessreie (drei Erfolge m Stück, Anm. d. Red.) am nächsten Wochenende beizubehalten.“

Jan Knötzsch

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